Sport

Italiener Razzoli führt, Zurbriggen in Lauerstellung

Aktualisiert am 27.02.2010

baz.ch/Newsnet berichtete live vom überraschenden 1. Lauf des Olympia-Slaloms der Männer. Der 2. Lauf startet um 22.45 Uhr MEZ.

(fal)

  • Das Klassement nach dem 1. Lauf  

    1. Giuliano Razzoli (It) 47,79.
    2. Mitja Valencic (Sln) 0,43 zurück.
    3. Benjamin Raich (Ö) 0,54.
    4. Ivica Kostelic (Kro) 0,58. 5. Manfred Mölgg (It) 0,85. 6. Ondrej Bank (Tsch) 0,90. 7. Silvan Zurbriggen (Sz) 0,99. 8. Julien Lizeroux (Fr) 1,03. 9. Marcel Hirscher (Ö) 1,13. 10. Andre Myhrer (Sd) 1,24.

    11. Michael Janyk (Ka) 1,39. 12. Reinfried Herbst (Ö) 1,44. 13. Mattias Hargin (Sd) 1,48. 14. Akira Sasaki (Jap) 1,62. 15. Steve Missillier (Fr) 1,70. Ferner: 20. Sandro Viletta 2,06. 22. Marc Gini 2,15. - Ausgeschieden: u.a. Marc Berthod (Sz), Manfred Pranger (Ö), Felix Neureuther (De), Ted Ligety (USA), Bode Miller (USA), Urs Imboden (Mold), Lars Elton Myhre (No).

  • Stand nach dem 1. Lauf  

    Nach dem ersten Lauf des Männer-Slaloms in Whistler sind Silvan Zurbriggens Chancen auf eine zweite olympische Medaille intakt.

    Der Dritte der olympischen Super Kombination, der im Slalom mit der idealen Nummer 1 ins Rennen gehen durfte, ist zur Halbzeit Siebter. Auf Spitzenreiter Giuliano Razzoli aus Italien büsste Zurbriggen 0,99 Sekunden ein.

    Zum drittklassierten Benjamin Raich fehlen dem Walliser 45 Hundertstel. Zwischen dem Österreicher und Razzoli reihte sich der überraschende Slowene Mitja Valencic ein (0,43 zurück).

    Marc Gini klassierte sich als zweitbester Schweizer bei misslichsten Bedingungen (weiche Piste, strömender Regen, Nebel) als 22., zwei Ränge hinter Sandro Viletta. Marc Berthod schied nach hervorragender oberster Zwischenzeit aus.

    Das Klassement nach dem 1. Lauf:

    1. Giuliano Razzoli (It) 47,79. 2. Mitja Valencic (Sln) 0,43 zurück. 3. Benjamin Raich (Ö) 0,54. 4. Ivica Kostelic (Kro) 0,58. 5. Manfred Mölgg (It) 0,85. 6. Ondrej Bank (Tsch) 0,90. 7. Silvan Zurbriggen (Sz) 0,99. 8. Julien Lizeroux (Fr) 1,03. 9. Marcel Hirscher (Ö) 1,13. 10. Andre Myhrer (Sd) 1,24.

    11. Michael Janyk (Ka) 1,39. 12. Reinfried Herbst (Ö) 1,44. 13. Mattias Hargin (Sd) 1,48. 14. Akira Sasaki (Jap) 1,62. 15. Steve Missillier (Fr) 1,70. Ferner: 20. Sandro Viletta 2,06. 22. Marc Gini 2,15. - Ausgeschieden: u.a. Marc Berthod (Sz), Manfred Pranger (Ö), Felix Neureuther (De), Ted Ligety (USA), Bode Miller (USA), Urs Imboden (Mold), Lars Elton Myhre (No).

  • Viletta  

    Der Schweizer ist gut gestartet. Platz 20 für Viletta, das ist eine gute Leistung. 49,85 ist seine Zeit.

  • Bank  

    Der Tscheche fährt mit hoher Startnummer auf Rang 6 - eine starke Leistung.

  • Albrecht  

    Vielleicht eine der letzten Fahrten von Albrecht.

  • Berthod  

    Der Schweizer startet gut, scheidet dann aber aus. Schade, er ist gut unterwegs gewesen.

  • Jansrud  

    49,54 - ein guter Lauf.

  • Byggmark  

    Der Schwede mogelt sich durch die Tore. Er verliert aber im mittleren Teil viel Zeit.

  • Trejbal  

    Auch der Tscheche stürzt, aber er verletzt sich nicht.

  • Spence  

    Der Kanadier fährt zu ungestüm und scheidet aus.

  • Sasaki  

    Der Japaner kommt ins Ziel: Rang 13 für Sasaki.

  • Deville  

    Der Italiener schafft es auch nicht, ins Ziel zu kommen.

  • Vajdic  

    Der Slowene scheidet aus.

  • Thaler  

    Auch der Italiener liegt deutlich zurück.

  • Gini und der Nebel  

    Die Sicht wird immer schwieriger. Einige Fahrer hatten nun Probleme damit, auch Imboden und Miller. Jetzt kommt der Bündner Gini. Er ist gestartet... Er fällt schon oben weit zurück. Er hat viel Zeit auf die Führenden verloren.

  • Ligety, Miller, Myhre out  

    Gleich drei Fahrer, daruter Miller, scheiden aus. Cousineau fällt weit zurück.

  • Neureuther  

    Der Deutsche ist ausgeschieden, am gleichen Ort wie Pranger.

  • Janyk  

    Trotz grosser Publikumsunterstützung verliert der Einheimische zu viel Zeit.

  • Razzoli  

    Ein Superlauf des Italieners: Er fährt eine tolle Bestzeit!

  • Myhrer  

    Auch der Schwede kommt nicht ganz so auf Touren.

  • Missilier  

    Der Franzose verliert zu viel Zeit.

  • Hargin  

    Der Schwede fällt schon zurück.

  • Valencic  

    Der Slowene fährt wie der Teufel den Hang hinunter - neue Bestzeit!

  • Mölgg  

    Der Italiener schiebt sich auf Rang 3 vor.

  • Herbst  

    Und jetzt einer der ganz grossen Favoriten... Er hat oben Zeit verloren. 49,23 - damit verliert er zu viel Zeit. Er ist zu wenig aggressiv gefahren.

  • Hirscher  

    Der Österreicher kämpft sich durch die Toren. 48,92, er ist nicht weg vom Fenster.

  • Pranger  

    Der ÖSV-Fahrer scheidet aus und stürzt. Er scheint sich leicht verletzt zu haben. Pech für Pranger.

  • Lizeroux  

    Der Virtuose kommt ins Ziel mit 48,82.

  • Raich  

    Der Österreicher holt auf, und fährt eine neue Bestzeit - tja, es wird knapp.

  • Kostelic  

    Kostelic fäht noch besser: 48,37 - eine starke Fahrt des Kroaten.

  • Zurbriggen  

    Der Walliser legt einen guten Lauf hin, ohne Patzer, ohne grosse Fehler - 48,78 die Richtzeit.

  •  

    Silvan Zurbriggen kann heute Abend im letzten alpinen Wettbewerb Sportgeschichte schreiben: Seit 30 Jahren gab es nie mehr eine olympische Slalom-Medaille für die Schweiz.

    Jacques Lüthy war 1980 als Dritter in Lake Placid der letzte von nur zwei Schweizern, die es in einem olympischen Slalom aufs Podest schafften. An den anderen erinnern sich nurmehr Menschen älteren Jahrgangs. Der Bündner Edy Reinalter holte 1948 in St. Moritz Slalom-Gold.

    Am letzten Sonntag gewann Zurbriggen in der Super-Kombination Bronze, was ihn im Slalom zu einem heissen Anwärter auf eine Medaille macht. «Jetzt habe ich nichts mehr zu verlieren. Ich kann unbelastet angreifen», sagt der 28-jährige Walliser.

    Das sind vielversprechende Voraussetzungen. Denn an grossen Titelkämpfen galt schon oft: Wer hat, dem wird gegeben. Dass in Whistler Aksel Lund Svindal, Bode Miller, Lindsey Vonn, Julia Mancuso, Tina Maze und Elisabeth Görgl ihrer ersten Medaille mindestens noch eine zweite folgen liessen, ist wohl kein Zufall. Mit einer Medaille im Sack fährt es sich plötzlich viel leichter.

    Auf einen Exploit hofft der Bündner Marc Gini, der erst am letzten Samstag nach Kanada gereist ist. Zuvor bestritt er noch den Europacup-Slalom in Oberjoch, wo er nur vom Österreicher Reinfried Herbst geschlagen wurde. Als Zweiter verwies er den Deutschen Felix Neureuther, den Sieger von Kitzbühel, auf Platz 3.

    Zwei weitere Bündner, Marc Berthod und Sandro Viletta, vervollständigen das Schweizer Quartett. Beide dürften allerdings für einen Medaillenplatz nicht in Frage kommen. Berthod, dessen Fokus auf den Riesenslalom ausgerichtet war, erlebte dort als 29. eine Enttäuschung; Viletta, 15. im Riesenslalom, bestritt diese Saison wegen seiner Handverletzung nur zwei Slaloms und will vorab versuchen, sich für den zweiten Lauf zu qualifizieren.

Erstellt: 27.02.2010, 20:20 Uhr