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Olympiasieger Cologna gewann sein Heimrennen
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Der 24-Jährige kontrollierte das Rennen. In der Schlussphase konterte er als Einziger den Angriff von Titelverteidiger Fabius Santus (It). Der Zielsprint war eine klare Sache: Santus stürzte und musste sich schliesslich mit Position 6 abfinden.
«So einfach war es nicht», sagte Cologna im Ziel. Es galt, bei den diversen Angriffen einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht zu viel Kraft zu verbrauchen. Der Bündner stellte sich dieser Herausforderung mit der ihm eigenen Souveränität: «Ich habe schon verschiedentlich bewiesen, wie gut ich mit Druck umgehen kann.» Er habe sich sicher gefühlt, vom ersten Meter an. Gegen die taktischen Spielereien, vor allem durch die italienischen Spezialisten, war er stets gewappnet. Die gesundheitlichen Probleme der Vorwoche spielten keine Rolle mehr. Cologna gewann nach 2007 zum zweiten Mal. Seit drei Jahren ist er nun der jüngste Sieger dieses Langlauf-Spektakels.
Colognas Freude war riesig. Der Engadin Skimarathon ist sein Heimrennen. Lautstark wurde er unterwegs unterstützt. Immer wieder hörte er seinen Namen. «Da spürte ich, welche Freude ich den Leuten machen kann», sagte er. Cologna sprach vom «richtigen Entscheid zugunsten des Engadiners». Der Weltcup steht in der kommenden Woche wieder im Mittelpunkt. Beim Finale in Falun wird er wieder mittun. «Ich gewann hier viel Zuversicht. Die Form ist nicht einfach weggeblasen.»
Nyström vor Mischol und Gasparin
Weniger eng war die Entscheidung bei den Frauen. Mit der 27-jährigen Schwedin Susanne Nyström gab es eine klare Siegerin. Sie erarbeitete sich einen Vorsprung von 23 Sekunden auf die Gewinnerin des Vorjahres, Seraina Mischol, heraus. Nach dem Vasa-Lauf in ihrer Heimat gewann Nyström nun erstmals den Klassiker in Mitteleuropa.
Mischol musste Nyströms Überlegenheit anerkennen: «Natürlich hätte ich lieber gesiegt, aber ich hatte keine Chance.» Selina Gasparin, die Olympia-Teilnehmerin im Biathlon, staunte über ihren dritten Rang. «Ein solches Langlaufrennen ist mir mittlerweile nicht mehr geläufig, da wird anders gelaufen», erklärte sie. Zudem wunderte sie sich über ihre eigenen Mut: «Nachdem ich mich in St. Moritz an fünfter Position befand und distanziert war, gab ich Gas und schloss zur eigenen Überraschung nochmals auf.»
Zum Genuss wurde der 42. Engadin Skimarathon für eine Vielzahl der gut 10'000 Startenden. Sie fanden beste Bedingungen vor. Die Minustemperaturen ermöglichten, dass dies auch für die weniger Ambitionierten so blieb und zwar bis ins Ziel in S-chanf. (si)
Erstellt: 15.03.2010, 09:47 Uhr

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