Wirtschaft
Bundespräsidentin Leuthard war für einmal Porschefahrerin
Wenn sich Schönheit und Macht treffen: Leuthard und Miss Schweiz Linda Fäh. (Bild: Keystone)
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Sie gebe es unumwunden zu, sagte Leuthard in Genf: «Ich fahre gern Auto.» Für sie sei das Auto gleichbedeutend mit Freiheit. Deshalb gelte es, «die Gleichung zwischen unserem legitimen Bedürfnis nach Mobilität und den Auswirkungen auf die Umwelt» aufzulösen.
Die CVP-Bundesrätin skizzierte gleich ihre Ideen dazu. So plädierte sie für intelligente Autos und für eine intelligente Nutzung von Fahrzeug und Infrastrukturen. Benzinverbrauch und CO2 müssten «signifikant» reduziert werden: «Der Markt der sauberen Autos ist ein Markt voller Versprechen.»
Daneben ist es für Doris Leuthard zentral, das Wachstum in der Mobilität aufzufangen - beispielsweise mit Road Pricing wie in London und Stockholm, mit Tarifmanagement oder mit einer «intelligente Form der Mobilität», die Individual- und öffentlichen Verkehr kombiniert.
Leuthard fordert Innovationen
Als Wirtschaftsministerin stelle sie zudem mit einer gewissen Befriedigung fest, dass im Januar 2010 der Schweizer Automobilmarkt um fast sechs Prozent gewachsen sei, sagte Leuthard. Sie rief deshalb die Automobilhersteller dazu auf, angesichts den Herausforderungen optimistisch und zuversichtlich zu bleiben.
Die Automobilbranche, so ihr Fazit, werde sich anpassen müssen und sich dank Innovationen auch anpassen können. Ob all der Herausforderungen dürfe jedoch die Freude am Fahren und die Ästhetik der Karosserie nicht vergessen werden. Mit einem «Bonne route!» - «Gute Fahrt!» - schloss die Bundespräsidentin ihre Rede.
Der 80. Automobilsalon dauert noch bis zum 14. März. Mit 250 Ausstellern aus 30 Ländern ist er ausgebucht. Rund 700 Marken werden auf 78'000 Quadratmetern präsentiert. Bis zu 700'000 Besucher werden erwartet.
Der grüne Weg für Öko-Autos
Ein signalisierter grüner Weg führt Besucherinnen und Besucher zu Fahrzeugen der Kategorie Elektroautos und Alternativantriebe. Einige der Modelle können getestet werden. Der von den Organisatoren des Automobilsalons gepriesene «Pavillon Vert» mit alternativen Fahrzeugen und Prototypen hingegen ist relativ bescheiden.
Die Wirtschaftskrise, welche die Automobilindustrie hart traf, konnte dem diesjährigen Automobilsalon nichts anhaben. Wie Salon-Präsident Luc Argand kürzlich vor den Medien sagte, habe das Katastrophenszenario allerdings die Annulierung des Salons 2010 vorgesehen. Doch Ende September sei rund 90 Prozent der Ausstellungsfläche ausgebucht gewesen, sagte Argand am Donnerstag.
Der Genfer Regierungspräsident François Longchamp rief die Besucher des 80. Automobilsalons dazu auf, «zu träumen, zu bewundern und sich inspirieren zu lassen». (cpm/sda/)
Erstellt: 04.03.2010, 13:52 Uhr









