Der Dollar fiel noch tiefer

Aktualisiert am 26.11.2009

Der Dollar ist am frühen Donnerstagmorgen gegen den Franken auf den tiefsten Wert seit März 2008 gefallen. Einen neuen Rekord erzielte einmal mehr der Goldpreis.

Der Dollar fiel im asiatischen Handel gegen den Franken vorübergehend auf 0,9910 Franken und damit am zweiten Tag in Folge unter die Wechselkursparität. Das Allzeittief des Dollars gegen den Franken war am 17. März 2008 mit 0,9648 Franken erreicht worden. Der Dollar erholte sich am Donnerstag bei Aufnahme des Devisenhandels in Europa wieder etwas, blieb aber mit einem Mittelkurs von 1,0002 Franken schwach. Am Vorabend hatte ein Dollar 0,9966 Franken gekostet.

Händler führten den Tauchgang des Dollars auf die Erwartung zurück, dass in den USA die Zinsen noch während Monaten tief bleiben. Die wenig überzeugenden amerikanischen Statements zu Gunsten des Dollars liessen die Meinung zu, dass die USA in Wirklichkeit nur daran interessiert sei, dass die US-Valuta in geordneten Bahnen an Wert verliere, hiess es im Marktkommentar der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Der ZKB-Analyst ging davon aus, dass der Dollar noch weiter an Wert verlieren werde.

Marke von 1,5000 Franken verteidigt

Der schwache Dollar trieb laut Händlern den Goldpreis auf einen Rekordstand von 1196,80 Dollar je Unze. Etwas später lag der Unzenpreis bei 1186 Dollar, verglichen mit 1189,80 Dollar am Vorabend. Im physischen Handel kostete ein Kilogrammbarren 38'068 (Vorabend: 38'121) Franken.

Der Dollar zog laut der ZKB auch den Euro gegen den Franken mit sich nach unten. Der Euro fiel im asiatischen Handel gegen den Franken auf ein Tief von 1,5007 Franken. Das Rekordtief des Euro gegen den Franken wurde am 27. Oktober 2008 mit 1,4300 erreicht, fast noch einen Rappen tiefer als beim bisherigen Allzeittief nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA.

Am Donnerstagvormittag wurde der Euro zu 1,5086 Franken gehandelt, verglichen mit 1,5083 Franken am Vorabend. Marktbeobachter sprachen von Interventionsgerüchten. Die ZKB verwies in diesem Zusammenhang auf die Marke von 1,5000 Franken, die durch die Schweizerische Nationalbank in den letzten Monaten einige Male verteidigt worden sei. (sam/ap)

Erstellt: 26.11.2009, 11:30 Uhr

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