Tamiflu für 4800 Spital-Angestellte in St.Gallen

Aktualisiert am 10.08.2009

St. Gallen rüstet die Angestellten der kantonalen Spitäler komplett mit Tamiflu gegen den Ausbruch der Schweinegrippe aus. Graubünden geht einen anderen Weg.

Medikament im Massenlager: Tamiflu-Kartons der für die Armee in Ittigen nahe Bern.

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Bild: Reuters

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In St. Gallen sei am Montag mit der Abgabe des Medikaments begonnen worden, bestätigte Angelika Heuberger, Medienbeauftragte der Kantonsspitäler, einen Bericht im «St. Galler Tagblatt» vom Montag. Das Medikament Tamiflu wird zusammen mit einem Merkblatt zur Vorsorge abgegeben. Allerdings soll das Personal die Tablette erst beim Verdacht auf eine Schweinegrippe-Ansteckung schlucken.

Laut Heuberger ist St. Gallen der erste Kanton, der sein Spitalpersonal vorsorglich mit dem Medikament bedient. Mit der präventiven Abgabe sollen die Mitarbeitenden vor möglichen Komplikationen geschützt werden.

Einen anderen Weg beschreitet das Bündner Kantonsspital in Chur. «Wir haben Tamiflu für das Personal eingelagert, abgegeben wird das Medikament aber erst bei Verdacht auf Schweinegrippe», sagte Spitaldirektor Arnold Bachmann der Nachrichtenagentur SDA auf Anfrage. Das Spital zählt 1700 Angestellte. (raa/sda)

Erstellt: 10.08.2009, 20:05 Uhr