Wirtschaft

SBB verteidigen ihre Tarifpläne

Aktualisiert am 03.10.2008

Der Zürcher Verkehrsverbund kritisiert die Idee der SBB, die Auslastung der Züge mit zeitabhängigen Billetten besser zu verteilen. Pendler liessen sich über den Tarif nicht umerziehen, weil die meisten ihre Arbeitszeit nicht frei wählen könnten.

ZVV-Argument: Die meisten Pendler könnten ihre Arbeitszeit nicht frei wählen.

ZVV-Argument: Die meisten Pendler könnten ihre Arbeitszeit nicht frei wählen. (Bild: Keystone)

Die SBB zeigen sich erfreut darüber, dass über ihre Tarifpläne so rege diskutiert wird. Sprecher Roman Marti verweist aber auf die guten Erfahrungen, die man mit der neu eingeführten 9-Uhr-Tageskarte zum Halbtax mache: «Bereits im ersten Jahr nutzen mehr Kunden die günstigere 9-Uhr-Tageskarte als die normale Tageskarte.» Wie viele Menschen letztlich dank vergünstigten Zusatzangeboten ausserhalb der Spitzenzeiten reisen werden, müsse sich erst noch zeigen. Nicht zuletzt deshalb kooperiere man ja mit dem Verband Öffentlicher Verkehr.

Auch den SBB ist klar, dass Berufspendler selbst mit finanziellen Anreizen kaum auf spätere Züge umsteigen würden. Deshalb will man diese Stammkundschaft mit dem neuen System nicht zusätzlich belasten. Vielmehr sollen von der Idee durch Zusatzangebote mit Preisanreizen letztlich alle profitieren. Sprecher Marti: «Wer es richten kann und innerhalb der Stosszeiten Platz macht für jene, die dann reisen müssen, soll von günstigeren Preisen profitieren. Und wer zur Spitzenzeit fährt, zahlt den ordentlichen Preis, findet dafür mehr freie Sitzplätze vor, weil nicht alle gleichzeitig unterwegs sind.» (meo.)

Erstellt: 03.10.2008, 08:12 Uhr

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