Der Anruf der Nummer 1

Das US Open der Golfer brachte den Durchbruch für Brooks Koepka. Der 27-Jährige aus Florida profitierte dabei von Tipps seines Vorgängers.

Brooks Koepka präsentiert seine Trophäe.

Brooks Koepka präsentiert seine Trophäe. Bild: Keystone

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Rickie Fowler vergab seine Chance mit einer enttäuschenden 75er-Schlussrunde. Der Japaner Hideki Matsuyama spielte am Sonntag zwar brillant (66) und ist neu die Nummer 2 der Welt hinter Dustin Johnson, doch für den ersten Majorsieg reichte es auch ihm nicht. ­Genau so wenig wie Justin Thomas, der am Tag nach seiner US-Open-Rekordrunde (63) zwölf Schläge mehr brauchte und vom 1. auf den 9. Rang fiel.

Die grosse Stunde schlug dafür in der Nacht auf Montag im Erin Hills Golfclub in Wisconsin dem 27-jährigen Brooks ­Koepka. Noch am Samstagabend hatte der Weitenjäger aus West Palm Beach einen Telefonanruf von Dustin Johnson erhalten, dem Vorjahressieger, mit dem er befreundet ist und der wie viele andere Grössen den Cut verpasst hatte. Er habe ihm viel Glück gewünscht und ein paar Ratschläge erteilt, erzählte ­Koepka, nachdem er zum neusten Mitglied im Kreis der Majorsieger geworden war.

Was ihm Johnson riet, gehört zwar zu den Basislektionen des mentalen Trainings, das im Golf so wichtig ist – wie geduldig bleiben, der Taktik vertrauen und ihr treu bleiben, sich auf das Jetzt zu konzentrieren, Schlag für Schlag zu spielen... Jedenfalls war es genau das, was Koepka dann tat und wofür er reich belohnt wurde. Während andere Nerven zeigten, wartete er ruhig auf seine Chance. Mit Birdies an den Bahnen 14, 15 und 16 setzte er sich dann ab und kam mit vier Schlägen Vorsprung ins Ziel.

Lehrjahre in Europa

Koepkas Triumph illustriert, wie nahe viele Profigolfer leistungsmässig beisammen liegen, wie wichtig Beharrlichkeit und mentale Härte sind. Er hatte nach seinem Übertritt zu den Profis zuerst in Europa gespielt, war auch an der Swiss Challenge am Sempachersee angetreten, die er 2012 auf Rang 27 abschloss. 2013 bestritt er Turniere in 15 verschiedenen Ländern – für Amerikaner höchst ungewöhnlich – und gewann drei Turniere auf der Challenge-Tour, Europas zweithöchster Turnierstufe. 2014 war er auch in Crans Montana am European Masters am Start, wo er Dritter wurde.Auf seinen Spuren wandelt inzwischen auch sein drei Jahre jüngerer Bruder Chase: Dieser beendete die Swiss Challenge 2017 vier Schläge hinter dem Ostschweizer Joel Girrbach auf Rang 3.

Brooks Koepka, ein Anhänger von Manchester United und den Los Angeles Lakers, konnte sich aber bald auf der amerikanischen PGA-Tour etablieren, wo er 2015 sein vor dem US Open einziges Turnier gewann (Phoenix Open). Er gibt zu, dass es ihm nie schnell genug vorwärts ging und er so ehrgeizig sei, dass er stets das Gefühl hatte, zu wenig erreicht zu haben. Dies ändert sich nun schlagartig. Mit dem Gesamtresultat von 16 unter Par stellte er einen US-Open-­Rekord ein, den Rory McIlroy 2011 aufgestellt hatte. Der Sieg bringt ihm 2,16 Millionen Dollar Preisgeld und den Vorstoss vom 22. auf den 10. Rang der Welt.

Der Ryder-Cup-Spieler von 2016 verfügt nicht nur über eine ähnliche Spielanlage wie Johnson – seine Drives gehören zu den längsten, seine Präzision und Effizienz sind beeindruckend –, sondern auch über ein vergleichbares Temperament. Beide scheinen sich durch nichts aus ihrer Ruhe zu bringen lassen und zeigen kaum Emotionen, beide gehören auch zu den fittesten Spielern. «Er hat Dustin gut zugehört», sagte Ricky Elliott, sein Caddie. «Er war schon immer ein guter Zuhörer und harter Arbeiter.» (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.06.2017, 19:20 Uhr

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