Wirtschaft

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Das virtuelle Fort Knox

Angela Merkel versucht mit allen Mitteln, die Eurozone vor dem Zerfall zu retten. Ihre Bemühungen haben einen simplen Grund: Deutschland befindet sich in einer Falle. Mehr...

Eine Analyse von Philipp Löpfe.

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102 Kommentare

Erich Paus

22.10.2012, 18:21 Uhr
Melden 2 Empfehlung 2

Die dt. Bundesregierung sollte allen Bürgern eine Dividende im Umfang der Target2-Schulden auszahlen und sich das Geld dafür von EZB und ESZB leihen. Antworten


Nice Brechbühler

21.10.2012, 22:41 Uhr
Melden 18 Empfehlung 1

So, so die naiven Deutschen haben also auf Teufel komm raus, hochwertige Industriegüter in die anderen Eurolänger geliefert und gehofft sie würden, dafür auch redlich bezahlt, doch bekommen haben sie nur wertlose Euros.... Nicht der Wirt mit der vollen Beiz ist erfolgreich, sondern der Wirt mit der vollen Kasse, ab besten gefüllt mir Goldmünzen anstatt Papiergeld Antworten


Andreas Stocker

21.10.2012, 21:14 Uhr
Melden 27 Empfehlung 0

Im Artikel wurde richtig geschrieben, dass unter dem Bretton-Woods-System "Länder mit Defizit Gold abgeben mussten". Es muss noch erwähnt werden, dass damit auch eine entsprechende Abwertung der betroffenen Währungen verbunden war, was die Exporte wieder konkurrenzfähig machte. Exportschwache Länder in der Eurozone können jedoch nicht mehr abwerten, weshalb diese Ungleichgewichte entstanden sind. Antworten


will williamson

21.10.2012, 20:17 Uhr
Melden 4 Empfehlung 5

Falls ich das richtig verstehe, sind die Target2-Salden reine Kapitalverkehrssalden. Im deutschen Saldo sind auch die zugeflossenen Fluchtgelder enthalten. Diese stellen aber Forderungen des Auslands an Deutschland dar, nicht umgekehrt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dürften daher einiges tiefer liegen. Antworten


Marcel Senn

21.10.2012, 22:37 Uhr
Melden 8 Empfehlung 0

Williamson: In der Aktivseite der Bilanz der deutschen Bundesbank können Sie unter Rubrik 9: Forderungen innerhalb des Eurosystems den Punkt 9.4: Sonstige Forderungen (ziemlich lapidar ausgedrückt :-)) den Betrag von € 463 263 (Mio €) sehen, das war 31.12.2011, mittlerweile sind es 695 Mia. Bei den PIIGS entsprechend auf der Passivseite. Die EZB sollte meines Erachtens für den Ausgleich sorgen.


Marcel Senn

21.10.2012, 22:01 Uhr
Melden 6 Empfehlung 0

@Williamson: Darum sind die deutschen T2 Salden in den letzten 2 Jahren so massiv gestiegen, weil ein Grossteil Fluchtgelder waren aus den PIIGS. Die dt BUBA musst für die Gutschreibung Geld "schöpfen", während die PIIGS Länder die Geldmenge reduzieren müssten und da dieser Prozess über die T2 Salden abläuft entstand dieses Ungleichgewicht. Eigentlich ein suboptimaler Prozess - schlecht gelöst.


Elias Truttmann

21.10.2012, 16:43 Uhr
Melden 9 Empfehlung 0

Der langen Rede kurzer Sinn: Wenn die Berufs-Europäer schon von den VSE träumen, sollen sie doch einfall mal als erstes deren "Target-Salden-System" übernehmen. Dort muss einmal im Jahr glattgestellt werden, die Salden können nicht wie bei der EZB aus dem
Ruder laufen. Da wären die PIIGS schon etliche Male pleite gegangen. Pleiten von US-Bundesstaaten gabs auch schon - die USA habens überlebt.
Antworten


Daniel Dreher

21.10.2012, 16:34 Uhr
Melden 23 Empfehlung 2

Diese Target-Salden Defizite sind der wahre Beweis dass der Euro ein Fehlkonstrukt ist und dass Deutschland die Rechnungen für all die Exporte an die Südstaaten, welche sie getätigt haben, niemals erhalten wird. Die Südstaaten konnten sich dank dem Euro zu billig verschulden, zurückzahlen werden sie trotzdem nicht. Und das Allerschlimmste: EZB sei dank werden sie dies auch in Zukunft können! Antworten


Marcel Senn

21.10.2012, 22:46 Uhr
Melden 10 Empfehlung 2

@Dreher: Das sind keine Defizite, sondern nur Bilanzpositionen der einzelnen Nationalbanken - Zu Defiziten würden sie erst im Fall einer Abschreibung (beim Systemzusammenbruch) (respektive Gewinne bei den Schuldnern) - aber soweit sind wir (noch) nicht....


Walter Kunz

21.10.2012, 15:52 Uhr
Melden 14 Empfehlung 0

Im Gegensatz zu Fort Knox wo Unmengen an Gold gelagert sein sollen,
lagert in Frankfurt höchstens fiat money..? leicht korrigiert
Antworten


Walter Kunz

21.10.2012, 14:16 Uhr
Melden 5 Empfehlung 2

Im Gegensatz zu Fort Knox wo Unmengen an Gold gelagert sein soll, lagert in Frankfurt höchstens fit money..? Antworten


daniel spirig

21.10.2012, 12:00 Uhr
Melden 13 Empfehlung 2

Es ist zu befürchten dass T2-Konten abgeschrieben werden wenn man diesen Ländern nicht auf die Beine hilft. Die Strukturellen Mängel müssen behoben werden. Die Vollbeschäftigung wird wegen der Robotik kaum für Leistungsfähigkeit stehen. Keine Lohn- sondern Gewinnbesteuerung, dafür runter mit Mieten um die Kaufkraft der Bevölkerung wiederherzustellen. Antworten


Fritz Nussbaumer

21.10.2012, 11:17 Uhr
Melden 58 Empfehlung 4

Ich will doch wieder einmal daran erinnern, dass Deutschland vom Französischen Präsidenten Mitterand mit dem € erpresst wurde. Ohne die Zusage von Bundeskanzler Kohl zum € hätte Mitterand der Wiedervereinigung nicht zugestimmt. Mitterand wollte an die Deutschen Honigtöpfe. Zuerst mussten die Westdeutschen mit einem Billionenbetrag die neuen Bundesländer auffüttern und nun soll es die ganze EU sein Antworten


Ruedi Strickler

21.10.2012, 22:52 Uhr
Melden 10 Empfehlung 1

Thatcher +Mitterand hatten vor allem etwas gegen d.wirtsch.Potenzial eines vereinigten D! Sie hatten Recht. Den D das vorzuwerfen wäre lächerlich!
Th.glaubte, wenn sie d.Banken dereguliert, hätte GB einen Vorteil. Die Bankster fahren nun alles an d.Wand. Die €-Zone kann froh sein, hat sie nicht GB auch am Hals!! Und GB sollte froh sein, überhaupt in d.EU bleiben zu können...


Helga Hanson

21.10.2012, 14:14 Uhr
Melden 20 Empfehlung 1

Herr Gasser, nicht nur Herr Mitterand war gegen die Wiedervereinigung, auch Frau Thatcher hatte große Bedenken, wie man in den Memoiren von Charles Powell, ihres damaligen außenpolitischen Beraters, nachlesen kann.


André Gasser

21.10.2012, 13:44 Uhr
Melden 14 Empfehlung 44

Es ist eine sehr traditionelle Leseart in deutschsprachigen Regionen dass die bösen Franzosen Schuld sind wenn etwas schief läuft. Interessanterweise nimmt Frankreich seit 100 Jahren seine Grossmachtsrolle in Europa meist produktiv wahr (EWR, TGV, Airbus, SECU etc.). Deutsche Machtgebaren waren bisweilen sehr destruktiv. Das erklärt, weshalb Frankreich von Kohl Garantien verlangte!


Peter Spahr

21.10.2012, 13:18 Uhr
Melden 29 Empfehlung 0

Es ging nicht direkt um Honigtöpfe, sondern um die Einhegung eines wirtschaftlich viel stärkeren "Partners". Der Schuss ist aber nach hinten losgegangen. Die "deutsch-französische Freundschaft" ist wohl auch rhetorisch nicht mehr lange haltbar - Deutschland kann die Konzessionen nicht leisten (Grundgesetz), welche aus französischer Sicht notwendig wären.


Michael Fischer

21.10.2012, 10:17 Uhr
Melden 37 Empfehlung 6

So ein Quatsch! Deutschland war bereits mit der DM mehrere Jahre "Exportweltmeister", und die Löhne sind auch heute noch höher als in Frankreich oder Italien. Antworten


andy stutz

22.10.2012, 06:05 Uhr
Melden 6 Empfehlung 0

@müller
man sollte die durchschnittlichen stundenlöhne vergleichen und nicht ausgewählte. D hat immer noch höhere löhne als F und die sog. PIGS und ist dennoch produktiver!


Karl Müller

21.10.2012, 13:44 Uhr
Melden 19 Empfehlung 14

Das stimmt nicht ganz Leiharbeiter Std Lohn Frankreich 12€ Deutschlan 8€


Gianni Rossi

21.10.2012, 10:10 Uhr
Melden 29 Empfehlung 7

D hat eine "Aldisierung" ihrer Gesellschaft zugelassen...die Gutausgebildeten sind nach halb Europa ausgewandert (CH, Skandinavien, NL), dafür Minderausgebildete eingewandert, als billige Arbeitskräfte...dank des schwachen Euros ist die Exportwirtschaft sehr stark, die Binnennachfrage jedoch sehr bescheiden, was in D abgeht ist nicht erstrebenswert, exportieren ist gut, solange der Kunde Geld hat Antworten


Peter Colberg

21.10.2012, 10:06 Uhr
Melden 65 Empfehlung 2

Zitat:"Es hat den trinkfreudigen, aber illiquiden Barbesuchern aus dem Süden erlaubt, anschreiben zu lassen"
Erlaubt, und nicht gezwungen. Die betroffenen Südländer Europas, die dadurch während Jahren weit über Ihre Mittel leben konnten, tragen auch grossenteils die Verantwortung für Ihren Wirtschaftlichen Schlamassel. Der der borgt muss sich doch bewusst sein das Rückzahlung eine Bedingung ist.
Antworten


Alex Kramer

21.10.2012, 10:35 Uhr
Melden 27 Empfehlung 1

Zur Vervollständigung: Wer Geld borgen zulässt, muss sich über die Liquidität / Bonität seines Schuldners informieren und ggf. Nein sagen können zum Geschäft; oder halt eben ein Pfand einbehalten. Ansonsten schafft man Blasen, die irgendwann mal implodieren können.
Das Novum der Letzten Jahre war, dass selbst die seriösen Mittelsmänner dieser Geschäfte, die Banken, selbst pleite waren oder sind.


Chris Hauser

21.10.2012, 10:14 Uhr
Melden 16 Empfehlung 4

aber der Wirt hat auch sehr gut gelebt, sein Getränkelieferant, sein Möbelausstatter, das Steueramt und alle Mitspieler


Helmut Fischer

21.10.2012, 10:02 Uhr
Melden 53 Empfehlung 2

Ich denke das ganze €-Problem ist auf die die Unterschiedlichen Denkweisen und Kulturen der €-Länder zurück zuführen. Vor dem € haben die Länder des Südens alle Jahre ihre Währung der Wirtschaftsleistung angepasst, das geht jetzt nicht mehr. Sehen sie nur die unterschiedlichen Rentenalter an. Alle sehen eher 67 Jahre, aber der neue Präsident in Frankreich geht wieder zurück auf 60 Jahre. Super! Antworten


Sabine Schweizer

21.10.2012, 14:45 Uhr
Melden 13 Empfehlung 0

@Spahr Natürlich bloss wenn Sie Singapore Zimbabwe+Irland vereinheitlichen wollen braucht es auch gemeinsame Konzepte in Politik, Wirtschaft u eine gemeinsame Vorstellung von Lebensqualität. Wenn aber jedes Land auf Selbstbestimmung besteht gleichzeitig andere Vorstellungen v Lebensstil, Freiheit u Demokratie hat dann wirds schwierig mit der Einheit. Man kann dem Bürger keine Gemeinsamkeiten aufzwingen.


Peter Spahr

21.10.2012, 13:27 Uhr
Melden 11 Empfehlung 0

@Sabine Schweizer: in Singapur herrscht Prosperität UND ein subtropisches Klima. Zimbabwe war mal die Kornkammer Afrikas (es gibt viel brachliegendes, fruchtbarstes Land im Hunger-Kontinent), inzwischen brauchen sie Lebensmittelhilfen von den Hilfswerken. In Irland ist es viel kühler und trotzdem sind die Finanzen aus dem Lot. Mentalität + Kultur sind weit wichtiger für Prosperität als das Klima.


Drazen Perinic

21.10.2012, 12:58 Uhr
Melden 22 Empfehlung 1

Absolut richtig! Die Fiskalsitten der Südländer unterscheiden sich deutlich von denen der Deutschen. Und die deutschen Politiker glauben immer noch, dass sie diese Sitten kurzfristig ändern können. Das ist ein Irrglaube, denn dazu würde man Jahrhunderte brauchen. Die Unterschriften der Südländer unter dem Fiskalpakt sind einen Pfifferling wert.


Sabine Schweizer

21.10.2012, 11:50 Uhr
Melden 19 Empfehlung 2

@Fischer Richtig. Selbst ein Laie weiss, dass der Versuch klimatische, naturbedingte+strukturelle Gegebenheiten sowie unterschiedliche Lebens- +Arbeitsweisen (all das, was ein Land überhaupt ausmachen) zu vereinheitlichen nur hintenraus gehen kann. Brüssel hat verpasst zwischen Selbstverschuldung+ d Besonderheiten seiner Mitglieder, die nicht zu beeinflussen sind, zu unterscheiden. Null Konzept!


Jürgen Obst

21.10.2012, 10:01 Uhr
Melden 31 Empfehlung 4

Das Grundproblem im ganzen ist das sich alle EU Länder einen Administrativen Wasserkopf leisten der Sie führt. Diese vom Volk bezahlten Politiker und Staatsangestellten werden nicht nach dem Leistungsprinzip bezahlt sondern für Ihr Dasein. Es gibt in der EU keine Volksvertretung mehr sondern Politiker, eine Kaste welche nur sich selbst erhält. Da wurde nicht abgespeckt. Vertretung von sich selbst. Antworten


Ursula Badertscher

21.10.2012, 09:55 Uhr
Melden 39 Empfehlung 2

Geld ist im Prinzip ein reines Glaubenssystem. Also geht es doch nur darum, den Schein zu wahren, um sich ein paar Jährchen länger (od. sind es nur noch Mt.?) bei den fleissigen bedienen und als leistungslose Rendite an die Kapitalhorter u. Besitzer von Geldschöpfungslizenzen umschichten zu können. Ohne solche Buchhaltertricks wäre das $ystem längst am Ende. Wecki, wecki, Guten Morgen Realität! Antworten


Jean Engel

21.10.2012, 06:41 Uhr
Melden 2 Empfehlung 1

Ich nehme jetzt mal an, diejenigen die mit der Popper'schen Erkenntnis
"Leben ist - Problemlösen" nicht übereinstimmen, sind Positivisten,
die sich dadurch gerne Probleme schaffen ...
(Dies zu Aktion - Reaktion).
Antworten


Heinrich Elsigan

21.10.2012, 06:09 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

Es betrachten immer alle Europa der €-Zone als eine Insel, in deren Mittelpunkt die EZB im schönen Frankfurt am Main steht. Diese Sichtweise ist katastrophal falsch. Ich kann es nicht oft genug erwähnen, weil es ja auch Importe/Exporte nach Übersee und eine Außenhandelsbilanz der gesamten Eurozone und eine Interbank Exchange System mit dynamischen Wechselkursen seit dem Ende von Bretton Woods gibt Antworten


Marcel Senn

21.10.2012, 06:03 Uhr
Melden 7 Empfehlung 1

Man kann diese Target2 Salden eigentlich mit einem Blindgänger aus WKII irgendwo im Erdreich einer deutschen Grossstadt vergleichen. Solange niemand im Erdreich rumbuddelt und etwas neues bauen will (resp. die Eurozone gravierend verändern will) passiert nichts. Wenn aber die Bagger auffahren und auf die Bombe stossen, kann diese losgehen. Die T2 Salden sind harmlos, aber zugleich auch gefährlich. Antworten


werner hueppi

21.10.2012, 05:18 Uhr
Melden 21 Empfehlung 3

Sehr guter Artikel von Hr.Loepfe. Deutschand ist zum Opfer seines eigenen Erfolgs geworden u. sitzt nun in dieser Pleite EU in Geiselhaft. Ein Austritt aus der EU oder dem Euro ist nicht mehr moeglich, da die Kosten auch fuer ein wirtschaftlich starkes Land nicht mehr zu bezahlen sind. Bleibt es weiter in der EU, wird es zur unbeschraenkt zahlenden Geldquelle fuer die EU Sued- u. Oststaaten. Antworten


Bruno Froehlich

21.10.2012, 05:16 Uhr
Melden 14 Empfehlung 1

Aufgabe der Golddeckung duerfte riesiger Fehler gewesen sein. Funktionierte wie Tauschhandel, ohne Besitz, kein Handel. Papier- + virtuelles Geld plus Glaube an ewiges Wachstum die katastrophale Verfuehrung Schlaraffenland und nun die Umkehrrealitaet brutal steigender Armut. Gefordert Mut das Scheitern zu gestehen, System aendern und den angerichtet Schaden gemeinsam tragen, die Eskalation rennt! Antworten


Roland Strauss

21.10.2012, 15:15 Uhr
Melden 2 Empfehlung 1

Es gibt eine Beweise, dass eine Golddeckung notwendig ist. Entscheidend ist nur, dass das Geldsystem mit Verantwortung verwaltet wird. Schauen Sie sich mal die Dokumentation '97% owned' von Positive Money an.


Eddy B.

21.10.2012, 03:43 Uhr
Melden 42 Empfehlung 22

Deutschland mir ihrer Niedriglohn Politik hat Europa sehr geschadet , sie sind Exportweltmeister, aber die Arbeiter/innen haben dafür viel weniger Lohn und die andern Länder können nicht exportieren, weil sie einfach zu teuer sind. Antworten


H. Jenni

21.10.2012, 22:28 Uhr
Melden 7 Empfehlung 2

@Eddy B et al: Die meisten EU-Problemländer (PIGS) sind und waren keine bedeutenden Exportländer. Mit oder ohne hohe Löhne. Mit Korken (P), Olivenöl (G) und Autos (I) verdient man als Land eben nicht genug, um mit einem breit diversifizierten Exportland wie Deutschland mithalten zu können. - P.S. Auf einer pro Kopf Basis ist übrigens die Schweiz Exportweltmeister.


Maciej Pietrzak

21.10.2012, 11:08 Uhr
Melden 8 Empfehlung 8

Ja, mit dem Geld das den Arbeitnehmern für ihre Arbeit abgenommen wurde, betreiben die deutschen Kapitalisten die Neokolonialisierung Europas. Hätten die Arbeitsnehmer dieses Geld erhalten und nicht die Banken (Kapitalisten) könnten sie die Produkte im S und O Europas kaufen, statt ihnen die Kredite für den Kauf D Produkte zu gewähren. O E Deindustrialisierung nach der Restauration des Kapitalism


will williamson

21.10.2012, 10:07 Uhr
Melden 4 Empfehlung 2

Sie haben es erkannt. Genau so ist es. Letztlich stellt sich aber die Frage, ob es interessant ist, die riesenhaften Guthaben abschreiben zu müssen, weil die Leistungsempfänger zahlungsunfähig werden.


Alex Renge

21.10.2012, 09:09 Uhr
Melden 17 Empfehlung 4

@Eddy B.: Halten Sie den Ball lieber flach: Die Schweiz exportiert pro Kopf noch mehr als Deutschland, und erzielt laufend hohe Handelsüberschüsse (siehe Artikel "Schweiz fährt wieder hohe Überschüsse ein", Tagi vom 29.6.12). Und mit dem manipulierten Franken-Kurs hat auch die Schweiz anderen Ländern sehr geschadet.


Roman Giger

21.10.2012, 03:02 Uhr
Melden 51 Empfehlung 11

auch die Schweiz sitzt in der gleichen Falle; allein die USA schulden uns $190 Milliarden Dollar ! (dieses Geld werden wir REAL NIEMALS wieder sehen !!!) der SNB sei Dank. Antworten


Marcel Senn

21.10.2012, 06:24 Uhr
Melden 8 Empfehlung 4

Giger: Sie verwechseln da was, die SNB hat keine Target2 Salden und ist auch nicht in der Lage $ zu schöpfen, da dies nicht unsere Währung ist. Meines Wissens sind die $ Reserven der SNB per Q2 22% resp. unter 100 Mia, das Hauptrisiko hier wäre, dass der $ massiv abgewertet würde, aber das hat eigentlich nichts mit Target2 zu tun. Und niemals wieder sehen ist einfach Ihre pessimistische Polemik...


Marcel Senn

21.10.2012, 00:51 Uhr
Melden 11 Empfehlung 6

Um das Target2 Problem zu lösen müsste folgender Ereignismix passieren:
a) Fluchtgelder aus den PIIGS Staaten in T2+Staaten müssten repatriiert werden
b) Die PIIGS Staaten müssten mehr in T2+ Staaten exportieren als importieren
c) Die T2+Staaten müssten in den PIIGS Staaten mehr Direktinvestitionen machen, auch Immobilien
Da abc aktuell eher unwahrscheinlich sind, tickt die Target2 Bombe weiter..
Antworten


will williamson

21.10.2012, 20:37 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

@Kramer: Sie bringen da was durcheinander. Die CH ist nicht Teilnehmer des Target2-Systems, das Herr Senn anspricht. Und die Behauptung von der Investition in faule Anlagen müssten Sie noch beweisen, nicht einfach aus dem hohlen Bauch zupfen.


Alex Kramer

21.10.2012, 10:43 Uhr
Melden 7 Empfehlung 1

Im Prinzip Richtig, Herr Senn!
Das Problem liegt aber bei unseren Grossbanken, welche die aktuell erforderliche Liquidität zur Rückzahlung von Fluchtgeldern gar nicht aufbringen können, da diese Mittel längst in irgendwelche unverkäuflichen / faulen Anlagen investiert worden sind.
Stellen Sie sich das Signal von Aktienverkäufe im Wert von 100en Mia. mal vor und den resultierenden Crash der Multis.


Marcel Senn

20.10.2012, 23:49 Uhr
Melden 10 Empfehlung 2

Die positiven Target2 Salden in D, Finnland, NL und Lux sind in den letzten zwei Jahren auch durch die massiven Kapitaltransfers durch Fluchtgelder aus PIIGS so hoch gestiegen. Es wurde bei den Transfers und der Gutschrift in den "reichen" Ländern von den Zentralbanken Geld geschöpft und dieses von den PIIGS ZB "noch"nicht ausgeglichen, da es sich ja um buchhalterische Verrechnungskonti handelt. Antworten


will williamson

21.10.2012, 10:03 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

Verrechnung erfolgt täglich:
Wenn ein Land ZB-Geld in ein anderes Land überweist, entstehen Verbindlichkeiten und Forderungen gegenüber der EZB, die als Clearingstelle (täglich 24:00 Uhr) fungiert. Bei der belasteten Notenbank entsteht ein negativer TARGET2-Saldo (Verbindlichkeit gegenüber der EZB) und bei der empfangenden Notenbank entsteht ein positiver TARGET2-Saldo (Forderung gegen die EZB)


Marcel Senn

20.10.2012, 23:12 Uhr
Melden 13 Empfehlung 1

Das Target2 Problem beruht auf einem Geldschöpfungsprozess der Zentralbank des Exportlandes wenn z.B. der Spanische Importeur deutsche Waren kauft, seiner Bank den Zahlungsauftrag gibt, diese an die spanische ZB meldet und dieser den an die dt ZB weitermeldet u auf der GBank des Exorteurs gutschreiben lässt.
Die span. ZB hat dann Schulden bei der dt. ZB und so wachsen die Target2 Salden.
Antworten


Ali Kazemi

20.10.2012, 22:42 Uhr
Melden 30 Empfehlung 12

Richtig:Alle wollen exportieren,aber wohin?während Jahrzehnte hat Westen Diktatoren der dritten Welt unterstützt,Kriege geführt u an Rohstoffe verdient,dies hat dazu geführt,dass 80% der Menschheit so arm wurde um überhaupt konsumieren zu können,während eine kleine Minderheit in Geld schwimmt.Erst wenn es den Armen besser geht,können Exporte nachhaltig steigen! Lösung=gerechte globale Umverteilung Antworten


Reto Burgener

20.10.2012, 22:29 Uhr
Melden 88 Empfehlung 16

Ein Land darf nicht vom Export abhängig sein. Nachhaltiger sind eine gesunde Binnenwirtschaft, Kleingewerbe, Industrien, die Arbeitsplätze schaffen. Die Globalisierung ist nicht das Allheilmittel. Die EU, die Europa auf dem Reissbrett blauäugig plant, scheitert nun doch schon seit Jahren immer gewaltiger. Europa ist unsozialer und undemokratischer geworden. Der Euro ist ein Fehler. Antworten


Martin Bär

20.10.2012, 21:59 Uhr
Melden 80 Empfehlung 36

Was ist das für ein Quatsch?!?
Weil D sich fit gemacht hat (die Welt besteht nicht nur aus der EU!) soll es nun für alle Schulden und Versäumnisse aufkommen? Wo sind die Reformen in den anderen Länder geblieben? Es ist so bequem "Solidarität" einzufordern....
Die Schulden in den Ländern müssen runter und das geht nur mit Sparen, eine effiziente Wirtschaft muss her! Es bleibt eine Zeit...
Antworten


walter bossert

21.10.2012, 10:52 Uhr
Melden 10 Empfehlung 3

Da bin ich wohl wieder mal ein linker! In schlechten Zeiten sollte eben gerade investiert werden und in guten Zeiten gespart ! Das dumme ist nur, die EU als solche hatte noch nie gute Zeiten und ist deshalb kaum zu retten. Aber auch die Schweiz hat die lange, gute Zeit nicht dazu benutzt die hohen Schulden zurück zu zahlen, damit fliessen weiterhin viele Millionen Steuergelder direkt zu den Banken


bena habena

20.10.2012, 21:35 Uhr
Melden 113 Empfehlung 6

Nirgends auf der Welt gibt es den Sachverhalt, dass ungleichstarke Fussballmannschaften gegeneinander spielen. Um das zu vermeiden gibt es die Ligen. Es spielen immer nur relativ gleichstarke Mannschaften innerhalb der Liga gegeneinander. In der EU ist das Gegenteil der Fall! Dort spielen metaphorisch "3.Ligisten" gegen solche aus der "Championsligue". Darum kann die EU nicht funktionieren... Antworten


Johannes Mueller

21.10.2012, 01:33 Uhr
Melden 51 Empfehlung 4

Dies ist ein super Vergleich ! Wahrscheinlich zu simpel, als dass dies die Staatsoberhäupter, Rat der Weisen, Denkfabrik in Brüssel usw. verstehen würden . . . . . . .


Tristan Niehues

20.10.2012, 22:49 Uhr
Melden 7 Empfehlung 43

Mit Fußball kann man vieles erklären Frau Bena aber nicht alles.


Max Meister

20.10.2012, 21:29 Uhr
Melden 84 Empfehlung 6

Als Nixon 1971 die Goldbindung des US$ aufgehoben hat, wurde Bretton Wood beerdigt. Seither sind alle Währungen virtuell geworden, vermutlich auch das Gold in Fort Knox. Würde man immer noch "altmodisch" Gold hin und herschieben, hätte man die "neumodischen" Probleme nicht, denn Gold lässt sich zum Glück nicht drucken. "Wer mit dem Feuer spielt kommt darin um" heisst ein Sprichwort. Antworten


Manfred Grieshaber

22.10.2012, 23:24 Uhr
Melden 0 Empfehlung 1

Auch mit einer Edelmetallwährung kann man wirtschaftliches Unheil anrichten. Besuchen Sie die Sonderausstellung "Kapital" im Landesmuseum. Da können Sie sich den wirtschatlichen Irrsinn ansehen der auch ohne Papiergeld ablief. So werden dort zu der Erkenntnis gelangen das heute wie vor 400 Jahren in Holland die gleichen Leute mit denselben Motiven ein vergleichbares Chaos anrichteten.


Franz Müller

20.10.2012, 21:15 Uhr
Melden 42 Empfehlung 96

Sie können endlos versuchen "das drohende Unheil" und den "Untergang der EU" herbeizureden - an der Bedeutungslosigkeit der Schweiz wird dies trotzdem nichts ändern. Antworten


werner hueppi

21.10.2012, 07:54 Uhr
Melden 17 Empfehlung 13

Lieber klein, als arrogant u. ueberheblich. Die Gefahren auf dieser Welt sind immer von Laendern gekommen, welche sich ueberschaetzten u. Kriege begonnen haben. Auch heute wird der Weltfrieden nicht durch Kleine Staaten bedroht. Etwas mehr Bescheidenheit wuerde gewissen Staaten nicht schaden, dazu gehoeren auch Laender aus Europa.


Sven Beimer

20.10.2012, 21:02 Uhr
Melden 65 Empfehlung 14

Und wieder nur eine Aufzählung der Grund- und Konstruktionsfehler des Euros. Dann die kühne Behauptung, die Austeritätspolitik wäre gescheitert.
Herr Löpfe: wieso? warum? Und welche Altenative gäbe es denn?
Die Griechen (und andere) haben über ihre Verhältnisse gelebt, davon müssen sie runter. Ohne Wettbewerbsfähigkeit haben sie (mittel- und langfristig) gar keine Chance.
Antworten


Bruno Baumgärtner

21.10.2012, 01:26 Uhr
Melden 33 Empfehlung 14

Vielleicht wollen die Griechen ja gar keine Wirtschaft wie wir sie haben und sie ihnen augezwungen wurde. Ob die Portugiesen, Italiener und Südfranzosen mit der EU und dem Euro glücklich sind kann auch angezweifelt werden. Diese Länder haben bevor die EU zum grossen Moloch wurde besten gelebt und wir alle haben uns auf die Ferien dort gefreut. Also, volle Kraft zurück ins Paradies! EU = No more!


Mirko Babic

20.10.2012, 21:01 Uhr
Melden 28 Empfehlung 7

Ja Frau Merkel, alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei oder der Euro vielleicht? Deutschland ist die wichtigste Stütze in der EU aber alleine gegen den kranken Rest und dann noch 27 Thesen und Antworten von andern EU Staaten. Die EU muss sich sofort reformieren, hin oder her mit den Schulden, eine Lösung MUSS her! Antworten


Peter G. Haamans

20.10.2012, 21:00 Uhr
Melden 14 Empfehlung 8

Seit wie lange wird nicht geredet über der Euro-Zerfall,ähnlich wie Griechenland-Krise...the group of thirty und der Bilderberggruppe haben in ihre letzter Sitzung etwas besprochen und aufhalten kann man es nicht mehr,positiv oder negativ Antworten


Daniel Meier

20.10.2012, 20:37 Uhr
Melden 4 Empfehlung 72

Quatsch.Wie gesagt, sind diese 700 Milliarden virtuell und selbst beim Ausseinanderbrechen kann D nur gewinnen, denn dann müssen die ANDEREN zahlen! Wenn sie das nicht können, fehlt das Geld aber auf keinen Fall. Natürlich hoffe ich nicht, dass die Eurozone aueinanderbricht, weil dann kommen ganz andere Probleme auf uns zu. Und übrigens wird es endlich Zeit, dass die Weltwährung eingeführt wird. Antworten


Alex Renge

20.10.2012, 20:32 Uhr
Melden 60 Empfehlung 12

Lesen Sie doch mal den Artikel "Ohne Opfer geht es nicht" heute auf Spiegel Online. Es ist ein Interview mit dem lettischen Wirtschaftsminister - dem Land mit dem höchsten Wirtschaftswachstum Europas. Seine Tipps und Erfahrungen würden Südeuropa um vieles weiter bringen, als ständige Demonstrationen und Streiks, die nur noch tiefer in den Abwärtsstrudel führen. Antworten


Alex Renge

21.10.2012, 08:43 Uhr
Melden 8 Empfehlung 2

@M. Lehmann: Solche Vergleiche hören sich nett an, bringen aber nichts. Lettland wächst wegen seiner Wettbewerbsfähigkeit und schlanker Strukturen. Bei Irland waren es eine Immobilienblase und eine ausser Kontrolle geratene Bankenindustrie.


Marguerite Lehmann

20.10.2012, 22:43 Uhr
Melden 29 Empfehlung 4

Herr Renge, höchstes Wirtschaftswachstum Europa's. Das gab es schon einmal: Irland!


Marcel Senn

20.10.2012, 20:11 Uhr
Melden 37 Empfehlung 0

Wenn man im Google "Querschuesse Target2" eingibt, kommt man auf eine informative Seite, die die Target Salden aller Länder monatlich aktualisiert. Bis 2007 waren ja fast alle Länder mehr oder weniger um den Nullpunkt (sogar Spanien hatte positive Salden). Ab 2011 haben sich dann die Salden dramatisch verändert D von +300Mia auf +695Mia und die PIIGS sind aktuell bei minus 970 Mia (von -300 Jan11) Antworten


Oskar Scherrer

20.10.2012, 20:08 Uhr
Melden 56 Empfehlung 4

Hier zeigt sich schön die Diskrepanz: Was gut ist für die Wirtschaft (brummender Exportmotor), muss nicht zwingend auch gut sein für die Bevölkerung! Fragen Sie Hartz 4 Empfänger oder Arbeitnehmer die sich für einen "Apfel und ein Ei" verdingen müssen! Antworten


Tristan Niehues

20.10.2012, 19:54 Uhr
Melden 44 Empfehlung 9

"Kranker Mann Europas", "EU Schlusslicht" usw. Damals wurde gejammert das Deutschland die Konjunktur in Europa abwürgt und reformunfähig wäre und jetzt? Nach den Reformen ist wieder Deutschland Schuld das es in Europa nicht läuft.
Nach der Logik der Franzosen und auch ein wenig des Autors wie ich finde sollte D einfach wieder die Löhne raufschrauben dann passts. Aber EU ist keine Insel siehe USA.
Antworten


werner mueller

20.10.2012, 19:52 Uhr
Melden 52 Empfehlung 9

@jenni fuer alle die es immer noch nicht glauben wollen. Man kann nicht x-verschiedene Kulturen in einen Mixer werfen, gut verquirlen und daraus etwas geniessbares machen. Aber solage es Leute gibt, welche angst haben ihr Gesicht zu verlieren, wird sich nichts aendern... Antworten


Thomas Schmid

20.10.2012, 19:39 Uhr
Melden 52 Empfehlung 29

Deutschland kennt diese Situation bestens, wenn der Schuldner nicht zurück zahlt. Sie haben ihre 42 Jahresraten à 269 Milliarden Goldmark auch nie überwiesen. Nicht einmal die ersten 20 Milliarden Goldmark wurden bezahlt! Später erklärte dann ein gewisser Mann mit dem "berühmten" Schnauz den Wert des Goldes....Ab einer gewissen Summe wird es schwierig sein Geld zurück zu fordern... Antworten


Urs Frei

21.10.2012, 22:40 Uhr
Melden 5 Empfehlung 2

Deutschland hat seine Kriegsschuld (finanziell, Gebiete, etc.) für den Ersten und Zweiten Weltkrieg schon längst bezahlt! 1990!!! wurde die letzte Rate der Reparationszahlungen des Ersten Weltkriegs beglichen. Schuldnerstaaten wie Griechenland, Spanien usw. sollen halt bis 20xx ihre Schulden in Raten abbezahlen oder ein paar Inseln abtreten.


Alex Renge

20.10.2012, 20:37 Uhr
Melden 36 Empfehlung 5

@T. Schmid: Diese Erfahrung kann auch die Schweiz noch machen: Wenn D sein Geld nicht zurückbekommt, zahlt es vielleicht auch die Forderungen der SNB nicht mehr zurück. Dann gibt es in CH aber ganz schön lange Gesichter.


Tristan Niehues

20.10.2012, 20:07 Uhr
Melden 16 Empfehlung 4

Keine Goldmark rübergekommen? Obwohl Deutschland doch die alleinige Kriegsschuld trifft - zumindest wurde das ja so beschlossen.


Helga Hanson

20.10.2012, 19:28 Uhr
Melden 217 Empfehlung 59

Bis ich zu diesem Satz "Das machte ihre Wirtschaft zwar international wettbewerbsfähig, aber auf Kosten ihrer Nachbarn" kam, war ich mit dem Autor Philipp Löpfe einverstanden. Nein, nicht auf Kosten der Nachbarn, denn auch wenn die Löhne in Deutschland höher (gewesen) wären, hätten Länder wie F, PIIGS nur wenig mehr exportiert. Was genau hätten sie denn mehr exportiert? Immobilien in Spanien? Antworten


Hans Peter

22.10.2012, 10:04 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

Wenn die Leute mehr Geld bekommen würden (Vor allem die im Niedriglohnbereich) dann würden Sie bspw. sich auch mal ein Spanienurlaub leisten können. Tourismus ist auch eine Exportbranche. Gerade die unteren Einkommen würden jeglichen zugewinn umgehen für Kosum ausgeben.


H. Jenni

21.10.2012, 19:33 Uhr
Melden 11 Empfehlung 0

@Hanson: Ein ausgezeichneter Punkt. Ideologisch geprägte Journalisten und Politiker tendieren leider immer wieder dazu, diesen Punkt aufzubringen. Der Punkt ist aber genau der, dass beispielsweise Länder wie Portugal (Korken,Wein..) und Griechenland (Olivenöl..) wirklich nichts Wesentliches produzieren, das die Welt vemissen würde, wenn es dies (was auch immer) nicht mehr gäbe. Traurig, aber wahr.


Bert Hermann

21.10.2012, 10:24 Uhr
Melden 10 Empfehlung 2

Genau Frau Hanson! Das Problem Portugals, Spaniens, Italiens u. a. Frankreichs liegt doch eigentlich in den Jahrhunderten ihrer
Kolonaialzeit. Auch das GB. Sie haben sich genommen was sie brauchten und diesen Ländern verkauft was die nicht brauchten.
Jetzt suchen die krampfhaft nach neuen Kolonilapartnern in Europa. Deutschland will aber nicht im- sondern exportieren davon
und mit lebt es.


Reto Stadelman

21.10.2012, 09:51 Uhr
Melden 5 Empfehlung 1

@Hanson
Ich weis nicht was die PIIGS vor der "deutschen Revolution" exportiert haben. Aber ich wäre vorsichtig damit zu behaupten, die Deutschen hätten nur bessere Qualität geboten. Zum Teil hat da sicherlich auch ein Preisdumping mitgespielt.
@Beimer
Sehe ich auch so. Die Südländer haben sich noch nicht an die harte weltweite Realität angepasst. Das jetzt zu machen ist hart, aber nötig!


Alex Renge

21.10.2012, 08:59 Uhr
Melden 10 Empfehlung 1

@H. Hanson: Doch, leider schon. Aber das hat hier Methode ...


Helga Hanson

20.10.2012, 22:18 Uhr
Melden 39 Empfehlung 8

@alexandre blatter - Und wenn die irischen Banken sich nicht so verspekuliert hätten (2007/08) um dann von der Irischen Regierung gerettet werden zu müssen, und die Spanier nicht "white elephants" gebaut hätten und wenn nicht so viel billiges Geld auf dem Weltfinanzplatz zur Verfügung gestanden wäre, wenn, wenn, wenn... Deutschland wird doch hoffentlich nicht für all das verantwortlich gemacht?


alexandre blatter

20.10.2012, 21:09 Uhr
Melden 37 Empfehlung 3

Die Aussage stimmt schon. Aber nicht im Bezug auf die Exporte der PIIGS, sondern deren Binnennachfrage. Beispiel: Die Italiener hätten nämlich sich weniger deutsche Autos leisten können... Somit wäre auch der Export von Deutschland nicht so hoch.


Sven Beimer

20.10.2012, 20:57 Uhr
Melden 34 Empfehlung 8

Löpfe macht den Fehler, dass der nur die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der EU sieht. DE machte sich (notgedrungen) international wettbewerbsfähig. Der Rest der EU hat das verschlafen.


Jean Engel

20.10.2012, 19:27 Uhr
Melden 59 Empfehlung 21

Man kann es noch einfacher sagen.
Die Tüchtigeren sind immer im Vorteil - weil sie werden auch mit Problemen besser fertig.
"Leben ist - Problemlösen" (Sir Karl Raimund Popper).
(Helmut Schmidt war Anhänger von Popper).
Antworten


Andreas Notter

20.10.2012, 19:24 Uhr
Melden 23 Empfehlung 77

Sinn hat für einen Ökonomen recht extremistische Ansichten welche er im Monatrhytmus zu wechseln pflegt. Bringt ihr diesen Herrn immer in der BaZ weil er deutsch spricht und es euch zu mühsam ist richtige Ökonomen z.B. aus den USA und UK auf englisch zu interviewen? Antworten


Fritz Lauber

20.10.2012, 20:42 Uhr
Melden 14 Empfehlung 20

@Notter 19.24 - Kann Ihnen nur beipflichten, huest und hott durch diesen Loepfe kaum je eine fundierte, geschweige denn eigene Ansichte. Verdient nicht mal das Praedikat links da wechselhaft wie der Wind. Auch waere ein zeitgemaesses Konterfei am Platz man sieht momentan ein Gesicht etwa zwischen Dragula und Verdruss.


H. Jenni

20.10.2012, 19:13 Uhr
Melden 261 Empfehlung 114

Tut mir leid, aber der einzige Weg, die EU-Zone vor dem Zerfall zu retten, ist es, aus der EU einen Bundesstaat (à la USA/CH) zu machen. D.h. = politische Union. Mit allem, was dazu gehört. Ansonsten implodiert die EU von innen. Man kann keine politische Einheit durch immer teurere und riskantere Schutzschirme künstlich am Leben erhalten, ohne diese in existenzielle Schwierigkeiten zu bringen. Antworten


maja naef

22.10.2012, 08:44 Uhr
Melden 2 Empfehlung 1

Das ist ja auch das Ziel.


H. Jenni

21.10.2012, 19:56 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

@Gassner: Ich habe das bewusst so geschrieben, um herauszufinden, wie lange es geht, bis jemand realisiert, dass "von innen implodieren" ein "weisser Schimmel" ist. Gratulation! Sie sind der erste, der das bemerkt hat! :-)


Wilfried Eckard

21.10.2012, 15:02 Uhr
Melden 6 Empfehlung 2

Das muß dir nicht leid tut, das ist mainstreamwissen sonst nicht, das ist die typische Meihnung des deutschen Michels der schläft und nicht sieht wie ein Machstaat geschaffen wird. Schafe ein Problem und presentiere später eine Lösung, nehmlich die der Hochfinanz und Elite.


Sven Beimer

21.10.2012, 12:17 Uhr
Melden 3 Empfehlung 2

@Siegenthaler: Ja, das wäre eine gute Idee. Aber das hiesse neben Transferzahlungen auch: gleiche Steuer-, Arbeits- und Sozialgesetze. Und auch (nach kurzer Übergangsfrist) gleich effektive Steuererhebung. Gleiche Bedingungen sind die Grundlage für Solidarität.


Reto Stadelman

21.10.2012, 09:55 Uhr
Melden 2 Empfehlung 2

@Hausammann
Nein, eher so etwas wie eine verbesserte USA. Ihre Einwände sind so alt und lächerlich wie die Einwände der Eidgenossen vor 160 Jahren. Damals wie heute wird sich die Vernunft durchsetzen.


Maciej Pietrzak

20.10.2012, 22:50 Uhr
Melden 7 Empfehlung 3

@B. Siegenthaler CH Konföderation hat gemeinsame Währung nach einem halben Millennium eingeführt. Die Ost- und Südeuropäische Länder haben € nach ein Paar Jahren in der EU bekommen. Die wirtschaftlichen und kulturellen Unterschiede zwischen diesen Ländern kann man in Jahrhunderten bezeichnen.


Helga Hanson

20.10.2012, 22:26 Uhr
Melden 12 Empfehlung 7

@H.Jenni - der Euro ist ein Produkt der EU, aber das selbe sind sie noch lange nicht. Und wie alles in der Geschichte, wird auch die EU einmal anders aussehen, als heute. Aber die EU gleich völlig abzuschreiben, wäre falsch. Der Gedanke auf die sich die EU und der Euro stützen, ist gut - aber die Umsetzung zeigt erhebliche Mängel, vor allem beim Euro.


Cyrill Hausammann

20.10.2012, 22:14 Uhr
Melden 39 Empfehlung 11

Also einen künstlichen Koloss, zusammengeschustert aus den unterschiedlichsten Kulturen, Nationen und Ethnien? Mit einer absolutistischen, zentralen Regierung und ohne Selbstbestimmung der einzelnen, regionalen Departments? Also so in etwa wie die Sowjetunion damals?


Probst Daniel

20.10.2012, 21:35 Uhr
Melden 12 Empfehlung 4

Tja, das ist theoretisch gesehen eine gute Idee. In der Realität ein nicht realisierbarer Trugschluss. Dafür braucht es noch gehörig mehr Druck auf die einzelnen Partner. Diese unglückliche politische Konstrukt besteht aus Menschen, die sich jeder selber der nächste ist. Nehmen ja, geben nein. Um Ihre Idee zu realisieren, braucht es einen waschechten Krieg mit einem Gewinner und vielen „Losern“.


Berthold Siegenthaler

20.10.2012, 21:03 Uhr
Melden 17 Empfehlung 13

Absolut einverstanden. Die Situation gleicht dem Schweizer Staat vor 160 Jahren. 22 Kantone, 22 Währungen. Die EU muss einen Staat bilden, der diesen Nahmen auch verdient. Das heisst TRANSFERZAHLUNGEN in ärmere Gebiete, eine Bankenunion muss her. Dann will auch die Schweiz mitmachen. Guckt Euch unser Politsystem an, es ist vorbildlich. ZH zahlt BE pro Jahr eine Milliarde! Solidarität ist gerfragt.


B. Leutwyler

20.10.2012, 20:21 Uhr
Melden 27 Empfehlung 2

Ein Bundesstaat nach Vorbild der USA/CH ist kaum umsetzbar, weil schon nach nationaler Verfassung die Gewaltenteilung nicht strikt umgesetzt ist und auf europäischer Ebene gänzlich fehlt.
Der neuste Coup ist ja der ESM, eine Legislativ-Behörde, indem die Finanzminister (Exekutiv-Mitglieder) Einsitz nehmen.
Dies könnte es in einer nach Check and Balances aufgebauten Demokratie nicht geben.


Hans Gassner

20.10.2012, 20:11 Uhr
Melden 15 Empfehlung 3

Wie muss man sich das vorstellen: "von innen implodieren"?



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