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«Im ersten Moment hatte ich Angst»
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Didier Cuche, wie geht es Ihnen?
Ich fühle mich gut, die Schmerzen sind nicht allzu gross. Die Momente nach dem Sturz waren nicht angenehm. Doch zum Glück haben die Ärzte nichts Gravierenderes diagnostiziert. Ich befürchte zwar schon, dass mich die Handverletzung gerade beim Abstossen am Start stören wird. Die Verletzungen am linken Knie (überdehntes Aussenband, leichter Kniegelenkerguss und ein Bluterguss - Red.) hingegen sollten mich nicht allzu fest behindern.
Das heisst, Sie sind für die Olympischen Spiele guten Mutes?
Ja, ich bin zuversichtlich, dass ich in Vancouver bereit sein werde und werde angreifen können. Ich sehe es als zweite Chance, die ich erhalten habe. Im ersten Moment nach dem Sturz hatte ich Angst, dass ich Olympia verpassen könnte. Doch als ich dann merkte, dass es nur der Daumen ist, war ich erleichtert. Ich bin wahnsinnig froh, dass ich an den Olympischen Spielen teilnehmen kann.
Wie sieht Ihr Programm bis zur Olympia-Abfahrt am 13. Februar aus?
In den nächsten Tagen werde ich mir den letzten Schliff für Olympia im Kraftraum holen. Natürlich muss ich gut schauen, was mit der verletzten Hand möglich ist. Am 5. Februar fliege ich wie die anderen Skirennfahrer nach Vancouver. Dann werden wir noch zwei, drei Tage in der Stadt verbringen, bevor wir nach Whistler fahren. Dort will ich am Tag vor dem ersten Abfahrtstraining (also am 9. Februar - Red.) noch auf die Ski. Im ersten Training habe ich vor, die Hand einem richtigen Belastungstest zu unterziehen.
Wie schützen Sie die Hand?
Ich brauche eine Spezialschiene, die die verletzte Stelle möglichst gut schützt. Diese Schiene wird in den nächsten Tagen angepasst.
Ärgern Sie sich eigentlich über den Sturz oder freuen Sie sich, dass die Verletzungen nicht gravierender sind?
Man kann sagen, dass ich Glück im Unglück hatte. Von Pech kann ich nicht sprechen, denn ich habe einen Fahrfehler begangen, indem ich die Ski etwas zu früh los liess. Ich war zu frech und es hat um circa zehn Zentimeter nicht gereicht. Doch solche Sachen können passieren.
Nach dem Doppelsieg in Kitzbühel strotzten Sie vor Selbstvertrauen. Wie sieht es nun aus?
Mein Selbstvertrauen hat nicht gelitten. Zwar sah der Sturz am Fernsehen nicht gut aus, aber er war nicht so schlimm. Ich werde aber erst in Whistler wissen, wie fest mich die Verletzung behindert.
Was denken Sie?
Auf der Abfahrt wird sie mich wohl weniger behindern. Im Super-G wird es ähnlich sein. Zum Glück ist der Riesenslalom erst gegen Ende der Olympischen Spiele, so bleibt mir etwas mehr Zeit.
Haben Sie nach ihrem Sturz Reaktionen erhalten?
Ja, ganz viele. Ich danke allen, die mir gute Besserung wünschen und mir für Olympia die Daumen drücken.
(Valentin Oetterli/si)
Erstellt: 09.02.2010, 12:56 Uhr

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