Wirtschaft

Zerfall der Eurozone für irischen Finanzminister unwahrscheinlich

Aktualisiert am 26.11.2011

Wien Der irische Finanzminister Michael Noonan hält die Wahrscheinlichkeit des Zusammenbruches der Eurozone für «sehr gering».

Der Euro habe sich als «starke Währung gezeigt und den EU- Binnenhandel angeregt», sagte Noonan in einem in der «Basler Zeitung» und dem österreichischen «Standard» veröffentlichten Interview.

Man müsse zwischen der Währung und dem Schuldenproblem unterscheiden, das gelöst werden müsse. Nichtsdestotrotz habe seine Regierung über Notfallpläne nachgedacht.

Die Eurozone müsse nun eine «Firewall aufbauen, um der derzeitigen Krise Einhalt zu gebieten», erklärte Noonan. Ein «Grossteil des Desasters ist unsere Schuld», bekannte der 68-jährige Ire, dessen Land von der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) mit einem 85 Milliarden Euro schweren Rettungspaket vor der Pleite bewahrt werden musste.

Gleichzeitig stellte Noonan klar, das die Lösung der Probleme seiner Ansicht nach «unterhalb der Schwelle neuer Verträge» liegen sollte. Eine Änderung der EU-Verträge verlangt nach irischer Verfassung ein Referendum, welches «in der derzeitigen Stimmung» nur «äusserst schwierig» zu gewinnen wäre. 95 Prozent der angestrebten Änderungen könnten innerhalb der bestehenden Verträge vorgenommen werden.

Erstellt: 26.11.2011, 12:22 Uhr

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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.