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Gold ist so teuer wie noch nie
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Die Unsicherheit angesichts der Stabilität des Euro treibt den Goldpreis auf immer neue Rekordhöhen. Am Mittwoch lag der Preis für eine Feinunze (31,10 Gramm) Gold zeitweise knapp über 1245 Dollar - so hoch wie noch nie. Gold gilt als krisenfeste Anlage, da das Edelmetall von einer Geldentwertung nicht betroffen ist.
Den bisherigen Höchststand hatte der Goldpreis Anfang Dezember mit 1226,56 Dollar pro Unze erreicht. Dann sackte er wieder leicht ab, bis die Griechenland-Krise ihn Ende April erneut nach oben trieb. Nach der Einigung auf das Rettungspaket zur Stabilität des Euro am Wochenende kletterte der Goldpreis am Mittwoch dann auf den neuen Rekordstand.
Sicherer Hafen in unsicheren Zeiten
Trotz des Rettungsschirms in Höhe von 750 Milliarden Euro bestehe weiterhin die Angst, dass nach Griechenland weitere Euro-Staaten ihre Schulden ohne Hilfe nicht mehr begleichen können, sagte Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg. Diese Angst treibe die Anleger in das Gold. Das Edelmetall gilt in Krisenzeiten traditionell als sicherer Hafen.
Die Menge an Gold auf der Welt ist begrenzt, weil kaum noch neue Vorkommen erschlossen werden. Deshalb dürfte es immer Nachfrage nach dem Metall geben und Gold wohl immer etwas wert sein. Allerdings zeigen die vergangenen Jahrzehnte, dass es zu heftigen Preisschwankungen kommen kann und damit auch herbe Verluste drohen. Anleger profitierten zudem bei Gold nur vom eventuellen Kursanstieg. Laufende jährliche Zinsen gibt es bei der Anlage nicht. Sie sollten die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass die Preise nicht viel weiter steigen.
Gold kann in physischer Form als Münze oder Barren gekauft werden. Es gibt aber auch Zertifikate, Optionsscheine, Fonds oder andere Wertpapiere, die den Goldpreis abbilden oder sich an ihm orientieren. Sie erlauben teils auch, auf einen fallenden Goldpreis zu wetten. Ausserdem kann auch über Aktien von Goldminen oder Bergbau-Unternehmen indirekt am Goldpreis verdient werden.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 12.05.2010, 17:32 Uhr
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