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Swiss Open: Cicognini steht am Heimturnier im Achtelfinal

Jeanine Cicognini wird auch am zweiten Tag des Swiss Open in Basel vertreten sein. Die beste Schweizer Badminton-Spielerin überstand als einzige Einheimische die erste Runde des mit 200'000 Dollar dotierten Super-Series-Turniers.

Weiter dabei in Basel: Jeanine Cicognini (Bild: Swiss Open 2009).

Weiter dabei in Basel: Jeanine Cicognini (Bild: Swiss Open 2009). (Bild: Keystone)

Swiss Open - Resultate

Männer. Einzel. 1. Runde: Chen Long (China/8) s. Christian Bösiger (Sz/WC) 21:11, 21:9. Lin Dan (China/2) s. Wacha Przemyslaw (Pol) 21:10, 21:12. Chen Jin (China/3) s. Marc Zwiebler 21:14, 21:10. Taufik Hidayat (4) s. Dmytro Zavadsky (Ukr) 21:18, 19:21, 21:12.

Frauen. Einzel. 1. Runde: Jeanine Cicognini (Sz/WC) s. Elizabeth Cann (Eng) 22:20, 21:18. Kim Moon-Hi (SKor) s. Sabrina Jaquet (Sz) 21:14, 21:9. Wang Yihan (China/1) s. Yao Jie (Ho) 21:18, 21:12. Jiang Yanjiao (China/2) s. Susan Eglestaff (Scho) 21:7, 21:3. Pi Hongyan (Fr/3) s. Sayaka Sato (Jap) 11:21, 21:10, 21:18. Lu Lan (China/4) s. Yu Hirayama (Jap/Q) 21:17, 21:13. - 2. Runde: Cicognini - Ella Diehl (Russ).

Jeanine Cicognini wird auch am zweiten Tag des 20. Swiss Open in Basel vertreten sein. Die beste Schweizer Badminton- Spielerin überstand als einzige einheimische Vertreterin die erste Runde des mit 200'000 Dollar dotierten Super-Series-Turniers.

800 Dollar beträgt das höchste Preisgeld, das Cicognini an einem einzelnen Anlass je verdient hat. In Basel, an ihrem Lieblingsturnier, hat die 23-jährige Oberwalliserin heute (Freitag, ca. 20.10 Uhr) die Chance, diese Summe zu überbieten. Als Achtelfinalistin hat die Nummer 44 der Weltrangliste des Internationalen Badminton-Verbandes BWF 575 Dollar auf sicher, mit einem Sieg gegen die höher eingestufte Russin Ella Diehl (BWF 25) wären es 950. Zum Vergleich: Der Gewinner eines Erstrundenspiels an einem ATP-Master-Series-Turnier im Tennis erhält 11'500 Dollar.

Ihre dritte Achtelfinal-Qualifikation in Basel nach 2005 und 2007 musste sich Cicognini sprichwörtlich erdulden. Dabei war sie gegen die englische Qualifikantin Elizabeth Cann, die kampflos in den Main Draw nachgerutscht war, im ersten Satz einem klaren Erfolg entgegen gesteuert. Konzentrierte Spielweise und eine hohe Fehlerquote ihrer Gegnerin trugen ihr eine (zu?) beruhigende 19:9-Führung ein, danach riss der Faden. «Meistens bin ich gut im Aufholen, nicht darin, einen klaren Vorsprung ins Ziel zu retten», sagte Cicogini. «Ich spielte sehr unpräzis, danach wurde es zum Geduldspiel». Fünf Bälle ins Out hintereinander liessen Cann auf 17:19 herankommen, später glich die Engländerin zum 20:20 aus und verlor dennoch (20:22).

Bösiger ohne Exploit

Im zweiten Durchgang lag Cicognini 14:17 zurück, ehe sie den Umschwung schaffte und wenig später, nach über einer halben Stunde Spielzeit mit bangem Blick zum Linienrichter - ein Smash von Cann flog knapp ins Out -, jubeln durfte. «Der Druck, den ich mir selber auferlegte, war doch grösser als ich dachte», gab Cicognini als Grund für den knappen Sieg an. Im letzten Oktober war das Verdikt gegen Cann wesentlich klarer zu ihren Gunsten ausgefallen. Nun, da ist sich Cicognini im Klaren, benötigt sie «eine Extraportion Geduld und sehr präzise Schläge». Sonst endet auch das zweite Aufeinandertreffen mit Ella Diehl mit einer herben Niederlage.

Christian Bösiger wird sein allererstes Aufeinandertreffen mit einem Spieler aus dem führenden Badminton-Land China in schlechter Erinnerung behalten. Der Solothurner, der in der Weltrangliste auf Rang 218 zurückgefallen ist und deshalb nur dank einer Wildcard Aufnahme im Haupttableau fand, blieb gegen Chen Long (BWF 10) völlig chancenlos und verlor in 27 Minuten 11:21, 9:21. Die engen Ballwechsel gewann allesamt der ehemalige Junioren-Weltmeister, wenn Bösiger etwas aufkam, schaltete der Chinese einen Gang höher. «Ich bekam keine Chancen, Druck aufzubauen», musste der stärkste Schweizer Einzelspieler seinen einzigen Auftritt in der St. Jakob- Halle resümieren.

Absage der Nummer 1

Für die Achtungsmeldung neben Cicogninis Sieg sorgten die für die Schweiz spielenden Indonesier Titon Gustaman und Agung Ruhanda. Die NLA-Interclubspieler des Teams Solothurn respektive St. Gallen- Appenzell knöpften dem dänischen Weltklasse-Doppel Lars Paaske/Jonas Rasmussen immerhin einen Satz ab, im entscheidenden dritten Durchgang (11:21) blieben sie gegen die als Nummer 8 gesetzten Sieger des letzten Super-Series-Turnier in Birmingham aber chancenlos. Die zwölf weiteren Schweizer Spielerinnen und Spieler, die in den Einzel- oder Doppelkonkurrenzen antreten, verloren allesamt in zwei Sätzen. Sabrina Jaquet, die als erste Swiss-Badminton-Akteurin seit Erhalt des Super-Series-Status vor drei Jahren via Qualifikation ins Haupttableau vorgestossen war, scheiterte im Einzel an der Südkoreanerin Kim Moon-Hi.

Nach Tine Rasmussen, die in der Startrunde Gegnerin von Jeanine Cicognini gewesen wäre, sagte mit dem Malaysier Lee Chong Wei auch der männliche Sieger der All England Championships seinen Start in Basel ab. Der topgesetzte Weltranglisten-Leader, eine der grossen Attraktionen des Schweizer Super-Series-Turnier, hatte nach seinem Triumph vom Wochenende in Birmingham offenbar keine Lust auf die Weiterreise. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.03.2010, 23:29 Uhr

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