Wirtschaft
Fehlendes Vertrauen in Euro-Gipfel lässt Märkte schwächeln
Aktualisiert am 26.06.2012 1 Kommentar
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Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag schwächer geschlossen. Nach wie vor dominierten Konjunktursorgen und die ungelöste Eurokrise die Stimmung, waren sich Marktbeobachter einig. Am Wochenende seien Fortschritte mit Blick auf die Euro-Zone ausgeblieben, und zudem würden die Hoffnungen auf den Euro-Gipfel mehr und mehr schwinden. Besser als erwartet ausgefallene Immobiliendaten aus den USA stützten die Aktienmärkte nur kurz, und auch die Wall Street zeigte sich in der ersten Handelsphase schwächer.
Anleger befürchteten zum Wochenanfang, dass am Euro-Gipfel wiederum keine Lösung für die seit nunmehr zwei Jahren schwelende Euro-Krise gefunden wird. Nach einem Kommentar eines Händlers werde langsam eine Enttäuschung eingepreist. Gesprochen wird am Gipfel über eine Bankenunion, Eurobonds sowie weitere Wachstumsmassnahmen. Ebenfalls belastet wurden die Märkte von Konjunktursorgen um China und die USA.
SMI (SMI 8324.27 0.07%) gibt nach
Das wichtigste Schweizer Börsenbarometer SMI schloss um 0,75 Prozent tiefer auf dem Stand von 5944,48 Punkten (Tagestief: 5'913). Der breite Swiss Performance Index (SPI) verlor 0,82 Prozent auf 5522,13 Zähler. Die meisten SMI/SLI-Aktien gaben nach. Die grössten Verluste verzeichneten die Aktien von Nobel Biocare (-4,6 Prozent), gefolgt von den Aktien von Clariant (-3,1 Prozent).
Die Abgaben der Aktien von Nobel Biocare und aus dem breiten Markt von Straumann (-3,1 Prozent) wurden im Handel auf eine Studie von Merrill Lynch zurückgeführt, in der die Wachstumsprognosen der
Finanzwerte wurden infolge der Unsicherheiten um die Euro-Krise abgestossen. So verloren UBS-Aktien um 3,0 Prozent und Credit Suisse- Aktien um 2,7 Prozent.
DAX in den Keller, Dow Jones verliert
Das formelle Hilfsersuchen Spaniens und die Angst vor einem Scheitern des EU-Finanzkrisengipfels drückten in Frankfurt mächtig auf die Stimmung und die Kurse. Der DAX brach um 2,1 Prozent auf 6.132 Punkte ein. Auf Talfahrt ging auch der MDAX, der um 1,5 Prozent auf 10.024 Zähler nachgab. Um 2,1 Prozent sank der TecDAX, der zum Börsenschluss bei 725 Punkten pendelte.
Überschattet von der Euro-Krise haben die US-Börsen am Montag Verluste verbucht. Der Dow Jones Industrial fiel sofort nach Eröffnung mehr als ein Prozent ins Minus und verzeichnete in der Folgezeit eine Seitwärtsbewegung mit relativ geringen Ausschlägen.
Letztendlich verlor das Börsenbarometer 1,09 Prozent auf 12'502,66 Punkte. In der Vorwoche hatte der US-Leitindex ein knappes Prozent abgegeben.
Der breiter gefasste S&P 500 fiel am Montag um 1,60 Prozent auf 1313,72 Punkte. Der technologielastige Nasdaq Composite gab um 1,95 Prozent nach auf 2836,16 Punkte und der Auswahlindex Nasdaq 100 sank um 2,01 Prozent auf 2533,54 Punkte. (kpn/sda)
Erstellt: 25.06.2012, 23:59 Uhr
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1 Kommentar
Mich hat es immer gewundert, dass überhaupt noch jemand so etwas wie Vertrauen in dieses Kasperltheather hat. Ich weiss auch nicht der wievielte Gipfel es ist. Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen. Aber eines weiss ich mit Sicherheit, selbst wenn Deutschland bis zur nächsten Sintflut bürgt wird dieses Konstrukt in sich zusammenbrechen. Da nutzt weder Bankenunion noch ESM oder Eurobonds etwas. Antworten
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