Wirtschaft
VW und BMW stoppen wegen Streiks Bänder in Südafrika
Die Fabrik in Uitenhage habe am Mittwoch wegen fehlender Komponenten die Produktionsbänder anhalten müssen, teilte Europas grösster Autohersteller mit.
Auch der Oberklasse-Hersteller BMW stoppte ab Mittag die Fertigung in seinem Werk in Rosslyn im Norden des Landes, wie ein Konzernsprecher sagte. Weil es einen Engpass bei Sitzen gebe, wurde für Donnerstag die Frühschicht abgesagt. «Ab dann wird je nach Situation entschieden.»
Die deutschen Hersteller haben in Südafrika - im Vergleich zu anderen Standorten auf der Welt - kleine Fertigungen. BMW beschäftigt dort rund 1800 Menschen. In der VW-Fabrik nahe Port Elizabeth arbeiten rund 6000 Personen, etwa die Hälfte davon in der Produktion.
Bereits im August hatten Streiks in der aufstrebenden Automobilindustrie in Südafrika vor allem die Produktion von Oberklasseautos vorübergehend zum Erliegen gebracht. Nach tagelangem Ausstand einigte sich die mächtige Gewerkschaft NUMSA, die 31'000 Beschäftigte der Fahrzeugindustrie repräsentiert, mit dem Herstellerverband auf Lohnaufschläge von zehn Prozent in diesem und jeweils neun Prozent in den nächsten beiden Jahren.
Erstellt: 01.09.2010, 18:50 Uhr
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