Wirtschaft

Dubai-Schock verblasst – Schweizer Titel schiessen in die Höhe

Aktualisiert am 01.12.2009

Die Aktienmärkte haben den Schrecken um die Zahlungsprobleme von Dubai überwunden. Die Schweizer Börse und mit ihr einige ausgewählte Titel legten sogar kräftig zu.

Der Swiss Market Index (SMI) gewann am Dienstag im Vortagesvergleich 1,77 Prozent hinzu und schloss bei 6.372,08 Punkten. Tagesgewinnerin unter dem SMI-Titeln waren Adecco mit einem satten Plus von 4,6 Prozent. Dahinter folgten die Holcim-Aktien, die 3,5 Prozent zulegen konnten und UBS, die 3,0 Prozent höher bewertet wurden. Syngenta konnte von einem positiven Zulassungsentscheid der EU-Kommission profitieren mit einem Plus von 2,9 Prozent. Nicht nur die UBS, sondern auch andere Finanztitel erholten sich deutlich: Swiss Re und der Zürich-Versicherungskonzern um je 2,6 Prozent, Swiss Life um 2,5 Prozent und Credit Suisse um 2,4 Prozent. Gestützt wurde der SMI auch durch das Schwergewicht Nestle, das 2,2 Prozent höher bewertet wurde. Der erstmalige Anstieg des realem Bruttoinlandprodukts im dritten Quartal 2009 nach einem Jahr wurde von Marktbeobachtern als positives Signal gewertet.

Gehoben wurde die Stimmung an den Aktienmärkten aber auch, weil der Dubai-Schock zu verblassen scheint. In Frankfurt stieg der Deutsche Aktienindex (DAX) um 2,68 Prozent auf 5.776,61 Punkte. Beste Werte im DAX waren K&S mit einem Gewinn von fast sieben Prozent, Henkel mit mehr als fünf Prozent, Daimler mit mehr als vier Prozent und Fresenius mit rund vier Prozent. In London legte der FTSE 100 um 2,34 Prozent zu. In Paris stieg der CAC-40 um 2,6 Prozent. Der Nikkei in Tokio hatte zuvor 2,4 Prozent fester geschlossen bei 9.572,20 Zählern, nachdem die japanische Notenbank eine Dringlichkeitssitzung einberufen hatte. Die Notenbank und die Regierung in Japan gaben später bekannt, dass sie die Wirtschaft des Landes mit massiven Hilfen weiter ankurbeln wollen. An der Wall Street in New York stieg der Dow-Jones-Index im Vormittagshandel um 0,9 Prozent auf 10.439,31 Punkte.

Der Dollar zeigte sich weiter schwach. Gegen den Franken sank die US-Valuta am späteren Nachmittag auf ein Tagestief von 0,997, verglichen mit 1,0047 am Vortag. Der schwache Dollar verhalf dem Goldpreis zu einem neuen Allzeithoch von zeitweise 1.200,50 Dollar pro Unze. Später sank der Preis auf 1.198,60 Dollar, verglichen mit 1.180 Dollar am Vortag. Der Kilogramm-Barren wurde zu 38.486 Franken bewertet, verglichen mit 38.120 am Vortag. (sam/ap)

Erstellt: 01.12.2009, 21:27 Uhr

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