Wirtschaft

Noch behaupten sich die Schweizer Finanzplätze an der Weltspitze

Von Angela Barandun. Aktualisiert am 02.10.2013 13 Kommentare

Die Krise der Branche setzt den Finanzzentren zu. Auch Zürich und Genf haben etwas an Attraktivität verloren. Noch mischen aber beide ganz vorne mit.

1/8 Die Schweiz ist das einzige Land neben den USA, das in den Top 10 der wichtigsten Finanzplätze gleich zweimal vertreten ist. Zürich liegt auf Platz 6: Blick auf das Zürcher Bankenzentrum Paradeplatz.
Bild: Alessandro Della Bella/Keystone

   

Der aktuelle Global Financal Centres Index (GFCI), jeweils mit Rang (Rank) und Punktezahl (Rating) sowie der Veränderung zum Vorjahr (Changes). Ein Klick auf die Tabelle führt zu ihrer Vergrösserung.

Links

Teilen und kommentieren

Artikel zum Thema

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Erst war es die Rezession, die Grossbritannien stärker zu schaffen machte als anderen führenden Wirtschaften. Dann war es der Libor-Skandal, der ausgehend von London die gesamte Finanzwelt erschütterte. Beides ging nicht spurlos an der Londoner City vorbei: Auf der aktuellen Rangliste der attraktivsten Finanzplätze der Welt verliert London 13 Punkte. Sie basiert auf einer Befragung von 2700 Bankern, die regelmässig von der Beratungsfirma Z/Yen durchgeführt wird.

Zwar verliert London von den Top-25-Städten mit Abstand am meisten Punkte. Trotzdem ist die City mit diesem Absturz nicht allein. Auch New York verliert mit 8 Punkten kräftig. Trotzdem bleiben die beiden Metropolen laut dem Global Financial Centres Index die mit Abstand wichtigsten Finanzplätze der Welt, gefolgt von Hongkong und Singapur. Erst auf den hinteren Plätzen gibt es Verschiebungen. Und die treffen ausgerechnet die Schweiz. Zürich, bisher auf Platz 5, verliert 5 Punkte und wird von Tokio überholt. Jetzt besetzt die Limmatstadt Rang 6. Und Genf muss nur 2 Punkte abgeben, fällt aber trotzdem hinter Boston und damit auf Platz 8 zurück.

Obwohl Zürich und Genf je einen Platz verlieren, bleibt die Schweiz neben den USA das einzige Land, das in den Top 10 gleich zweimal vertreten ist. Und schaut man sich nur die europäische Rangliste an, schaffen es die Schweizer Finanzplätze weiterhin aufs Podest, gleich hinter London. Auf dem vierten Platz liegt innereuropäisch Frankfurt (international Rang 9). Der grosse Aufsteiger ist indes Luxemburg: Der Finanzplatz gewinnt 9 Punkte dazu und macht damit international 5 Plätze gut. Die meisten übrigen europäischen Finanzplätze leiden unter der Eurokrise: Paris verliert 14 Punkte, München 16, Amsterdam 26, Madrid 28, Mailand 34 und Brüssel sogar 44 Punkte. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 02.10.2013, 11:29 Uhr

13

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.
Werbung

13 Kommentare

Alice Kiener

02.10.2013, 11:41 Uhr
Melden 58 Empfehlung 18

Da es uns noch immer sehr gut geht, werden wir den Standort Schweiz weiter unattraktiver machen für internationale Firmen. Erst wenn der Lebensstandard sinkt, kommen wir zur Vernunft. Antworten


Peter Kamber

02.10.2013, 12:25 Uhr
Melden 37 Empfehlung 7

Hätte gedacht, dass Zürich und Genf abrutschen würden. Politik und Finma machen ja alles um mit einer Regulierungswut und Vorpreschen den Banken zu schaden und das Geschäft abzuwürgen. Vor allem betrifft dies die kleinen und mittleren Banken. Antworten