Wirtschaft

Nationalbank Bankiervereinigung sieht gute Leute an der SNB-Spitze

Aktualisiert am 18.04.2012

«Der Bundesrat hat zwei gute Leute gewählt», kommentiert Thomas Sutter, Sprecher der Schweizerischen Bankiervereinigung, die Wahl von Thomas Jordan und Fritz Zurbrügg an die Nationalbank-Spitze.

Wichtig sei die fortwährende Unabhängigkeit der Notenbank.

Mit Thomas Jordan als Direktoriumspräsident sei die Kontinuität des Instituts und seiner Geldpolitik gewährleistet, sagte Sutter der Nachrichtenagentur sda. Bereits als Präsident ad interim habe Jordan seine Arbeit gut gemacht. Das neue Direktoriumsmitglied Zurbrügg sei als Chef der eidgenössischen Finanzverwaltung international und politisch bestens vernetzt.

Zur Dauer des Auswahlverfahrens sagte Sutter, dass es zu einem guten Ende geführt habe. Das SNB-Präsidium sei ja nie verwaist gewesen, sondern habe immer in bewährten Händen gelegen.

Wichtig für die Bankiervereinigung sei die Unabhängigkeit der Notenbank, erklärte Sutter. Nach dem Rücktritt von Philipp Hildebrand sollte nun wieder Ruhe einkehren und die Nationalbank entpolitisiert werden. Auch die dauernden Einmischungsversuche in die Wechselkurse aus der Politik sollten aufhören.

In der Wahl des Westschweizer Politschwergewichts Jean Studer (SP) zum Bankratspräsidenten sieht Sutter keinen Hinweis auf eine möglicherweise steigende politische Einflussnahme. Die Aufsichtsaufgabe des Bankrats hänge nicht an einer Person. Wichtig sei, dass die SNB-Führung kompetente Gesprächspartner habe.

Erstellt: 18.04.2012, 15:16 Uhr

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