Sport

Schwule und Tunten unerwünscht

Die Super Bowl ist der wohl grösste eintägige Sportevent. Entsprechend begehrt sind auch die Werbeblöcke vor allem in der Halbzeitpause. Der Sender CBS zensuriert rigoros.

1/4 Werbung Mancrunch
Schwule Männer werden im amerikanischen TV während der Super Bowl nicht geduldet.

   

Nie ist die Werbesekunde teurer als rund um die Super Bowl, rund 85'000 Dollar kostet sie in diesem Jahr. 62 neue Werbespots werden am nächsten Sonntag gezeigt. Doch längst nicht alles ist dem TV-Sender genehm. Zwar darf ein Footballprofi in einem Spot gegen Abtreibung werben, doch andere heikle Themen umschifft CBS, indem es diese schlicht aus dem Programm verbannt.

«Mancrunch.com» ist eine Partneragentur für homosexuelle Männer. Der Spot zeigt zwei Football-Fans, die in eine Chipsschale greifen, sich dann um den Hals fallen und sich dann auf dem Sofa küssen. Im zweiten verbannten Werbespot wirbt die Domain-Seite «GoDaddy.com» mit dem fiktiven Football-Profi Larry Jones, der sich Lola nennt und Damenunterwäsche entwirft; es war dem Sender «zu tuntig». Nur dank dem Internet sei er im Geschäft erfolgreich. (son)

Erstellt: 04.02.2010, 16:55 Uhr

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