Wirtschaft
Schweizer Börse verabschiedet sich mit Verlusten ins Wochenende Griechenlandkrise belastet weiter
Weder Zykliker noch defensive Werte konnten sich dem Abwärtstrend entziehen. Die Investoren werteten die Einigung der Politiker Griechenlands keineswegs als Befreiungsschlag, urteilten Händler.
Zuviel sei noch unklar, was auch dem Tenor der Euro- Finanzminister entspreche, die konkretere Informationen zum Sparprogramm des angeschlagenen Euro-Staates verlangen würden. An den Aktienmärkten herrschte Ernüchterung, denn auch die am Freitag publizierten US-Daten zum Konsumentenvertrauen und zur Handelsbilanz sorgten kaum für Impulse.
Der Leitindex SMI schloss um 0,63 Prozent tiefer als am Vortag bei 6130,66 Punkten (Tagestief 6101,42). Der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) seinerseits büsste 0,58 Prozent ein und landete bei 5562,23 Punkten.
Aktientitel der Grossbank Credit Suisse standen weiterhin im Angebot, sie verloren 2,9 Prozent. UBS-Titel notierten angesichts der von Vorsicht geprägten Stimmung ebenfalls schwächer und gaben 2,8 Prozent ab. Bei den Finanzwerten konnten somit einzig die Wertpapiere von Julius Bär mit Plus 2,0 Prozent zulegen.
Auch die Papiere des Zahnimplantateherstellers Nobel Biocare gaben ab und verloren 2,4 Prozent. Verluste verzeichneten zudem die Titel des Zementherstellers Holcim (-1,8 Prozent), des Rückversicherers Swiss Re (-2,3 Prozent), des Versicherers Swiss Life (-2,4 Prozent) sowie des Telekomkonzerns Swisscom (-1,8 Prozent).
Die Wertpapiere des Ölbohrplattformbetreibers Transocean ( 2,8 Prozent) waren hingegen begehrt. Der Erdölkonzern BP verhandelt offenbar mit den US-Behörden über eine aussergerichtliche Einigung wegen der havarierten Ölplattform «Deepwater Horizon», was auch Transocean als ehemaligem Betreiber der Plattform zugute kommt.
Im breiten Markt standen die Titel der EMS-Chemie ( 0,4 Prozent) im Fokus der Anleger. Das Unternehmen hat 2011 einen höheren Umsatz und operativen Gewinn (EBIT) erzielt und erreichte eine leichte Verbesserung der EBIT-Marge. EMS hat die Erwartungen des Marktes mehrheitlich übertroffen.
Erstellt: 10.02.2012, 18:02 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




