Wirtschaft
Euro tiefer als am Freitag – US-Börsen im Minus
Aktualisiert am 11.05.2010 2 Kommentare
Anleger sprachen von erneuten Sorgen darüber, ob Länder wie Griechenland ihre Haushaltsprobleme langfristig wirklich in den Griff bekommen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel im frühen Handel 0,7 Prozent auf 10'711 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab ein Prozent auf 2350 Punkten nach.
Anleger bezweifelten, dass das Kreditpaket für Schuldennotfälle von insgesamt 750 Mrd. Euro Europas Schuldenprobleme dauerhaft löst. Analyst Paul Mendelsohn von Windham Financial Services in Charlotte sah etwa die Gefahr, dass hochverschuldete Länder möglicherweise die nötigen Einschnitte aufschieben, da notfalls ein Rettungspaket bereitstehe. Ausserdem warnte er: «Hier werden Schulden durch neue Schulden ersetzt. Das ist nicht wirklich ein Rezept für eine langfristige Lösung.»
Einige Anleger zeigten sich zudem beunruhigt über den Anstieg der Inflation in China auf die höchste Rate seit 18 Monaten. Die Investoren fürchten, dass die chinesische Notenbank die Zügel weiter strafft und damit die Wachstumslokomotive der Weltwirtschaft abbremst.
Börsen und Euro wieder niedriger
Die Erleichterung an den Finanzmärkten nach der Entscheidung für einen Euro-Schutzschirm hat am Dienstag schnell nachgelassen. Die Börsen gaben nach dem massiven Auftrieb von Montag einen Teil der Gewinne wieder ab. Der Euro begab sich erneut auf Talfahrt.
Der Deutsche Aktienindex DAX notierte am Nachmittag wieder knapp unter 6000 Zählern, das war ein Minus von fast 1 Prozent. Am Montag hatte der Leitindex mit dem deutlichen Plus von 5,30 Prozent bei 6017,91 Punkten geschlossen. Der MDAX gab rund 1 Prozent nach, der TecDAX sogar 2 Prozent. Besonders die Bankwerte, die in der Rallye am Montag vorne gelegen hatten, rutschten um mehr als 3 Prozent ab.
Der Euro nahm den Abstieg wieder auf. Sein Referenzkurs wurde am Nachmittag bei 1,2698 Dollar festgestellt, nach 1,2969 Dollar am Montag. Damit ist die Gemeinschaftswährung sogar noch unter das Tief von 1,2727 Dollar von Freitag gesunken. (sam/sda)
Erstellt: 11.05.2010, 16:07 Uhr
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2 Kommentare
Damit nachhaltiges Vertrauen in den Euro zurückkehrt, muss zuerst das Vertrauen in die Euroländer zurückkehren. Doch wer glaubt denn wirklich, dass Griechenland seine Hausaufgaben macht. Die Griechen sind absolut nicht Willens freiwillig auf etwas zu verzichten, leider wird das nur mit Zwang möglich sein. Die einzige Lösung ist, Griechenland aus dem Euroraum zu entlassen, so weh das allen tun mag. Antworten
Wer glaubt denn ernsthaft noch an das Gute in der Politik? Wem es weh tun würde, wenn Griechenland die Währungsunion, resp. EU verlässt. Den Banksters natürlich - sie könnten sich an Griechenland nicht weiter 'vergehen'. Bankster sind Wölfe im Schafspelz (u.h. Kreide gefressen) und hier wird die Demokratie 'aufgeweicht' - die Gewinne wurden gestern realisiert - allem 'Spekulanten-Blabla' zum Trotz Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



