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Der nächste Streich von Standard & Poor's
Aktualisiert am 08.12.2011 20 Kommentare
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Die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat mehreren Grossbanken der Eurozone eine Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit angedroht. Unter anderem die Deutsche Bank (DBN 29.39 1.07%) und die Commerzbank würden mit einem negativen Ausblick bedacht, erklärte S&P am Mittwoch.
In Frankreich sind mit BNP Paribas, BPCE, Crédit Agricole und Société Générale vier Geldinstitute betroffen. Auch der italienischen Bank UniCredit droht eine Herabstufung. Die Ankündigung ist eine Folge der Androhung der Ratingagentur vom Montag, Deutschland und fünf weiteren Euro-Staaten die Spitzenbonität zu entziehen. Da die Ratings der Banken an die Bonitätsnoten ihrer Länder gebunden sind, wurde der Schritt erwartet.
Die Ratingagentur droht aber auch der Europäischen Investitionsbank (EIB) und der Entwicklungsbank des Europarates (CEB) mit einer Herabstufung. S&P versah die beste Bonitätsnote «AAA» für das Langfrist- Rating für EIB und CEB mit einem negativen Ausblick.
Problemausweitung auf Entwicklungsbank
Der Schritt folgt der 5. Dezember von S&P ausgesprochenen Drohung, 15 Länder der Euro-Zone herabzustufen – darunter Deutschland und Frankreich. S&P begründete die Überprüfung der Länder mit den erheblichen Unsicherheiten im Zuge der Schuldenkrise.
Der negative Ausblick für EIB und CEB spiegle die Besorgnis wider, dass sich die Probleme in der Euro-Zone auch auf diese Institutionen auswirken könnten, teilte S&P mit. Die EIB fördert die Ziele der Europäischen Union durch die langfristige Finanzierung tragfähiger Investitionen. Sie bietet Kunden im privaten und öffentlichen Sektor Darlehen, technische Hilfe, Garantien und Risikokapital an.
Die Entwicklungsbank des Europarates CEB vergibt langfristige zweckgebundene Darlehen für soziale Zwecke. Sie fördert unter anderem Projekte in Ausbildung, Gesundheit und Umweltschutz. Ziel ist die Verbesserung der Lebensverhältnisse in den am wenigsten begünstigten Regionen Europas. (kpn, ami/AFP)
Erstellt: 08.12.2011, 07:34 Uhr
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20 Kommentare
Wer versteht heute noch das Banken-, Geld- und Ratingswesen? Wohl kaum jemand, selbst sogenannte "Finanzexperten" nicht mehr. Irgendwie habe ich einfach nur noch das Gefühl, die Eurozone und das europäische Finanzwesen will man auf Teufel komm raus kaputt machen. Wäre ich eine Ratingagentur, ich müsste doch USA und ihre Banken auf ZZZ Totalramsch herabstufen, aber nix passiert da........ Antworten
S+P verkommt zur Ratlos Agentur, denn sie senkt erst jetzt ihre Rat(los)ings, wenn bereits selbst die Politiker der EU erkannt haben, dass sie ihre Probleme loesen muessen, und schon Massnahmen umsetzten. Zur Erinnerung Ratings muessen vorausschauend erstellt werden. Diese Faehigkeit scheint +P nicht mehr zu haben? Antworten
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