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Schweizer glänzt bei 24 Stunden von Le Mans

Aktualisiert am 13.06.2010

So süss hat Marcel Fässler ein 2. Platz noch nie geschmeckt. Der 34-jährige Rennfahrer aus Einsiedeln trug seinen Teil zum dreifachen Erfolg von Audi im legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans bei.

1989 hatte in Le Mans der Rennstall von Peter Sauber triumphiert, als Jochen Mass (De), Manuel Reuter (De) und Stanley Dickens (Sd) mit dem C9 einen historischen Erfolg für den Zürcher Teamchef einfuhren. Nun fehlte überraschend wenig zum ersten Sieg eines Schweizer Fahrers. Marcel Fässler, der zusammen mit dem Franzosen Benoît Tréluyer und dem Deutschen Andre Lotterer angetreten war, belegte mit einer Runde Rückstand auf Timo Bernhard, Mike Rockenfeller und den in Basel wohnhaften Franzosen Romain Dumas den 2. Platz. Damit egalisierte der Schwyzer die Bestleistung von Rico Steinemann/Dieter Spoerry (1968) und Herbert Müller (1971).

Um Marcel Fässler war es in den letzten Jahren ruhig geworden. Einen Namen hatte er sich als DTM-Fahrer gemacht. In den Jahren 2001, 2002 und 2003 feierte er in der populären Tourenwagen-Serie je einen Sieg. In Le Mans trat Fässler zum fünften Mal an. Nach vier Ausfällen nutzte der Vater von vier Töchtern bei der ersten Teilnahme für ein Topteam der Königskategorie P1 seine Chance. Letztes Jahr war Fässler in der GT1-Kategorie gefahren und zwei Stunden vor Schluss in Führung liegend mit Getriebeschaden ausgeschieden. Dieses Mal lief alles rund und feierte Fässler einen der schönsten Erfolge seiner Karriere. «Ich hatte nur eine heikle Situation, als ich auf einer Ölspur ausrutschte», sagte Fässler.

Audi verdankte den vierten dreifachen Erfolg nach 2000, 2002 und 2004 der Zuverlässigkeit. Der grosse Gegenspieler und Vorjahressieger Peugeot war zwar schneller, brachte aber keines der vier Autos ins Ziel. Die von der Pole-Position gestarteten Sébastien Bourdais/Simon Pagenaud/Pedro Lamy beklagten eine gebrochene Aufhängung, die anderen drei Peugeots Motorschäden. «Wir erwarteten für unsere Marke einen Podestplatz, mit Glück vielleicht etwas mehr», sagte Fässler. «Unglaublich, was am Ende herausgekommen ist.»

Mansells missglückter Familienausflug

Der erste Ausfall hatte einen ehemaligen Formel-1-Weltmeister betroffen. Im gesetzten Rennfahrer-Alter von 56 Jahren trat Nigel Mansell erstmals in Le Mans an. Nach 20 Minuten und einem Unfall in der 5. Runde war der Klassiker für den Formel-1-Weltmeister von 1992 schon zu Ende. Mansell teilte sich mit seinen Söhnen Leo (25) und Greg (22) einen Ginetta-Zytek. Der Nachwuchs kam erst gar nicht zum Zug, weil das Familienoberhaupt das Auto in die Leitplanken setzte.

In der fünften Stunde wurden auch die drei Schweizerinnen in der GT1-Kategorie aus allen Träumen gerissen und zur Aufgabe gezwungen. Natacha Gachnang sass am Steuer, als der Ford GT des Matech-Teams Feuer fing. Die Cousine von Sébastien Buemi bildete mit Cyndie Allemann und Rahel Frey das erste reine Frauen-Team seit 1991. Der Seeländer Neel Jani, der zusammen mit Marco Andretti und Nicolas Prost fuhr, musste mitten in der Nacht ebenfalls aufgeben. Ein zweites Schweizer Spitzenresultat gab es dennoch. Der Genfer Harold Primat belegte zusammen mit Stefan Mücke und Adrian Fernandez den 6. Platz.

Audi war unter den besonderen Umständen eine Klasse für sich. Dass das am höchsten eingestufte Trio Tom Kristensen/Rinaldo Capello/ Allan McNish am Samstag nach einem Abstecher des Dänen ins Kiesbett und acht Minuten Reparaturarbeiten an den Boxen zurückgebunden worden war, fiel am Ende nicht ins Gewicht. Mit Rang 3 konnten Rekordsieger Kristensen und Co. immerhin den totalen Triumph komplettieren. Die drei Sieger standen allesamt erstmals zuoberst auf dem Podest. Mike Rockenfeller wurde im Alter von 26 Jahren sogar zum jüngsten Sieger in Le Mans. Mit 5410 zurückgelegten Kilometern wurde auch noch der Rekord aus dem Jahr 1971 gebrochen. (si)

Erstellt: 13.06.2010, 22:52 Uhr

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