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Mike Schmids doppelter Sieg
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Skicross-Weltcup, Grindelwald.
Resultate, Männer: 1. Mike Schmid (Sz) 2. Audun Grönvold (No). 3. Christopher Delbosco (Ka). 4. Stanley Hayer (Ka). 5. Andreas Steffen (Sz).
Frauen: 1. Anna Holmlund (Sd). 2. Ophelie David (Fr). 3. Marte Höie Gjefsen (No). 4. Katrin Müller (Sz).
Mike Schmid gewann nach Rang 2 in Grindelwald den Skicross von Meiringen-Hasliberg und steht vorzeitig als bester Fahrer des Winters fest.
Am Gesamtsieg des ersten Schweizer Athleten, der die 2002/03 ins FIS-Programm aufgenommene Wertung im Skicross für sich entschied, bestanden nach den letzten Wochen ohnehin kaum mehr Zweifel. Der zweite Platz in Grindelwald hinter Audun Grönvold, dem Weltcup- Gewinner von 2007, war einzig eine Verschiebung von Schmids Triumph auf Sonntag gewesen. In Meiringen-Hasliberg machte der Frutiger bei besten Bedingungen die letzten mathematischen Chancen des Kanadiers Christopher Delbosco zunichte. Er gewann drei der vier Läufe, den Final schliesslich auf souveräne Weise vor Grönvold, Delbosco und dem Kanadier Stanley Hayer. Dabei hätte ihm ein elfter Rang bereits gereicht, um die kleine Kugel zu gewinnen. Die Auszeichnung wird Schmid dann am kommenden Wochenende in der Sierra Nevada überreicht.
Ein perfekter Winter
Vier Tage vor seinem 26. Geburtstag krönte Schmid eine Saison, die «perfekt verlief, auch wenn ich schon nach der letzten von einer sehr guten gesprochen habe». In sechs der zwölf Rennen, die vom internationalen Skiverband seit Herbst 2009 erfasst worden sind, stand der Berner zuoberst auf dem Podest: Vier Mal im Weltcup (2x Innichen/It, in Branäs/Sd und gestern in Meiringen-Hasliberg), einmal im Europacup (Geilo/No) und vor allem vor drei Wochen an den Olympischen Spielen in Cypress Mountain. «Es zeugt von Konstanz und einem verdienten Erfolg, wenn man nie schlechter als Fünfter war», lobte Trainer Ralph Pfäffli seinen Spitzenfahrer.
Schmid tat sich im Interview-Marathon nach getaner Arbeit (noch immer) wesentlich schwerer als mit dem Meistern des Hindernis- Parcours. «Es ist sensationell, dass ich es ausgerechnet im Heimrennen geschafft habe», sagte er. «Ich bin einfach nur glücklich.» Viel mehr war dem Strassenbauer nicht zu entlocken. Kein Wunder, wenn man vom Erfolg regelrecht in die Öffentlichkeit katapultiert wird, wie es dem zurückhaltenden und sehr authentisch wirkenden Schmid in den letzten Wochen passiert ist. Die grossen Worte überlässt der dritte Schweizer Weltcup-Sieger des Wochenends nach Carlo Janka und Simon Ammann lieber den anderen.
Effort der Berner Oberländer
Angetrieben von rund 1500 Zuschauern, einer für Skicross sehr bemerkenswerten Besucherzahl, vermochten sich neben Schmid auch andere Schweizer Athleten auf der Piste in Szene zu setzen. Res Steffen gewann den kleinen Final (5.), Patrick Gasser wurde Zehnter, dazu kamen mit Gassers Bruder Philip (14.) und Peter Stähli (15. im zweiten Weltcup-Einsatz) weitere Berner Oberländer jeweils mindestens eine Runde weiter.
Im Rennen der Frauen, in dem die 33-jährige Französin Ophelie David mit Rang 2 einen grossen Schritt Richtung siebten (!) Gesamtsieg in Folge machte, bekundete Katrin Müller grosses Pech. Die Tessiner Olympiateilnehmerin befand sich im Final auf Podestkurs, ehe sie am letzten Sprung auf dem zweiten Platz fahrend stürzte und sprichwörtlich ins Ziel kullerte. Davon profitierte neben David auch die Norwegerin Marte Höie Gjefsen. Ungefährdet war indes Anna Holmlunds dritter Saisonsieg (nach dem Doppelerfolg in Innichen). Fanny Smith (9.) und Sanna Lüdi (17.) blieben auch im zweiten Heimrennen klar hinter den Erwartungen zurück.
(fal/si/)
Erstellt: 14.03.2010, 16:51 Uhr









