«Ich fühle mich wie Dreck»

Die NBA-Legende Kobe Bryant steht vor ihrem letzten Allstar-Game. Warum er das Ende herbeisehnt.

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Er gehört zu den ganz Grossen der Basketballgeschichte: 20 Jahre lang war Kobe Bryant NBA-Profi, brach etliche Rekorde. Unvergessen sein Spiel am 22. Januar 2006, als er gegen die Toronto Raptors mit 81 Punkten die zweithöchste jemals in der NBA erreichte Punktzahl erreichte (nach den 100 Punkten von Wilt Chamberlain) – es ist die höchste Punktzahl, die seit Einführung der 3-Punkte-Linie erreicht wurde. Darüber hinaus ist er fünfmaliger NBA-Champion und mit 271 Punkten bester Werfer in der Geschichte des Allstar-Games.

Dieses Wochenende wird der 38-Jährige zum 16. und letzten Mal bei der Show der besten Spieler der Saison mitspielen, zum Saisonende hatte er seinen Rücktritt angekündigt. An einer Pressekonferenz im Vorfeld der Allstar-Spiele gab er einen Einblick in seine Gefühlswelt: «Ich fühle mich schrecklich, ehrlich. Meine Knöchel, meine Knie, einfach alles schmerzt.» Deshalb freut er sich, zum Ende der Saison vom Profibasketball zurückzutreten.

«Unglaublich, all diese Generationen gesehen zu haben»

Es sei verrückt, mehr als die Hälfte seines Lebens in der NBA gespielt zu haben: «Als ich das erste Mal Stephen Curry gesehen habe, dachte ich, dass ich sein Babysitter sein könnte. Es ist unglaublich, all diese verschiedenen Generationen gesehen zu haben.» Dabei erklärt Bryant, dass er sich immer wieder von den eigenen Fans habe antreiben lassen. «Aber auch der Hass der gegnerischen Fans waren eine grosse Motivation für mich», so der zweifache Olympiasieger.

Dieser gegnerische Hass ist seit seiner Rücktrittsankündigung im November 2015 wie verflogen. Überall, wo Bryant auftritt, wird er frenetisch gefeiert, so auch in der Nacht auf Donnerstag, bei der 111:120-Niederlage in Cleveland. Auch Kontrahent LeBron James zeigte gegenüber dem jüngsten Spieler, der die 30'000-Punkte-Marke erreichte, grossen Respekt: «Viele Jungs sind vielleicht grösser oder springen höher, aber es ist etwas in dir, dass dich dieses Level erreichen lässt.»

Seit dem Achillessehnenriss 2013 wurde die «Black Mamba» immer wieder von Verletzungen heimgesucht, dadurch verpasste Bryant auch das Allstar-Game 2015. «Es ist schwer in Worte zu fassen, aber das Beste, was ich jetzt noch tun kann, ist Basketball spielen – auch wenn ich mich wirklich wie Dreck fühle», sagt Bryant. Am kommenden Wochenende in Toronto will er «noch einmal zeigen, was ich kann, und ich bin wirklich dankbar, das tun zu können». (baz.ch/Newsnet)

(Erstellt: 12.02.2016, 14:33 Uhr)

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