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So erreichen Sie mehr Datenschutz im Internet

Aktualisiert am 28.06.2010

Im Web und auf Facebook einmal veröffentlichte Daten bringt man fast nicht mehr weg. baz.ch/Newsnet gibt Tipps, wie man seine Privatsphäre im Internet besser schützt.

Das Internet vergisst nie: Aufpassen, was man auf Facebook und anderen Portalen veröffentlicht.

Das Internet vergisst nie: Aufpassen, was man auf Facebook und anderen Portalen veröffentlicht.

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Private Informationen: Seien Sie vorsichtig bei der Veröffentlichung Ihrer Personendaten (Name, Adresse, Telefonnummer) und anderer persönlicher Informationen (bspw. politische Überzeugungen) . Benutzen Sie wenn immer möglich Pseudonyme. Facebook ( 31.91 -3.39%) und das Web generell sind keine intimen Orte. Wer zu freigiebig mit privaten Informationen umgeht, macht sich angreifbar - zum Beispiel für potenzielle Stalker.

So wenig Daten wie möglich nennen: Wann immer möglich, geben Sie keine persönlichen Daten wie Name, Adresse, Telefonnummer, Passwörter etc. im Internet bekannt.

Verschiedene Passwörter verwenden: Verwenden Sie sichere Passwörter und halten Sie diese geheim. Nutzen Sie für jede Plattform ein anderes Passwort. So verhindern Sie, dass Hacker mit einem gestohlenen Passwort Zugriff auf mehrere Plattformen haben.

Andere Wirkung als gesprochenes Wort: Ein gesprochenes Wort ist schnell vergessen, Online-Postings hingegen bleiben lange gespeichert.

Viele Daten ergeben ein Personenprofil: Fragen Sie sich im Umgang mit Ihren Inhalten im Web: Möchten Sie, dass andere Leute etwas über ihr Leben ableiten können? Sollen sie wissen, welche Beziehung Sie zu bestimmten Menschen habe? Aus den gewonnenen Informationen können Interessierte Rückschlüsse auf das private Umfeld ziehen. Besonders für exponierte Personen kann dies ein Nachteil werden.

Bewerbungsgespräch: Fragen Sie sich vor der Veröffentlichung immer, ob Sie in einem Bewerbungsgespräch mit den entsprechenden Daten konfrontiert werden möchten – und zwar auch noch in zehn Jahren. Schon heute suchen angeblich zwei Drittel der Personalverantwortlichen in Social Networks (Facebook) und Google nach Informationen über Bewerberinnen und Bewerber. Kontrollen Sie die Informationen (Bilder, Fotos...), die Ihre Freunde aufschalten und fordern Sie sie auf, unerwünschtes Material zu entfernen.

Google-Treffer: Dank Google und Personensuchmaschinen kann jedermann heute im Web Informationen über andere kombinieren. Es ist wie ein Puzzlespiel. Nur schon, wenn man mit dem Benutzernamen im Web sucht, stösst man auf neue Informationen. Mit der Zeit entsteht über Sie unter Umständen ein Profil mit Adresse, Fotos und Angaben zu Familienverhältnissen.

Skeptisch bleiben: Seien Sie wählerisch bei Menschen, die sie in ihren Freundes-Kreis von Facebook aufnehmen. Nehmen Sie von Unbekannten keine Freundschaftsanfrage einfach so an. Nicht alle Mitglieder auf Facebook hegen nur gute Absichten. Das Gegenüber kann mit einer falschen Identität vortäuschen, eine Person zu sein, die sie in Wirklichkeit nicht ist. Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen kann sie Informationen entlocken (Social Engineering), die man sonst in der Öffentlichkeit nicht preisgeben würde.

Privatsphäre-Einstellung nutzen: Nutzen Sie auf Facebook und vergleichbaren Plattformen die «Privatsphäre-Einstellungen». Hier bestimmen Sie, wer Ihr Profil und persönlichen Daten einsehen kann. Verlassen Sie sich auf keinen Fall auf die Standardeinstellungen der Anbieter.

Recherche: Scannen Sie regelmässig die wichtigsten Social Networks nach ihrem Namen und möglichen gefälschten Profilen. Neben Google listen auch 123people.com und Yasni.de Einträge über Ihre Person.

Das Web vergisst nicht: Rufen Sie sich in Erinnerung, dass Ihr Profil von den Social Networks gespeichert wird. Sind die Daten einmal auf dem Web, ist es schwierig, die Übersicht über ihre Verwendung zu behalten. Benutzerprofile können von anderen Nutzern heruntergeladen und gespeichert werden – was die Löschung des Ursprungsprofils quasi nutzlos macht, bleiben so die Daten doch erhalten. (ah)

Erstellt: 28.06.2010, 13:41 Uhr