Frankreich trotz Terror Reiseziel Nummer 1

Islamistische Anschläge halten Touristen offenbar nicht gross von einem Trip nach Frankreich ab. Die Besucherzahl ist weltweit top.

Immer noch eine Reise wert: Blick von der Seine auf die Pariser Kathedrale Notre-Dame. (Archiv)

Immer noch eine Reise wert: Blick von der Seine auf die Pariser Kathedrale Notre-Dame. (Archiv) Bild: Robert Harding/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der französische Aussenminister Jean-Marc Ayrault erklärte im südwestfranzösischen Biarritz, dass im vergangenen Jahr bis zu 83 Millionen ausländische Touristen das Land besucht hätten. Das sei zwar weniger als die Rekordbesucherzahl von 85 Millionen gewesen, die 2015 erreicht worden sei. Es reiche aber weiterhin für den ersten Platz im weltweiten Vergleich.

«Das Reiseziel Frankreich hat gelitten», sagte Ayrault mit Blick auf die islamistischen Anschläge seit Anfang 2015. Der für den Tourismus zuständige Aussenminister verwies zudem auf Unwetter, die Frankreich im vergangenen Jahr trafen, und auf die häufig von Gewalt begleiteten Grossdemonstrationen gegen eine umstrittene Arbeitsmarktreform. Frankreich konnte allerdings als Austragungsort der Fussball-EM viele zusätzliche Besucher anlocken.

Die endgültigen Tourismuszahlen sollen erst im März veröffentlicht werden. Frankreich war auch 2015 das beliebteste Reiseziel, vor den USA und Spanien. Das Land will bis 2020 die symbolische Marke von jährlich 100 Millionen Besuchern knacken. (fal/afp)

Erstellt: 10.02.2017, 21:31 Uhr

Artikel zum Thema

Vergesst die Winter-Visionen

History Reloaded Die Geschichte des St. Moritzer Hotelkönigs Johannes Badrutt zeigt: Der Tourismus in der Schweiz kann nicht neu erfunden werden. Zum Blog

«Frankreich ist depressiv»

Interview Jean Pisani-Ferry, Chef der regierungsnahen Denkfabrik France Stratégie, erklärt, wie sein Land zu retten wäre. Mehr...

Blogs

Sweet Home Die perfekte Villa

History Reloaded Der Sound der Schweiz

Promotion

Kostenlose Ebooks

Laden Sie in unserem Weiterbildungs-Channel kostenlos Ebooks herunter.

Die Welt in Bildern

Männchen machen für einen Heiligen: Auf den Hinterbeinen bahnen sich Pferd und Reiter ihren Weg durch die Menschenmenge in Ciutadella auf der spanischen Insel Menorca. Das ist Brauch während des San-Juan-Fests – und wer die Brust des Tieres streicheln kann, soll vom Glück gesegnet werden. (23. Juni 2017)
(Bild: Jaime Reina) Mehr...