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Wie das Tankverbot die Formel 1 interessanter macht

Erstmals seit 1994 darf in der Formel 1 nicht mehr nachgetankt werden. Der Fahrer wird mehr gefordert, die Rennen werden spannender.

Reduzierter Dienst: An den Boxen werden künftig nur noch die Reifen gewechselt, aber es darf nicht mehr aufgetankt werden.

Reduzierter Dienst: An den Boxen werden künftig nur noch die Reifen gewechselt, aber es darf nicht mehr aufgetankt werden.
Bild: Keystone

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Formel 1: GP Brasillien

NameTeamZeit
1.Mark WebberRed Bull 1:32:17.464
2.Sebastian VettelRed Bull +16.900
3.Jenson ButtonMcLaren +27.600
4.Fernando AlonsoFerrari +35.000
5.Felipe MassaFerrari +1:06.700
6.Adrian SutilForce India+ 1 Runde
7.Nico RosbergMercedes GP+ 1 Runde
8.Paul di RestaForce India+ 1 Runde
9.Kamui KobayashiSauber+ 1 Runde
10.Witali PetrowLotus Renault+ 1 Runde
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Stand: 27.11.2011 19:09

Formel 1: WM-Stand

NameTeamPunkte
1.Sebastian VettelRed Bull392
2.Jenson ButtonMcLaren270
3.Mark WebberRed Bull258
4.Fernando AlonsoFerrari257
5.Lewis HamiltonMcLaren227
6.Felipe MassaFerrari118
7.Nico RosbergMercedes GP89
8.Michael SchumacherMercedes GP76
9.Adrian SutilForce India42
10.Witali PetrowLotus Renault37
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Stand: 27.11.2011 18:41

Vor 16 Jahren wurden die Tankhalte in der Formel 1 wieder erlaubt, weil man glaubte, die Rennen würden dadurch wieder interessanter. Und die Sicherheit war dank kontrollierter Durchflussmenge und verbesserten Tankanlagen auch deutlich verbessert. Die Stopps an der Tankstelle liessen die Formel 1 schliesslich zum modernen Schachspiel verkommen; und dieses beherrschten zu seiner Blütezeit Michael Schumacher, Ross Brawn und Ferrari am besten. Überholmanöver fanden kaum noch statt. Die Positionswechsel passierten quasi in der Boxengasse.

Dass die Fahrer nun mit einer Tankfüllung auskommen müssen, minimiert nun die Boxenstopps. Die Piloten müssen noch immer beide zur Verfügung gestellten Reifenmischungen im Rennen fahren und deshalb zumindest einmal an den Boxen anhalten. Die Stopps werden jedoch nur noch rund zwei Sekunden – Red Bull hat einen Vorsaisonrekord von 1,8 Sekunden aufgestellt – dauern.

«Nicht die besten Reifen»

Und die Reifen rücken auch sonst mehr ins Zentrum. Sie müssen länger halten, und sie werden – weil mit vollen Tanks gestartet wird – vor allem zu Rennbeginn mehr beansprucht. Adrian Sutil, der Force-India-Pilot, glaubt, dass künftig die ersten zwei, drei Runden entscheidend sein werden. In dieser Phase sollten die Fahrer schonend mit den Gummis umgehen, um kein Graining zu riskieren. «Es sind nicht die besten Reifen, die wir je hatten, aber das macht es für das Publikum interessanter», meint Red-Bull-Pilot Mark Webber.

Nicht nur die Reifen werden durch das zusätzliche Gewicht beansprucht. «Die Bremsen mit leerem Tank im Qualifying zum Arbeiten zu bringen und dann am nächsten Tag mit 200 Kilo mehr nicht kaputt zu machen in den ersten 15 runden, das wird eine riesige Herausforderung», erklärte der frühere Formel-1-Pilot Gerhard Berger im österreichischen Sender «Servus TV». Der Fahrer rücke mehr ins Zentrum, vermutet der Österreicher. «Er muss die Reifen schonen und mit 160 bis 200 kg Benzin umgehen können.»

«Interessante Zweikämpfe»

Die Fahrer, die sich im Qualifying in den Top Ten der Startaufstellung klassieren, müssen zum Rennen ausserdem mit jenen Reifen starten, die sie bei ihrer schnellsten Runde montiert hatten. «Das hat interessante taktische Auswirkungen», orakelt Berger. Webber, einer der besten Qualifier im Formel-1-Feld, sieht das hohe Benzingewicht «als sehr grosse Regeländerung». Die Rennen würden besser werden, ist der Australier überzeugt. «Es wird interessantere Zweikämpfe geben.» (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 09.03.2010, 16:43 Uhr

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