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Geht das wirklich gut, Herr Schumacher?

Von Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 23.12.2009 14 Kommentare

Michael Schumacher kehrt in die Formel 1 zurück. Das ist gut für das Business der Königsklasse, für seinen neuen Rennstall Mercedes - ist es aber auch förderlich für den Altmeister?

1/24 «Back to the Roots»
Michael Schumacher präsentiert sich bei seinem neuen, alten Arbeitgeber Mercedes. Er fühle sich erholt und habe die nötige Energie, um wieder in die Formel 1 zurückzukehren, erklärt der 40-Jährige.
Bild: Keystone

   

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Michael Schumacher

Persönliches und Erfolge

Geburtsdatum: 3. Januar 1969
Geburtsort: Hürth-Hermühlheim (nahe Köln)
Wohnort: Gland am Genfersee VD
Familienstand: verheiratet mit Corinna seit dem 1. August 1995. Kinder: Gina Maria, Mick

GP-Rennen insgesamt: 250
Erster Grand Prix: 25. August 1991 im belgischen Spa- Francorchamps (Jordan-Ford), ausgeschieden.
Erster Grand-Prix-Sieg: 30. August 1992 in Spa-Francorchamps (Benetton-Ford)

WM-Titel: 7
Grand-Prix-Siege: 91 (Saisonrekord 2004 mit 13 Siegen)
Podiumsplätze: 154
Punkte insgesamt: 1369
Pole-Positions: 68
Schnellste Rennrunden: 74
Führungskilometer: 23 219

Formel 1: GP China

NameTeamZeit
1.Lewis HamiltonMercedes 1:33:28.338
2.Nico RosbergMercedes +18.062
3.Fernando AlonsoFerrari +23.604
4.Daniel RicciardoRed Bull +27.136
5.Sebastian VettelRed Bull +47.778
6.Nico HulkenbergForce India +54.295
7.Valtteri BottasWilliams +55.697
8.Kimi RaikkonenFerrari +1:16.335
9.Sergio PerezForce India +1:22.647
10.Daniil KvyatToro Rosso+ 1 Runde
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Stand: 20.04.2014 15:14

Formel 1: WM-Stand Fahrer

NameTeamP
1.Nico RosbergMercedes61
2.Lewis HamiltonMercedes50
3.Fernando AlonsoFerrari39
4.Nico HulkenbergForce India26
5.Sebastian VettelRed Bull25
6.Jenson ButtonMcLaren23
7.Kevin MagnussenMcLaren20
8.Valtteri BottasWilliams20
9.Daniel RicciardoRed Bull12
10.Kimi RaikkonenFerrari10
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Stand: 20.04.2014 10:44

Das Comeback ist beschlossene Sache, Michael Schumacher kehrt nach drei Jahren Abstinenz in die Formel 1 zurück. Geld ist nicht die Triebfeder für die Rückkehr des Kerpeners ins Cockpit gewesen. «Nach drei Jahren Pause habe ich die Energie wieder, die mir damals gefehlt hat. Mir geht es auch nicht ums Geld. Ich habe gespürt, dass es mir wieder Spass macht», nennt der Altmeister die Motivationsgründe für den Rückzug des Rückzugs. «Wir planen für drei Jahre», sagt der Deutsche, der mit seiner Familie in Gland am Lac Léman lebt.

Schumacher, der am 3. Januar 2010 41-jährig wird, ist zweifellos ehrgeizig. Seiner Beraterrolle bei Ferrari war ihm am Ende zu wenig, er fühlte sich fast wie ein Frührentner. Und er verspürte wieder den Drang, unter Wettkampfbedingungen ein Steuerrad zu lenken und Gas zu geben. Umso mehr, dass er bei den Silberpfeilen seinen alten Weggefährten Ross Brawn an seiner Seite weiss. Mit den Silberpfeilen hat «Schumi I» bestimmt grosse Chancen, weitere WM-Rennen als die bisher 92 Grand Prix zu gewinnen.

Boss Ecclestone reibt sich die Hände

Auch punkto PR und Vermarktung kann dem vom Engländer Bernie Ecclestone geleiteten Boliden-Zirkus nichts Besseres passieren. Die Szene erfährt durch Schumachers Comeback eine weitaus höhere Beachtung, auch die TV-Quoten bei den WM-Rennen werden markant steigen. Ecclestone hält die Rückkehr «des verlorenen Sohnes» zu Mercedes ohnehin für eine bezaubernde Geschichte. Doch wir erinnern uns: Noch im August dieses Jahres war ein Comeback Schumachers bei Ferrari als Ersatz für den verunfallten Felipe Massa nach grossem Brimborium aus gesundheitlichen Gründen gescheitert. Die Nachwirkungen eines Sturzes vom Motorrad vom vergangenen Februar waren zu stark. Der Altmeister auf vier Rädern hatte sich damals in Spanien einen Schädelbasis- und Halswirbelbruch zugezogen.

Die starken Belastungen (bis zum sechsfachen des Körpergewichts), denen die Formel-1-Fahrer ausgesetzt sind, verursachten nach ersten Tests in Muganello dem Routinier grosse Schmerzen. Und dessen Arzt aus Bad Nauheim, Johannes Peil, erklärte, dass es Wochen, Monate oder Jahre dauern könne, bis alles verheilt sei. In einer spektakulären Medienkonferenz in Genf musste Schumacher erklären, dass er leider nicht für Massa einspringen könne. Dabei kullerten ihm in der Rhônestadt auch Tränen über die Wangen.

Vettels Freude und Skepsis

Nun soll also alles wieder verheilt sein, nicht zuletzt dank intensivem Spezialtraining in den letzten Monaten. «Der Nacken ist kein Problem mehr. Im Sommer war es noch zu nah am Unfall dran, jetzt ist alles ausgeheilt», lässt der ehemalige Maestro der Scuderia verlauten. Die Frage ist, ob dem tatsächlich auch so ist, wenn der Nacken- und Halsbereich ständig belastet sein wird.

Die junge Konkurrenz freut sich auf den alten Champion, zeigt sich aber auch skeptisch. WM-Zweiter und Landsmann Sebastian Vettel meint vielsagend: «Das freut mich für den Michael, dass er jetzt wieder da ist. Das ist seine eigene Entscheidung, er hat seine Gründe. Ich hoffe zunächst mal, dass er fit ist, um bei uns mitzufahren. Und dass er keine Probleme mehr mit seinem Nacken und seinem Hals hat.»

Der Kampf um den guten Ruf

Der zukünftige Clash zwischen dem Routinier sowie siebenfachen Weltmeister und der jüngeren Generation mit Fahrern wie Vettel, Lewis Hamilton (McLaren) oder Fernando Alonso (im Ferrari) kündigt sich als zweifellos spektakulär. Und die fahrerische Klasse von «Schumi I» ist wohl unbestritten. Aber der Altmeister ist bei seinem Comeback sportlich gefordert, steht unter einem immensen Druck in der Öffentlichkeit und in den Medien. Er setzt zweifellos seinen grossen Ruf als erfolgreicher Fahrer aufs Spiel.

Michael habe eine Erholungsphase gehabt, erklärt Mercedes-Sportchef Norbert Haug, der zusammen mit Ross Brawn für viel Knowhow bei den Silberpfeilen sorgt. «Ich glaube, wir werden einen noch besseren Schumacher erleben», glaubt Haug.

«On verra, Monsieur», wie man in Gland VD, dem Wohnort von Michael Schumacher, zu sagen pflegt.

(baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 23.12.2009, 13:44 Uhr

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14 Kommentare

Edith Hugentobler

23.12.2009, 13:59 Uhr
Melden

Muss das wirklich sei ??Peinlich!!!! Antworten


Mark Keller

23.12.2009, 14:52 Uhr
Melden

Ich habe bis zuletzt gehofft, dass sich die Geschichte als Weihnachtsmärchen entpuppt. Der gute Michael kann nur noch seinen Ruf zerstören. In Nico Rosberg wird er jedenfalls keinen braven Bremser an der Seite haben. Antworten



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