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«Irgendwie scheisse»

Von David Wiederkehr. Aktualisiert am 23.01.2016

Aksel Lund Svindal zog sich bei seinem schweren Sturz in Kitzbühel einen Kreuzbandriss zu. Er könnte ein ganzes Jahr ausfallen.

Aksel Svindal im Pech: Die Saison ist gelaufen.

Aksel Svindal im Pech: Die Saison ist gelaufen.
Bild: Keystone

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Riesenpech für Aksel Lund Svindal: Der norwegische Gesamtweltcupleader zog sich bei seinem schweren Sturz in der Hahnenkammabfahrt einen Riss des vorderen Kreuzbandes sowie des Mensikus' im rechten Knie zu. Dies bestätigte der norwegische Skiverband gegenüber dem TV-Sender NRK. Svindal soll noch heute operiert werden und fällt mindestens für den Rest der Saison aus. Der Verband rechnet mit einer Zwangspause von gegen einem Jahr.

Auf Facebook lud der 33-Jährige ein Bild von sich im Spital hoch und schrieb: «Sicher nicht das Foto, das ich nach Kitzbühel posten wollte. Das ist irgendwie scheisse, aber so ist das Leben. Ich muss nehmen, was auch immer kommt.»

For sure not the picture and update i wanted to post after Kitzbühel. But here we are. I messed up my knee a little and...

Posted by Aksel Lund Svindal on Samstag, 23. Januar 2016

Den Norweger hatte es in der Zieltraverse der Kitzbüheler Streif ausgehebelt und nach einem Überschlag wuchtig ins Fangnetz geschlagen. Seine Skis gingen dabei komplett in die Brüche. Zunächst schien es, als sei der Unfall trotzdem glimpflich ausgegangen: Svindal konnte die Sturzstelle auf eigenen Füssen verlassen. Später wurde er auf einem Schneemobil sitzend abtransportiert, eine Diagnose im Spital ergab nun den bitteren Befund.

Es ist nicht die erste schwere Verletzung in der Karriere des 33-Jährigen. Einst hatte er sich bei einem Sturz in Beaver Creek diverse Gesichtsverletzungen zugezogen, er musste mehrere Wochen im Spital bleiben. Und ein Riss der Achillessehne im Herbst 2014 schien seine Saison zu beenden, ehe sie begann. Svindal kehrte jedoch schneller auf die Piste zurück als gedacht, konnte dank einer Spezialanfertigung seiner Skischuhe die WM vor einem Jahr in Colorado bestreiten und wurde in Super-G und Abfahrt jeweils Sechster.

Der Sturz von Aksel Lund Svindal. Quelle: Youtube.

In dieser Saison nun avancierte Svindal endgültig wieder zum Überfahrer, der er bei seinen Gesamtweltcupsiegen in den Saisons 2006/07 und 2007/08 gewesen war. Sieben der neun Speedbewerbe gewann er – unter anderem noch am Freitag den Super-G von Kitzbühel. Am Samstag strebte er den ersten Sieg auf der offiziellen Hahnenkammabfahrt an.

Nutzniesser seiner schweren Verletzung könnte nun Marcel Hirscher werden. Der österreichische Supertechniker liegt ebenso klar vor Svindals Landsmann Henrik Kristoffersen an zweiter Position der Gesamtwertung. Bei Konkurrenten und Teamkollegen war die Anteilnahme allerdings ebenfalls gross. Kristoffersen twitterte am späten Samstagabend mit Überzeugung: «Der König wird zurückkehren.»

(baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 23.01.2016, 17:59 Uhr

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