Wirtschaft
Dow Jones schliesst im 13-Monatstief
Aktualisiert am 03.10.2011 18 Kommentare
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Der Dow-Jones-Index ging mit einem Minus von 2,36 Prozent bei 10.665 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 notierte 2,85 Prozent niedriger bei 1099 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 3,3 Prozent auf 2335 Stellen.
Wie schon an den Aktienmärkten in Asien und Europa nagten auch in den USA neue Hiobsbotschaften aus Griechenland an den Hoffnungen, dass die Regierung in Athen doch noch der Schuldenfalle entrinnen kann.
Weitere Hilfen für das strauchelnde Euro-Land wurden in New York zwar einkalkuliert, doch das Schreckgespenst einer drohenden Staatspleite machte auch den US-Anlegern weiter zu schaffen. Anleger flüchteten vor allem aus Bankwerten. Sie fürchten, dass ein grosses europäisches Institut an seinen Belastungen durch Griechenland zerbrechen könnte.
Gefragte Yahoo-Aktien
Der Index des S&P-Finanzsektors fiel 4,5 Prozent. Papiere der Bank of America gaben knapp zehn Prozent nach, die von Goldman Sachs 4,7 Prozent und die von Morgan Stanley ( 13.25 -0.45%) 7,6 Prozent.
Einen Einbruch von in der Spitze bis zu 40 Prozent verzeichneten die Anteilsscheine von AMR . Unter Analysten wurde ein Antrag der Muttergesellschaft von American Airlines - der drittgrössten Fluggesellschaft der USA - auf Gläubigerschutz diskutiert. Die Aktien gingen mit einem Minus von 33 Prozent auf dem Handel.
Gefragt waren dagegen die Aktien von Yahoo . Der Gründer des chinesischen Onlinehändlers Alibaba hatte am Freitag Interesse an dem US-Konzern bekundet. Am Montag kündigte Yahoo zudem an, bei der Nachrichtenproduktion mit dem US-Fernsehsender ABC News zusammenarbeiten zu wollen. Yahoo-Titel legten 2,7 Prozent zu.
Besonders deutlich ging es für den Medizin- Forschungsdienstleisters Pharmaceutical Product Development nach oben. Die Papiere kletterten gut 25 Prozent nachdem die Beteiligungsfirmen Carlyle und Hellman & Friedman ankündigten, die Firma für 3,9 Milliarden Dollar zu kaufen.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,4 Milliarden Aktien den Besitzer. 288 Werte legten zu, 2773 gaben nach und 31 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,52 Milliarden Aktien 234 im Plus, 2365 im Minus und 47 unverändert.
SMI abgeschwächt
Die Schweizer Börse hat sich abgeschwächt. Die Indizes haben allerdings ihre Verluste am Nachmittag nach positiven Konjunkturdaten aus den USA etwas verringert. Die defensiven Werte sorgten für Schadensbegrenzung.
Der Swiss Market Index (SMI) büsste heute 0,65 Prozent auf 5495,69 Punkte ein, das Tagestief wurde bei 5427 Stellen notiert. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gab um 0,92 Prozent auf 812,03 und der Swiss Performance Index (SPI) um 0,73 Prozent auf 4970,13 Zähler nach.
Zweistellige Kurssteigerungen
Die Eurokrise setzte insbesondere Finanzwerte unter Druck. So verloren die Grossbankaktien Credit Suisse (-4,6 Prozent) und UBS (- 4,3 Prozent) deutlich an Terrain. Auch Julius Bär (-1,0 Prozent) tendierten schwächer als der Gesamtmarkt. Diese Papiere hatten allerdings die Vorwoche mit zum Teil zweistelligen Kurssteigerungen abgeschnitten.
Bei den Versicherern sanken Swiss Life um 2,2 Prozent, ZFS um 3,0 Prozent, Bâloise um 0,8 Prozent und Swiss Re um 0,6 Prozent. Der Rückversicherer hat den früheren CEO und heutigen Chairman des US- Versicherers MetLife, Robert Henrikson, zur Wahl in den Verwaltungsrat nominiert.
Die anhaltenden Konjunktursorgen banden die zyklischen Werte zurück. Hier fielen Clariant (-2,3 Prozent), Adecco (-2,7 Prozent) und Transocean (-1,7 Prozent) durch grössere Verluste auf. Lonza gaben um 1,6 Prozent nach. Mit einer festeren Tendenz zeigten sich bei den Zyklischen die volatilen Logitech ( 2,7 Prozent), Kühne Nagel ( 1,2 Prozent) sowie SGS ( 1,2 Prozent). (ami/sda)
Erstellt: 03.10.2011, 23:04 Uhr
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18 Kommentare
Wer ist nun davon überrascht, dass Griechenland seine Ziele nicht erreichen kann? War doch stets an der Tagesordnung. Die Finanzgeschichte zeigt klar auf, dass das moderne Griechenland noch nie mit Geld umgehen konnte. Wussten das die Europapolitiker etwa nicht? Antworten
Bleibt zu hoffen, dass jetzt auch langsam die " Volksvermögensvernichter" bei der SNB realisieren das Griechenland und der ganze marode Euro-Club nicht zu retten sind! Das Schweizer Volk kann die Exportindustrie und den Tourismus nicht einfach mit einem fixen Eurokurs subventionieren! Das Volk hat genug von diesem Betrug! Als Schweizer Bürger fordere ich die gesamte SNB Führung zum Rücktritt auf! Antworten
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