Sport
Sauber: «Die Formel 1 ist unvernünftig teuer»
Von David Wiederkehr. Aktualisiert am 30.01.2009
Am 27. März geht die Formel 1 in Melbourne in eine ihrer schwierigsten Saisons überhaupt: Die weltweite Finanzkrise macht den Teams zu schaffen. Der Ausstieg von Honda war ein deutliches Anzeichen dafür. Im Interview mit dem «Tages-Anzeiger», das am Samstag erscheint, fordert Peter Sauber daher, dass Massnahmen getroffen werden, um Geld zu sparen. «Die Formel 1 ist unverhältnismässig teuer», sagt der 65-jährige Zürcher, der sich vor gut drei Jahren aus dem Rennsport zurückzog, seither nur noch im Verwaltungsrat von BMW-Sauber sitzt.
Die Involvierten hätten die Zeichen erkannt, sagt er, «insgesamt glaube ich schon, dass es den Teams ernst ist, zu sparen». Sauber findet, dass «die Plafonierung der Teambudgets ein gute Lösung ist». Max Mosley, Präsident des internationalen Automobilverbandes Fia, forderte unlängst eine Budgetobergrenze von 100 Millionen Euro. Sauber allerdings schätzt diese Marke als «sportliche Herausforderung» ein. Er fände es aber schön, wenn künftig 100 Millionen als Grenze gelten könnten. «Zu meinen Zeiten sind für diesen Betrag gefahren», sagt er. Als erste Sparmassnahme wurde es verboten, während der Saison zu testen.
Der Unternehmer selbst schränkt seine Besuche an Grands-Prix noch mehr ein als zuletzt. Statt bisher bei zehn wird er 2009 nur noch bei sechs GP anwesend sein – erstmals im zweiten Saisonrennen in Kuala Lumpur (Malaysia). Grund für das Kürzertreten ist, dass er sich zusammen mit seiner Frau Christiane mehr Freiräume schaffen möchte. Leicht fällt ihm die Abstinenz nach fast 40 Jahren im Rennsport nicht: «Es ist gar nicht so einfach, mit Freizeit umzugehen.» (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 30.01.2009, 17:05 Uhr


