Wirtschaft
Credit Suisse erwartet kein Anheben der Euro-Untergrenze durch SNB
Dazu bestehe keine Notwendigkeit, solange sich die Preise hierzulande so entwickelten wie von der SNB vorhergesagt.
Die Notenbank rechnet für 2012 mit einem leichten Rückgang des Preisniveaus um 0,3 Prozent. 2013 soll die Teuerung dann wieder 0,4 Prozent betragen. Solange die SNB nur von einem vorübergehend sinkenden Preisniveau ausgehe, habe sie keinen Grund zur Anhebung der Untergrenze, sagte die Leiterin der CS-Finanzmarktanalyse, Nannette Hechler-Fayd'herbe, am Dienstag vor den Medien in Zürich.
Die SNB dürfte vorerst verbale Interventionen einer Anhebung des Franken-Mindestkurses zum Euro vorziehen, erklärte Credit-Suisse- Ökonom Maxime Botteron. Denn je höher der Mindestkurs sei, desto eher müssten die Währungshüter eingreifen und desto teurer würden die Interventionen.
Glaubwürdige Untergrenze
Die derzeitige Untergrenze von 1,20 Fr. je Euro sei immer noch weit vom fairen Wert des Frankens zur Gemeinschaftswährung entfernt. Dieser liege bei 1,36 Franken, sagte Hechler-Fayd'herbe: Je weiter die Untergrenze vom fairem Wert entfernt sei, desto grösser sei die Glaubwürdigkeit der SNB bei der Verteidigung der Untergrenze. «Das führt dazu, dass der Markt die Untergrenze nicht testet.»
Hinzu komme das Risiko einer Eskalation der Euro-Krise. «Es sind zwar Fortschritte der Politik bei der Bewältigung der Schuldenkrise erkennbar, die Umsetzung der Massnahmen bleibt aber ein grosses Risiko», sagte Hechler-Fayd'herbe. Sollte beispielsweise ein Land die Euro-Zone verlassen, drohe eine massive Kapitalflucht aus diesem Land. Davon dürfte ein Teil in die Schweiz gebracht werden, was den Aufwertungsdruck auf den Franken erhöhe.
Die Schweiz sei keine Insel, sagte Hechler-Fayd'herbe weiter. «Wir werden uns nicht abkoppeln können von den Konsequenzen der Turbulenzen im Euro-Raum.»
Erstellt: 21.12.2011, 09:44 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




