Wirtschaft

Banken vor neuer Abschreibungswelle

Von ahi. Aktualisiert am 02.09.2009 2 Kommentare

Bislang hätten Europas Banken 380 Milliarden Franken abgeschrieben. Weitere 400 Milliarden stünden noch aus, sagt eine Studie.

Düstere Aussichten für Europas Finanzbranche: Den Banken drohen weitere Abschreiber, die noch einmal so hoch ausfallen könnten wie die seit Anfang der Krise verbuchten. Dies prognostiziert der Wirtschaftsberater Bain & Company (B&C).

Zwischen 2007 und 2010 dürfte sich der Abschreibungsbedarf auf insgesamt gut 780 Milliarden Franken belaufen, so die Studie, die dem TA vorliegt. Bis anhin seien allerdings nur Wertberichtigungen im Umfang von 380 Milliarden erfolgt. Rund 400 Milliarden stehen demnach noch aus.

Auch Schweizer Banken betroffen

Am heftigsten werde es Grossbritannien, Spanien und Italien erwischen. Stark betroffen seien aber auch Schweizer Institute, insbesondere, weil sie Kredite in grossem Stil an Firmenkunden im Ausland vergeben hätten. Entsprechend gross sei die Gefahr von Kreditausfällen als Folge von Insolvenzen.

«Nach einer Welle ausserordentlicher Abschreibungen befinden sich zahlreiche Geschäftsbanken derzeit im windstillen Zentrum des Hurrikans», so die Studienautoren. Die Experten befürchten, dass die zweite Abschreibungswelle zahlreiche Banken in den Strudel reissen wird, die bisher noch gut durch die Krise gekommen sind.

B&C sieht für die Finanzinstitute bis 2010 keine Erholung. Danach dürften die Gewinne wieder zaghaft anziehen. Dennoch: Das Niveau von 2007 dürften die ruropäischen Banken erst 2013 erreichen. Derweil würden besonders die Bankenplätze in Südamerika wachsen: Das Beratungsunternehmen prognostiziert ein Plus von 60 Prozent gegenüber 2007. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.09.2009, 23:19 Uhr

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2 Kommentare

Dieter Wundrak-Gunst

03.09.2009, 11:15 Uhr
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Wer Fusionen mit Milliarden finanziert, der darf sich nicht wundern, wenn es schief geht. Die Verantwortlichen wissen sehr wohl, dass sie da riesige Fehler gemacht haben. Gemacht ist jedoch gemacht. Im Moment hilft der Staat noch, ja sogar die SNB mit den tiefen Zinsen. Nur trifft es dann das Volk, so wird es dann nicht mehr so einfach für die Verantwortlichen werden. Lassen wir uns überraschen. Antworten


Sibylle Weiss

03.09.2009, 12:44 Uhr
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Wenn die CH-Banken eine Kreditausfallversicherung hätten, müssten sie auch den Kreditausfall nicht befürchten.Statt der hohen Boni wäre dies mal eine sinnvolle Investition.Bin sicher, dass der Bund damit einverstanden gewesen wäre,wenn die "hilfsbedürftigen" Banken sich mit dem Bund darauf geeinigt hätten. Antworten



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