Sport

«Extraordinäre Spiele»

Mit einer farbenfrohen und mitreissenden Abschlussfeier und dem Jubel von 60'000 Fans und Athleten sind die Olympischen Winterspiele in Vancouver beendet worden.

1/8 Der letzte Gang: Dario Cologna als stolzer Fahnenträger an der Abschlussfeier.
Bild: Keystone

   

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Olympische Winterspiele

Sotschi im Jahr 2014

Nach 17 Wettkampftagen wurde am Sonntagabend das Olympische Feuer in Vancouver wieder gelöscht. Die Olympische Flagge wurde eingeholt und an den Ausrichter der nächsten Spiele übergeben. Der Bürgermeister von Vancouver, Gregor Robertson, reichte sie zunächst Rogge, der sie in die Hände von Anatoli Pachomow legte. Der Bürgermeister der russischen Stadt Sotschi empfängt 2014 die Wintersportelite. (sda)

War der Auftakt der Spiele am 12. Februar vom Tod eines georgischen Rodlers überschattet, so stand die Abschlusszeremonie unter einem guten Stern: Nur wenige Stunden zuvor hatte das gastgebende Kanada die USA im Eishockey-Finale besiegt und damit die eigene Leistung mit der für die eishockeyverrückte Nation wichtigsten Goldmedaille gekrönt. «Diese Spiele begannen mit einem Albtraum und enden mit einem goldenen Traum», fasste Kevan Gosper, ein australisches Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die Stimmung zusammen.

Jacques Rogge hat die Olympischen Spiele von Vancouver als «extraordinäre Spiele» eingestuft. «Sie wurden von den Menschen in Vancouver umarmt», lobte der IOC-Präsident den Gastgeber in seiner abschliessenden Wertung.

Zu den Organisatoren: «Kompliment an das Organisations- Komitee für die sehr gute Arbeit. Die Athleten waren sehr zufrieden, die Sponsoren waren zufrieden, die Nationalen Olympischen Komitees und die Fernsehanstalten auch. Die Atmosphäre war fantastisch. Die ganze Stadt hat die Spiele umarmt, diese Begeisterung habe ich so noch nie erlebt. Die Spiele hinterlassen eine positive Nachhaltigkeit für ganz Kanada und haben das Land vereint.»

Zu den Erfolgen Kanadas: «Als ich 1976 als Segler in Montreal teilnahm, klagte ganz Kanada, dass man nicht eine einzige Goldmedaille gewonnen habe. 1988 bei den Winterspielen in Calgary war es das Gleiche. Und nun hat Kanada die meisten Siege von allen Nationen errungen - ein riesiger Erfolg.»

Zu den hohen Einschaltquoten am TV (rund 3,5 Milliarden weltweit): «Wir sind hochzufrieden. Die Spiele hatten eine aussergewöhnlich grosse Resonanz in aller Welt.»

Zum Tod von Nodar Kumaritaschwili: «Das IOC und das Organisationskomitee haben nach diesem Ereignis, das weiter schmerzt, richtig gehandelt und die Spiele wie geplant ausgetragen. Man muss nach Abschluss der Untersuchungen sehen, ob Schlüsse für die Zukunft der Spiele zu ziehen sind. Auch das IOC ist nicht in der Lage, Risiken endgültig zu beseitigen, man kann sie nur minimieren.»

Zu den zwei Doping-Fällen: «Die kleine Rate an Fällen zeigt, dass unsere Politik richtig ist. Wir wollen durch gute Kontrollen Doper vor Olympia überführen und durch unsere Strategie abschrecken. Alle wissen, dass die Proben acht Jahre für Nachuntersuchungen zur Verfügung stehen. Auf diesem Weg haben wir nach Peking 2008 sechs Athleten mit dem Blutdopingmittel Cera überführt.»

Zu den nächsten Winterspielen 2014 in Sotschi: «Die Leute aus Sotschi haben hier viel gelernt. Sie werden die guten Dinge von Vancouver übernehmen. Ich glaube, wir können schon jetzt sehr guten Spielen entgegensehen.» (vin/ddp/sda/)

Erstellt: 01.03.2010, 08:57 Uhr

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