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Sensationelle Schweizer Abfahrer auf der Streif

Aktualisiert am 23.01.2016

In Kitzbühel fahren Beat Feuz (2.) und Carlo Janka (3.) aufs Podest. Sieger wird der Italiener Peter Fill. baz.ch/Newsnet berichtete live.

Glänzende Rückkehr ins Business: Beat Feuz schafft in Kitzbühel den Sprung aufs Podest. (23. Januar 2016)

Glänzende Rückkehr ins Business: Beat Feuz schafft in Kitzbühel den Sprung aufs Podest. (23. Januar 2016)
Bild: Keystone

(fal)

  • Klassement  

    RNameZeit
    1.ITAPeter Fill 1:52.37
    2.SUIBeat Feuz +0.37
    3.SUICarlo Janka +0.65
    4.FRAJohan Clarey +0.80
    5.SUIMarc Gisin +1.06
    6.NORAleksander Aamodt Kilde +1.22
    7.AUTVincent Kriechmayr +1.26
    8.FRAAdrien Theaux +1.40
    9.FRADavid Poisson +1.44
    10.AUTOtmar Striedinger +1.46
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    Stand: 23.01.2016 14:40

  • Zusammenfassung  

    Sensationell starke Schweizer Abfahrer auf der Streif: Beat Feuz (2.) und Carlo Janka (3.) müssen sich in Kitzbühel nur Peter Fill geschlagen geben. Marc Gisin überzeugt als Fünfter ebenfalls.

    Das von Cheftrainer Thomas Stauffer geführte Schweizer Männerteam war zuvor in diesem Winter in 20 Rennen ohne Top-3-Platzierung geblieben. So auch letzte Woche in Wengen, wo die Schweizer in der jüngeren Vergangenheit jeweils überzeugend aufgetreten waren. Nun platzte der Knoten völlig überraschend beim Klassiker in Kitzbühel.

    Beat Feuz klassierte sich mit 0,37 Sekunden Rückstand auf den Italiener Peter Fill im 2. Rang, Carlo Janka wurde Dritter (0,65 zurück). Bessere Platzierungen in der Abfahrt hatte das Schweizer Top-Duo in Kitzbühel zuvor noch nie erreicht. Feuz war 2012 beim letzten Sieg von Didier Cuche Sechster geworden, zwei Jahre später erreichte Janka die gleiche Platzierung. Marc Gisin (1,06 zurück), der erst mit der Nummer 27 ins Rennen ging, schaffte mit dem 5. Platz gar sein bestes Weltcup-Ergebnis überhaupt.

    Die Freude von Feuz

    Er habe nicht erwartet, dass er nach seiner Fahrt in Führung liegen würde, so Feuz. «Grün in Kitzbühel, das entschädigt für vieles», sagte der Emmentaler im TV-Interview. Feuz bestritt am Hahnenkamm erst seine zweite Abfahrt der Saison, nachdem er sich im Sommertraining in Chile einen Teilriss der Achillessehne zugezogen hatte. Beim Comeback in Wengen hatte er sich im 11. Rang klassiert.

    Der Klassiker auf der Streif entwickelte sich zeitweise zu einem Ausscheidungsrennen. Nachdem schon Georg Streitberger nach dem Sprung an der Hausbergkante gestürzt war, schieden an der gleichen Stelle auch Hannes Reichelt und Aksel Lund Svindal aus. Diese zwei Fahrer waren vor Wochenfrist in Wengen noch überlegen Erster und Zweiter geworden.

    Während die Österreicher Streitberger (wohl Kreuzbandriss) und Reichelt mit dem Helikopter geborgen und zu medizinischen Abklärungen ins Spital gebracht wurden, konnte der an der Nase blutende Norweger selber zu Tal fahren. Svindal, der erstmals wieder seit Januar 2013 in Wengen in einer Abfahrt ausschied, verpasste jedoch durch seinen Sturz ein weiteres Mal den Abfahrtssieg am Hahnenkamm, der ihm in seinem grossartigen Palmares noch fehlt.

    Am Sonntag steht zum Abschluss der Rennen in Kitzbühel noch der Slalom auf dem Programm (Start 1. Lauf um 10.30 Uhr). (sda)

  • Abbruch nach 30 Fahrern  

    30 Fahrer sind gestartet – das heisst, das Rennen wird gewertet. Es kann aber sein, dass nun die Jury das Rennen abbricht. Offenbar ist es so – das Rennen ist abgebrochen. Also: zwei Podestplätze für Swiss-Ski.

  • 30 Kriechmayr  

    Kann er das Debakel des ÖSV verhindern? Ja, er liegt gut im Rennen. Er nähert sich dem Ziel – Rang 7. Eine gute Leistung des jungen Österreichers.

  • 29 Kröll  

    Auch Kröll liegt weit zurück. Es ist nicht der Tag der Österreicher. Und Kröll scheidet nach einer missglückten Fahrt aus. Andreas Gabalier ist im Zielruam und kann es nicht glauben. Ernüchternde Bilanz bisher für das Skireich Austria.

  • 28 Sullivan  

    Sullivan ist schon im Mittelteil weit zurück. Im Ziel sind es über 3 Sekunden.

  • 27 Gisin  

    Wieder einmal ein Schweizer am Start. Gisin fährt oben sehr gut. Auch im Mittelteil macht er einen guten Eindruck. Hausbergkante gut erwischt. Jetzt noch der Zielschluss. Gisin im Ziel: 1:53,43 – Rang 5 für Gisin. Die Schweizer sind entfesselt – ausgerechnet bei den Habsburgern!

  • 26 Weibrecht  

    Aufgepasst auf den Amerikaner – ein Draufgänger. Er ist oben nicht ganz so schnell wie das Führungstrio. Nein, sein Rückstand ist zu gross. Im Ziel sind es 1,79 Sekunden – Rang 11.

  • 25 Thomsen  

    Und jetzt beginnt es wieder leicht zu schneien. Kein Vorteil für die Fahrer, die nun noch folgen. Thomsen fährt auf Rang 16 – keine Gefahr für Feuz und Janka.

  • 23 Kline/24 Heel  

    So langsam muss man damit rechnen, dass Feuz und Janka aufs Podest fahren. Und die Sicht wird nicht besser, die Piste nicht schneller.

    Kline fährt auf Rang 23. Jetzt ist Heel unterwegs. Aber auch er stösst nicht in die Spitzengruppe vor.

  • 22 Théaux  

    Fährt der Franzose nach vorne? Wohl kaum. Théaux im Ziel: 1,40 Sekunden zurück, Rang 6 für den Franzosen.

  • 21 Jansrud  

    Springt Jansrud für Svindal ein? Der Start ist dem Norweger gelungen. Dann aber büsst er viel Zeit ein. Was die Chancen auf eine Topklassierung bei Feuz und Janka erhöhen. Nein, Jansrud fährt nicht in die Topränge. Jansurd liegt 1,89 zurück – Rang 10 für ihn.

  • 20 Guay  

    Das Rennen nimmt seine Fortsetzung mit dem Kanadier Guay. Er kommt bei der Hausbergkante durch, im Ziel hat er einen Rückstand von 1,51 auf Fill.

  • 19 Svindal  

    Nun der Topfavorit. Schon oben top. 3. Zeit: 0,30 hinter Fill. 4. Zeit, genau gleich hinter Fill zurück. Im mittleren Teil liegt er immer noch zurück. Und auch Svindal stürzt nach der Hausbergkante! Der Norweger erhebt sich und geht sogar einige Schritte. Trotzdem: Was ist da los bei dieser Passage?

    Wir hoffen, dass sich auch Svindal nicht schwer verletzt hat. Aber irgendwie sind alle geschockt – nicht nur die Zuschauer rund um die Streif.

  • 18 Paris  

    Die Show geht weiter. Paris ist auf der Strecke. Wie hat er den Unterbruch verdaut? Offenbar nicht so gut. Im Ziel angekommen, ist er nur Zehnter.

  • Unterbruch  

    Ohne den Moralapostel zu spielen – das Abfahrtsspektakel in Kitzbühel hat auch seine negativen Seiten. Die Stürze von Streitberger und Reichelt sind Beispiele hierführ. Das Rennen ist unterbrochen. Damit müsen die Fahrer oben weiter warten, darunter auch Top-Favorit Svindal.

  • 17 Reichelt  

    Ski-Austria schreit wieder mit – Reichelt saust ins Tal runter. Reichelt ist gut unterwegs, aber nicht so schnell wie Fill und die Schweizer. Und Reichelt fliegt ins Netz – dort, wo Streitberger gestürzt ist. Natürlich ist das Rennen unterbrochen, die Helfer sind sofort zur Stelle.

    Reichelt steht kurz auf den Beinen – der Aufprall war gewaltig. Es sind und bleiben einfach Helden, diese Speed-Fahrer. Durchaus möglich, dass der – viel diskutierte – Airbag viel geholfen hat bei diesem Unfall.

    Trotzdem muss der Heli den verunfallten Fahrer abtransportieren. Wir alle hoffen, dass Reichelt sich nicht allzu schwer verletzt hat.
    (Screenshot SRF zwei)

  • 16 Fayed  

    Es geht mit der zweiten Gruppen mit den Top-Fahrern los. Fayed eröffnet den Reigen der besten im Ranking. Fayed wird heute das Rennen nicht gewinnen: 2,31 zurück im Ziel – Rang 13.

  • Feuz  

    Die ersten 15 sind durch. Fill führt vor Feuz und Janka – eine erfreuliche Zwischenbilanz. »Ich war selber überrascht, als das grüne Licht im Zielraum aufgeleuchtet ist», erklärt ein zufriedener Feuz gegenüber dem Schweizer Staatsfernsehen.

  • 15 Ganong  

    Fürwahr ein Spektakel, diese Streif. Aufgepasst auf Ganong. Aber der US-Abfahrer fährt nicht sauber genug, er büsst Zeit ein: 2,06 Rückstand im Ziel.

  • 14 Fill  

    Der routinierte Italiener ist im Training stark gefahren. Und er liegt knapp vor den Schweizern...Das wird wohl Bestzeit geben...Jawohl, 0,37 schneller als Feuz. Fill ist nun top.

  • 13 Clarey  

    Aber es stehen noch viele Fahrer am Start. Eine gute Klassierung auf der Streif würde beiden Schweizern sehr gut tun. Clarey ist schnell, aber nicht so schnell wie Feuz und Janka. Rang 3 für Clarey mit 0,43 Sekunden Rückstand auf Feuz.

  • 12 Feuz  

    Und jetzt Beat Feuz. Er liegt oben hinter Janka zurück. Macht dann aber Zeit gut. Feuz ist ja ein guter Gleiter. Und jetzt hat er Janka überholt... Das ist ungemein spannend. Jetzt der Schlussteil...Feuz im Ziel: 1:52,74 – der Emmentaler übernimmt die Führung! Eine tolle Leistung – von beiden Schweizern.

  • 11 Nyman  

    Der Amerikaner stürzt – ohne sich zu verletzen.

  • 10 Janka  

    Daumen drück für Janka. Schnellste Zeiten oben für den Bündner. Jetzt der Mittelteil...Aber er macht Zeit gut, und jetzt im Zielhang...Jawohl, neue Bestzeit: 0,57 schneller. Janka übernimmt die Führung! Seine Zeit: 1:53,02. So gut haben wir ihn auf der Streif noch nie gesehen.

  • 9 Innerhofer  

    Innerhofer kommt heute nicht auf Touren und liegt im Ziel über eine Sekunde zurück.

  • 8 Baumann  

    Das Rennen wird fortgeführt mit dem einheimischen Fahrer Romed Baumann. Wir wünschen dem verunfallten Streitberger gute Besserung.

    Baumanns Rolle in diesem Klassiker ist nicht einfach. Nach einem Unterbruch ist es für einen Fahrer immer sehr schwer. Baumann greift die Bestzeit an – kann aber Kilde nicht von der Spitze verdrängen. 0,49 zurück – Rang 4 für den Österreicher.

  • Unterbruch  

    Der Unterbruch dauert länger – das ist kein gutes Zeichen. Offenbar hat sich Streitberger doch schwerer verletzt als zuerst angenommen. Es soll aber in Bälde weitergehen.

  • Bangen  

    Weil es so steil und eisig ist, wird Streitberger mit einem Helikopter ins lokale Spital überführt. Wir wissen nicht, ob er sich schwer verletzt hat. Die Rettungskräfte waren aber sofort da. Das Publikum ist geschockt.

    Die Streif hat viele Tücken, egal, von wo man starten lässt. Noch immer ist das Rennen unterbrochen.

    Wir hoffen an dieser Stelle, dass sich der Österreicher nicht allzu ernsthaft verletzt hat.

  • 7 Streitberger  

    Der Lärmpegel steigt – ein ÖSV-Fahrer ist unterwegs. Aber noch vor dem steilen und langen Zielhang liegt er sieben Zehntel zurück. Und dann ein Sturz: Streitberger fliegt ins Netz. Hoffentlich hat er sich nicht verletzt. Die Zuschauer, darunter Formel-1-Grössen und Filmgrössen, sind ganz ruhig.

    Ob Streitberger schwerer verletzt ist, lässt sich nicht beurteilen. Dramatisch ist es kaum, dennoch startet der Heli.
    (Screenshot SRF zwei)

  • 6 Osborne-Paradis  

    Aufgepasst auf den Kanadier. Er ist ja als starker Gleiter bekannt. Es wird spannend...Im Ziel verliert er aber 0,70 Sekunden auf Kilde, der unten Boden gut gemacht hat.

  • 5 Muzaton  

    Der Franzose verpasst ein Tor und scheidet aus. Aber akrobatisch kann er einen Sturz vermeiden.

  • 4 Poisson  

    Der Franzose oben klar schneller als die Konkurrenz. Er riskiert viel...und verpasst die Führung. 0,22 langesamer als Kilde.

  • 3 Sander  

    Eine deutsche Ski-Hoffnung ist auf der Strecke. Sander holt unten auf, nähert sich dem Ziel...1:54,37 – Rang 3 für den Dortmunder. Wir erblicken im Zielraum Noldi Schwarzenegger – er gehört ebenfalls zur Streif wie Cuche, Klammer, Russi oder Colombin.

  • 2 Kilde  

    Der Norweger ist etwas schneller als Striedinger. 0,24 um ganz genau zu sein. Seine Zeit: 1:53,59. Die Streif ist immer noch sehr lang.

  • 1 Striedinger  

    Der Habsburger nähert sich dem Ziel...1:53,83, aber er stürzt ins Ziel. Offenbar ist der Österreicher am Ende seiner Kräfte. Was für ein spektakulärer Start dieses Rennens. Der Airbaig hat sich dann gelöst. Er steht auf – nix passiert.

  • Und die Schweizer?  

    Als Didier Cuche noch die Streif fuhr, haben wir den Champanger schon mal vorsorglich in die Kälte gestellt – nach einem Glas Ovo natürlich. Und wie ist das heute mit den Ski-Eidgenossen? On verra, wie die Tiroler sagen.

  • Svindal Favorit  

    Also: Aksel Svindal ist der Favorit für den Klassiker. Er hat die Abfahrt in Kitzbühel noch nie gewonnen. Es wäre an der Zeit...

  • Verkürzte Abfahrt  

    Der um eine Stunde verschobene Start der Weltcup-Abfahrt der Männer in Kitzbühel ist für 12.45 Uhr bestätigt worden.

    Wegen zu starken Windes im oberen Streckenabschnitt kann das Rennen auf der Streif aber nicht von ganz oben gestartet werden. Der Start wird nun von knapp oberhalb der Mausefalle erfolgen.

  • Startzeit bestätigt  

    Der Start der Weltcup-Abfahrt der Männer in Kitzbühel ist um eine weitere halbe Stunde auf 12.45 Uhr verlegt worden. Diese Startzeit wurde nun bestätigt. Grund für die Verschiebung ist weiterhin zu starker Wind im oberen Streckenabschnitt. Um 12 Uhr soll die Entscheidung fallen, ob ein Rennen auf der Originalstrecke von ganz oben möglich ist.

  • Verschoben  

    Wegen starken Schneefalls in den Morgenstunden und aktuell starken Windes im oberen Streckenabschnitt ist der Start für die Männer-Abfahrt in Kitzbühel von ursprünglich 11.45 Uhr nun noch einmal auf 12.45 Uhr verschoben worden. Der zunächst heftige Niederschlag liess im Laufe des Vormittags nach. Das grösste Problem ist nun der Wind.

    Die Hoffnungen der Veranstalter auf eine Durchführung des Hahnenkamm-Rennens über die gesamte Länge ruhen auf einem prognostizierten Schönwetterfenster von etwa drei Stunden gegen Mittag.

  • Juryentscheid  

    Die Weltcup-Abfahrt der Männer in Kitzbühel könnte zur Zitterpartie werden. Samstagfrüh hatte es im Tirol stark zu schneien begonnen. Das Programm mit Rennbeginn um 11.45 Uhr wurde vorerst aber bestätigt.

    Die Kursbesichtigung der Läufer auf der Streif ist von 9.00 bis 10.15 Uhr angesetzt, für 10.45 Uhr ist eine nächste Jury-Entscheidung angekündigt.

Erstellt: 23.01.2016, 10:09 Uhr

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