Wirtschaft

Euroland rutscht in die Rezession

Aktualisiert am 23.02.2012 18 Kommentare

Brüssel korrigiert die Konjunkturprognosen deutlich nach unten. Vor allem die Sorgenkinder im Süden belasten die Eurozone – doch auch Deutschlands Wachstum kühlt sich ab. Der SMI reagierte sofort.


Links

SMI

  • SMI
[Alt-Text]

Artikel zum Thema

Dax

  • Dax
[Alt-Text]

Stichworte

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Die Eurozone rutscht laut einer Konjunkturprognose der EU-Kommission in die Rezession. Den Berechnungen zufolge schrumpft die Wirtschaft in den 17 Euroländern im laufenden Jahr um 0,3 Prozent. Die Brüsseler Experten korrigierten ihren Ausblick damit deutlich nach unten.

Im Herbst hatten sie noch mit einem Minimalwachstum von 0,5 Prozent für 2012 gerechnet. Die Inflationsrate wird nun nach den Berechnungen in diesem Jahr bei 2,1 Prozent in der Euro-Zone liegen und damit 0,4 Prozent über der Herbst-Prognose. In der gesamten EU stagniert die Wirtschaftskraft nach den Angaben (0,0 Prozent), anstatt um 0,6 Prozent zu wachsen, wie noch im Herbst angenommen. Die Konsumentenpreise werden demnach in den 27 EU-Ländern zusammengenommen um 2,3 Prozent steigen.

Es sind vor allem Griechenland und Portugal, die die Währungsunion in die Rezession ziehen. Für Hellas prognostiziert die EU ein Minus von 4,4 Prozent, nach einem Einbruch von 6,8 Prozent in 2011. In Lissabon verschärft sich die Lage: Nach einem Minus von 1,5 Prozent rechnet die Kommission für das laufende Jahr mit einem Negativwachstum von 3,3 Prozent. Düster ist auch die Entwicklung in Italien, dort kippt die Konjunktur von plus 0,2 Prozent im vergangenen auf minus 1,3 Prozent im laufenden Jahr. Die gleiche Tendenz in Spanien: Dort rauscht die Konjunktur mit einem Prozent ins Minus.

Starke Verlangsamung in Deutschland

Deutschland wird der Prognose zufolge seine Rolle als Konjunkturlokomotive nicht mehr so stark spielen können, weil sich das Wachstum von drei Prozent auf 0,6 Prozent stark verlangsamt. Allerdings weisen in der Eurozone nur die Slowakei und Estland mit 1,2 Prozent im laufenden Jahr ein grösseres Wachstum als Deutschland auf.

Währungskommissar Olli Rehn war dennoch um Optimismus bemüht. «Obwohl die Konjunktur stagniert, sehen wir Zeichen der Stabilisierung», erklärte er. So sei der Druck an den Finanzmärkten geringer geworden. Zudem seien die Bedingungen für eine Rückkehr zum Wachstum geschaffen worden. Die Unruhe an den Finanzmärkten nehme beispielsweise ab. «Wenn wir entschlossen handeln, können wir die Trendwende von der Stabilisierung zur Steigerung von Wachstum und Beschäftigung schaffen», sagte Rehn.

(ami/sda)

Erstellt: 23.02.2012, 11:44 Uhr

18

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

18 Kommentare

Linus Huber

23.02.2012, 11:48 Uhr
Melden 47 Empfehlung

Ja Mr. Rehn, handeln Sie entschlossen, treten Sie zurück und lösen Sie die EU auf, womit das größte Problem Europas beseitigt wäre. Zweckoptimismus ist eher fehl am Platz, wenn man verhindert, dass die Abschreibung von Fehlinvestitionen verhindert wird um deren Kosten der Allgemeinheit unterzujubeln. Schuldenversklavung von Bevölkerungen und Aushebeln der Demokratie führt kaum zu Wachstum. Antworten


Andreas Moser

23.02.2012, 13:22 Uhr
Melden 19 Empfehlung

Die Abwärtsspirale wird bald voll einsetzen.Die grosse Depression lässt grüssen! Aber Ökonomen haben nie etwas vorhergesehen; sie sind vom Staat bezahlt und wagen sich nicht etwas gegen ihn zu sagen.
Euros werden gedruckt, bis die Flucht aus dem Euro wegen der Inflation massiv einsetzt. Währungsreformen lassen grüssen. Die Sparguthaben sind weg. man hat es den Schafen nur noch nicht gesagt!
Antworten



Wirtschaft

Populär auf Facebook Privatsphäre

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen
Grillsaison
homegate Besser grillieren mit unseren Experten-Tipps Mehr

In Partnerschaft mit:

Homegate


Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.