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Wer ist Österreichs berühmtester Maulwurf?
Von Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 26.01.2012
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Die ganze Angelegenheit fing damit an, dass ein dubioses SMS an den Ski-Weltverband FIS sowie verschiedene nationale Verbände gesendet wurde, wonach Marcel Hirscher bei seinem Slalom-Triumph in Zagreb eingefädelt hätte und dann einfach weiterfuhr. Nun, die «Tageszeitung Österreich» veröffentlichte in ihrer Mittwochausgabe mögliche Namen, welche die anonymen SMS schrieben und die Auslöser des sogenannten Maulwurf-Skandals waren. Der Informant soll aus dem Umfeld von Benjamin Raich kommen, schrieb das Blatt. Bruder und Betreuer Florian Raich wurden ebenso genannt wie ÖSV-Slalom-Trainer Rainer Gstrein – allerdings mit dem Attribut der Unschuldsvermutung.
Darüber entrüstet sich nun der (ungewollte) Hauptdarsteller in dieser Sache, Seriensieger Hirscher. Zwar will auch der Athlet wissen, woher diese Vorwürfe stammen. Aber es sei nicht in seinem Sinn, Teammitglieder des Verbandes öffentlich ohne Beweise an den Pranger zu stellen, berichtet orf.at. Hirscher, der mit seiner Coolness beim Nachtslalom von Schladming beeindruckte, ist über den Bericht der Zeitung verärgert: «Das ist der grösste Blödsinn, den ich jemals gelesen und gehört habe», lässt er via Medienmitteilung wissen.
Benni Raich sei sein Jugendidol. «Seine Trainer und sein näheres Umfeld haben mich immer fair und herzlich behandelt. Wenn ein Training für Benni organisiert wurde, durfte ich dabei sein. Die Unterstützung ist und war gross. Mein Vertrauen ist uneingeschränkt.» Auch die herzlichen Gratulationen nach seinem Triumph in Schladming würden gegen die Vorwürfe von Raichs Trainer sprechen. Hirscher: «Jeder hat gesehen, wie wir zusammengesessen sind. Alle haben in Schladming mit mir gejubelt.»
Harte Sanktionen des Verbandes
Auch der Österreichische Ski-Verband (ÖSV) reagiert erzürnt. Die erhobene Telefonnummer der anonymen SMS könne keinem Mitarbeiter des Verbandes zugeordnet werden. Mit solchen Aktionen würde es zudem nicht gelingen, die eingespielte Mannschaft im ÖSV zu stören. «Wir lassen uns keinen Keil in die Mannschaft treiben, wir sind ein super Team», erklärt Sportdirektor Hans Pum. Die Suche nach dem Informanten laufe zwar auf Hochtouren, er könne sich aber beim besten Willen nicht vorstelle, dass dieser dem ÖSV angehöre. Falls doch, gäbe es für diese Person harte Konsequenzen.
Der hinterlistige Maulwurf ist also noch nicht entdeckt worden. Fazit: Affaire à suivre – für einmal auf österreichische Art. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 26.01.2012, 20:23 Uhr

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