Wirtschaft

Griechenland braucht mehr als zehn Milliarden Euro

Aktualisiert am 06.10.2013 60 Kommentare

Die Griechen werden auch nach 2015 noch finanzielle Unterstützung brauchen, sagt ein Experte. Die Hilfe werde weit über die vom IWF geschätzten zehn Milliarden Euro hinausgehen.

Erinnert an glanzvollere Zeiten: Der Parthenon während einer Zeremonie zu den Olympischen Spielen in Sotschi. (4. Oktober 2013)

Erinnert an glanzvollere Zeiten: Der Parthenon während einer Zeremonie zu den Olympischen Spielen in Sotschi. (4. Oktober 2013)
Bild: AFP

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Das von der Pleite bedrohte Griechenland benötigt nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) weit mehr als 10 Milliarden Euro zusätzliche Hilfen in den nächsten Jahren.

DIW-Präsident Marcel Fratzscher sagte der deutschen «Bild»-Zeitung (Print, Artikel online nicht verfügbar): «Es steht ausser Frage, dass Griechenland 2014 ein weiteres Hilfspaket braucht. Die Griechen werden auch nach 2015 noch Hilfen benötigen, die deutlich über die bisher vom IWF geschätzten zehn Milliarden Euro hinausgehen.»

200 Milliarden Euro für Griechenland

Fratzscher sagte weiter, die genaue Höhe des nächsten Hilfspakets werde sich danach richten, wie die Umschuldung gestaltet wird oder ob es einen Schuldenschnitt gibt. Die deutsche Regierung will sich bislang nicht zum Finanzbedarf Griechenlands ab 2014 äussern.

Das überschuldete Griechenland wird seit dem Jahr 2010 mit Notkrediten der Europartner und des IWF vor der Pleite bewahrt. Insgesamt flossen bislang Hilfen von mehr als 200 Milliarden Euro. Das im Gegenzug verlangte harte Sparprogramm führte zu einer erheblichen Verschärfung der Wirtschaftskrise. (kle/sda)

Erstellt: 06.10.2013, 13:57 Uhr

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60 Kommentare

Daniel Blattmann

06.10.2013, 14:35 Uhr
Melden 221 Empfehlung 34

Irgendwann kommt der grosse Chlapf in der EU und dem EURO. Hätten die einzelnen Länder Volksabstimmungen wie wir, wäre dieses Fehlkonstrukt wohl schon Geschichte. Und es gibt immer noch SchweizerInnen, die da dabei sein wollen. Ich auf jeden Fall "never ever" Antworten


Alex Kramer

06.10.2013, 14:23 Uhr
Melden 167 Empfehlung 15

Der Europäische Bankenschutz wird auch nach 2015 weitergehen um die Gläubigersicherung einiger Grossbanken zu gewährleisten.
Dass ausgerechnet diese selber krumme Geschäfte betreiben, welche unsere tolle FINMA nun langsam zu wälzen beginnt, verwundert kaum. Was mich stört, ist der Würgegriff, in welchem sich unsere Volkswirtschaften befinden und die Zurückhaltung der Politik, dies zu ändern.
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