Wirtschaft

«Ihr Schweizer lebt neben einem grossen, betrunkenen Elefanten»

Interview Mark Dittli, Peter Kuster, «Finanz & Wirtschaft». Aktualisiert am 18.05.2010 66 Kommentare

Willem Buiter, Chefökonom von Citigroup, ist bekannt für ungeschminkte Äusserungen. Er hat die Schuldigen der Euro-Krise geortet – und die Lage der Schweiz analysiert.

Zwei Grosse der Finanzbranche unter sich: Financier George Soros (l.) spricht zu Willem Buiter, der ganz genau zuhört.

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Der Ökonom Willem Buiter ist bekannt für markige Worte. Als Professor der London School of Economics und Kolumnist der «Financial Times» war er während der Finanzkrise einer der weitsichtigsten Beobachter des Geschehens (vgl. Interview in FuW Nr. 86 vom 4. November 2009). Ende 2009 wechselte er überraschend als Chefökonom zu Citigroup. Die Befürchtung, er werde dadurch zahm, hat sich nicht bewahrheitet. Nach Ansicht Buiters ist der griechische Staat insolvent. Das beschlossene Rettungspaket diene in erster Linie dazu, den Banken allzu grosse Abschreibungsverluste zu ersparen.

Herr Buiter, was halten Sie vom gewaltigen Rettungs- und Stabilisierungspaket, das die EU-Finanzminister gezimmert haben?
Es löst in der kurzen Frist die Liquiditätskrise am Markt für Euro-Staatsanleihen. Insofern ist das beschlossene Vehikel ein politischer Erfolg, denn es legt die Basis für ein dringend benötigtes neues finanzpolitisches Instrument. Wenn der Fonds so ausgestaltet wird, wie ich denke, dann öffnet er den Weg für die Emission supranationaler Euro-Bonds, die von allen Ländern der Währungsunion gemeinsam garantiert werden und die dann benutzt werden können, um Finanzierungskrisen einzelner Mitglieder zu überbrücken.

Ist er mit 440 Milliarden Euro gross genug?
Für den Moment ja. Ich gehe aber davon aus, dass er permanent gemacht – nicht wie jetzt vorgesehen auf drei Jahre beschränkt – und im Lauf der Zeit deutlich aufgestockt wird. Mittelfristig dürfte das Vehikel mit Kapital und Garantien in Höhe von rund 2000 Mrd. € ausgestattet werden. Damit das Projekt funktioniert, muss der supranationale Fonds zudem scharfe Zähne haben. Einem finanziell angeschlagenen Land müssen harte Sparmassnahmen aufgezwungen werden können.

Hat der Fonds das aus heutiger Sicht? Hat er genügend scharfe Zähne?
Das wissen wir noch nicht. Aber das ist ein zentraler Punkt, denn ohne glaubhafte Kompetenzen würde der Fonds zu einer permanenten Umverteilungs- und Subventionsmaschine für die schwachen Euroländer. Das würde die Bevölkerung in den starken Ländern nicht schlucken, und die Währungsunion zerbräche früher oder später daran. Wir werden schon bald sehen, wie hart die Euro-Institutionen mit einem finanziell angeschlagenen Mitglied umzugehen bereit sind. Griechenland wird es zeigen.

Wie genau?
Der griechische Staat ist insolvent. An dieser Tatsache ändert auch das jüngste Hilfspaket nichts. Es wird zu einer Restrukturierung mit Schuldenschnitt kommen.

Weshalb denn die Liquiditätsüberbrückung? Wieso wurde nicht sofort eine Restrukturierung in Angriff genommen?
Ökonomisch gesehen wäre das die bessere Vorgehensweise gewesen. Die Erfahrung mit staatlichen Finanzkrisen lehrt, dass ein Schuldenschnitt so rasch wie möglich vorgenommen werden sollte, sobald er unabwendbar ist. Der gewählte Weg hat nur einen Zweck: Den Banken wird Zeit gegeben, ihre griechischen Bonds loszuwerden. Wäre ein Schuldenschnitt umgehend beschlossen worden, wären die griechischen sowie einige deutsche und französische Banken kollabiert.

Wer wird die Abschreibungsverluste am Ende denn tragen?
Die staatsgarantierten oder -kontrollierten Institutionen, denen die Geschäftsbanken ihre griechischen Bonds wahrscheinlich zu aufgeblähten Preisen verkaufen werden. Am Ende also die Steuerzahler – ein weiteres Beispiel, wie Banken ihre Verluste verstaatlichen können.

Wie gross wird der griechische ‹Haircut› sein, und wann wird er kommen? Ich rechne mit 30 bis 40% und wohl spätestens im Jahr 2012. Dann läuft nämlich die Überbrückungshilfe aus, und Griechenlands Staatsschuld wird bis dann von heute 120 auf über 150% des Bruttoinlandprodukts gestiegen sein.

Sie sagen, Griechenland sei insolvent. Gilt das auch für Spanien, Portugal, Italien und Irland?
Nein. Die Relation zwischen Verschuldung respektive Defizit und Bruttoinlandprodukt in den anderen vier Ländern ist weniger schlimm als in Griechenland. In Irland beispielsweise ist das Budgetdefizit bedeutend zyklischerer Natur, während es in Griechenland strukturell ist. Besorgnis erregend ist indes die hohe externe Verschuldung des Privatsektors in Spanien und Portugal, ein Faktor, der im Auge zu behalten ist. Die Grundfrage in all diesen Ländern lautet: Ist das politische System bereit und in der Lage, der Bevölkerung ein schonungsloses – denn das ist nötig – Austeritätsprogramm aufzubürden? In Irland ist das bereits geschehen, die Beamtenlöhne wurden markant gekürzt. Zu Ausschreitungen kam es dort kaum.

Ist Spanien vom politischen System her denn eher vergleichbar mit Irland oder mit Griechenland?
Eher mit Irland. Sowohl in Spanien als auch in Portugal haben die Oppositionsparteien angekündigt, die Regierung in den Sparprogrammen zu unterstützen. Sogar die autonomen Gebiete in Spanien haben ihren Sukkurs angemeldet. Das ist ein wichtiger Unterschied zu Griechenland: In Athen scheint niemand bereit zu sein, für das Gemeinwohl auf irgendwelche Ansprüche zu verzichten.

Die Schweizerische Nationalbank interveniert seit Monaten kräftig am Devisenmarkt, um eine zu starke Frankenaufwertung zu verhindern. Tut sie das Richtige?
Sie hat keine andere Wahl. Ihr Schweizer lebt neben einem grossen, betrunkenen Elefanten. Dieser Elefant fällt jetzt um. Ihr könnt ihn nicht aufhalten, sondern nur versuchen, ihm so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen. Es ist Euer Unglück, dass Ihr kulturell, geografisch und wirtschaftlich so eng in die Eurozone eingebunden seid.

Kann die Nationalbank ihre Bilanz unendlich mit Euro-Papieren ausdehnen?
Es gibt keine Limite. Fragen Sie die Chinesen. Klar, die Strategie kann Kosten verursachen, etwa wenn die Notenbank für ihre Währungsreserven einen lausigen Zins erhält. Aber Notenbanken sind ja auch keine Unternehmen, die ihren Profit maximieren müssen.

Europas Politiker haben sich lauthals über Spekulanten an den Märkten empört. Ist an dieser Kritik etwas dran?
Nein. Einige Politiker mögen zwar selbst daran glauben, aber das ist Unsinn. Die Politiker haben versagt, hier handelt es sich um ein Fiskal- und nicht um ein Marktproblem. Auch wenn es den Markt für Credit Default Swaps nicht gäbe, auch wenn keine Möglichkeit existierte, auf fallende Kurse in südeuropäischen Staatsanleihen zu setzen: Die Obligationenkurse wären trotzdem wie ein Stein gefallen, und das mit gutem Grund. Wir haben es mit einem real existierenden Risiko von Staatsbankrotten zu tun, weil über Jahre zu viel Geld ausgegeben wurde. Das lässt sich nicht wegdiskutieren. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 18.05.2010, 14:06 Uhr

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66 Kommentare

Walter Kunz

09.12.2010, 14:11 Uhr
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Wesshalb hat Mr. Willem Buiter den zweiten, noch grösseren, Elefanten wohl nicht erwähnt? Antworten


Christophe bachmann

19.05.2010, 15:28 Uhr
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Klar hat die SNB eine andere Wahl. Sie soll keine EUR mehr kaufen. Mit EUR Gold kaufen. Wir brauchen nicht unendlich viele Hotels und Beton in der CH bzw. CH-Bergen. Einkauf wird für den Export dafür entsprechend günstiger. Schrumpfung ist auch gesund und sorgt für CHer genügend eigener Raum, was wiederum zu tieferen Land- und Miet- Preisen führt. Die Natur und der Verkehr profitiert auch davon. Antworten


Stalder Otto

19.05.2010, 15:22 Uhr
Melden

Jemand schreibt richtig! Vorschriften über Vorschriften in Asien gibts das alles noch nicht! Kirschbäume dürfen nur noch so hoch sein usw. beim Traktor muss der Heckscheibenwischer 120cm ab Boden sein. Beamte und nochmals Beamte. Wir können nur warten bis das in Asien auch soweit ist dann kommt in 100 Jahren das Wirtschaftswunder wieder bei uns vorbei........ also viel vergnügen beim warten Antworten


Christian Bucher

19.05.2010, 13:26 Uhr
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Herr Bär: wenn in Griechenland mehr als ein Viertel der Erwerbstätigen vom Staat bezahlt werden ist wohl schon zuviel ausgegeben worden. Auf jeden Fall ist Griechenland auf der anderen Seit nicht dafür bekannt, dass vom Staat auch grosse Leistungen an den Bürge erbracht werden... Herr Silberring: William Buiter hat sich in der FT gerade für ein Verbot von solchen CDS eingesetzt. Antworten


Bruno Bänninger

19.05.2010, 13:02 Uhr
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Egal ob EU-Fan oder Eu-Gegener, niemand freut sich über die Euro-Krise. Die EU-Bürokratie in Brüssel erlässt lächerliche Vorschriften über Gurken, Cervelats, Kindersitze etc. ist aber unfähig, die Schuldenwirtschaft der eigenen Mitglieder rechtzeitig aufzudecken und zu verhindern. Dass der Franken und unsere Wirtschaft von Versagern negativ beeinflusst werden kann, muss uns zu denken geben. Antworten


Peer Russo

19.05.2010, 11:51 Uhr
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Endlich wieder einmal einer der ungeschminkt die Wahrheit ausspricht. Die Regierungen haben versagt. Würden Sie heute Griechische Staatsanleihen kaufen wenn Sie 30-50% des Betrages nicht mehr zurückerhalten? Wenn Sie nicht kaufen un bereit sind das Geld zu verlieren sind Sie ein böser Spekulant. Antworten


Francesco De Giorgi

19.05.2010, 09:57 Uhr
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Und was ist mit den USA und Ihren Schulden? Wieder mal zwei selbst ernannte Päpste mit Weissagungskraft. Antworten


Heinz Butz

19.05.2010, 09:33 Uhr
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Endlich,endlich ist ein Anfang gemacht mit einem teilweisen Verbot von Leerverkäufen. Das muss aber noch viel, viel weiter gehen - bis zu einem totalen Verbot von Derivaten. Erst wenn die ganze Welt von diesem Übel befreit ist, wird auch die Finanzindustrie wieder ein Dienstleistungbereich und die Abzockerei hat ein Ende. Ein grosse Dankeschön an die Deutschen für diesen mutigen ersten Schritt. Antworten


Lars Benvenido

19.05.2010, 08:46 Uhr
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Mr. Buiter spricht Klartext. Griechenland ist pleite und wird die immensen Schulden nicht tilgen koennen. Die Politiker die fuer dieses Chaos verantwortlich sind wollen es nur nicht wahrhaben (wenigstens gegenueber der Oeffentlichkeit) und schreien empoert auf wenn zum Beispiel Joe Ackermann von der Deutschen Bank ebenfalls der gleichen Meinung ist wie Mr. Buiter und andere auch. Wie verlogen ! Antworten


Andreas Lehner

19.05.2010, 04:27 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Unglaublich. Soros und Co. sind doch keine Woelfe. Die Politiker schiessen doch auf sie weil sie einmal mehr recht gehabt haben. Die Griechen haben ihre Bilanz gefaelscht. Der Finanzminister gehoert nicht auf irgend ein Podium, der gehoert ins Gefaengnis! Kein Spekulant hat jemals vorgeschlagen jede bankrotte Firma oder Staat mit Steuergeld aufzupumpen! Das ist eine Idee der Politiker. Antworten


otto ris

19.05.2010, 02:32 Uhr
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Klare Worte über die Spekulanten: Die sind nämlich genauso "bös" und "schuld" an der Krise, wie jene, welche die Gegenseite der Leerverkäufe stellen, denn nur wo Sicherheit gekauft wird, kann spekuliert, sprich das Risiko übernommen werden! Alle Euroturbos, die das Staatsdefizit auf 100 % des BSP treiben wollen, sind pure Kommunisten! Wacht endlich auf! Antworten


hans meier

18.05.2010, 23:26 Uhr
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Es ist herrlich erfrischend, für einmal solchen Klartext zu lesen. Mr. Buiter bringt es auf den Punkt: Nicht irgendwelche obskuren Spekulaten, sondern die europäischen Politiker haben den Karren an die Wand gefahren. Indem einfach seit Jahren ungeniert über den eigenen Möglichkeiten gelebt und das Geld mit vollen Händen zum Fenster rausgeworfen wird. Antworten


Christian Natiez

18.05.2010, 23:01 Uhr
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Banker sparen nicht mit Kritik: Ackermann verniedlicht Griechenland (indem er Insolvenz prophezeit), Buiter haut in dieselber Kerbe. All dies rechtfertigen Banker mit "Realismus". Wer sind denn die Propheten der heutigen Zeit? Ausschliesslich Top-Dogs der Banken? Das Kapital der Wirtschaft sind immer die Menschen, die Arbeit leisten. Banken snd nichts als ein bürokratischer Überbau. Antworten


Kurt Meier

18.05.2010, 22:33 Uhr
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Die ganze Eurokrise ist wohl nur dazu gemacht um von dem eigenlichen Problem - dem US Staats Bankrott - abzulenken... und da schmeisst man mal Munter noch etwas Oel ins kleine Feuer damit das grosse Feuer etwas weniger auffällt... Antworten


res hunziker

18.05.2010, 21:27 Uhr
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gehen wir zurück an die wurzel allen übels: es ist unanständig bzw. unmoralisch, ohne echte arbeit geld zu kassieren! verbietet die börse! Antworten


Ruthild Auf der Maur

18.05.2010, 21:22 Uhr
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Gut, wir leben neben einem betrunkenen Elefanten. Der stockbesoffene Elefant befindet sich auf der anderen Seite des Atlantiks und heisst USA. Und wo Soros auftaucht, ist Währungskrieg. Der Euro soll also untergehen, damit der Dollar zum Währungsmonopol zurückfindet und der Rest der Welt inkl. good old Europe den Schuldenberg der Amis tilgen hilft. An Arroganz kaum zu übertreffen. Antworten


Jiri Cettl

18.05.2010, 21:08 Uhr
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Seehr geehrter Herr Buiter, ich habe Ihrer Komentar sehr genau durchgelesen, Sie haben gute Übersicht. Ich finde, wenn die Spekulationen auf der Börse untersagt wäre, könnte die Wirtschaft viel stabieler sein. Aber wir Menschen wollen alles haben und können keine Grenzen. Es ergibt doch alles kein Sinn, man muss sich nur bewusst sein wo wir eigentlich in dem Universum sind. Schönen Tag, J.Cettl Antworten


Fabian Baum

18.05.2010, 18:57 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Was Buiter sagt ist vielleicht nicht neu und nicht spektakulär dafür aber zutreffend. Die meisten Spekulanten-Jammerer bringen spektakuläre Sprüche, aber leider nichts zutreffendes. Griechenland hat ein Defizit von 13% und Beamte bis zum abwinken. Ausserdem haben sie über ihren Staatshaushalt gelogen. Da ist dann das Vertrauen weg. Da ist nichts Spekulatives dran. Antworten


Peter Gutknecht

18.05.2010, 18:52 Uhr
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Die Schweizer Nationalbank hätte sehr wohl eine andere Wahl, als mit der Giesskanne Geld zu verteilen (sprich: Euros zu kaufen): den Euro zu verkaufen, und mit den entgangenen Verlusten gezielt Schweizer Exporteure zu unterstützen. Kurzfristig müssten die EU-Exporteure gestützt werden, langfristig zu fördern wären aber Exporteure in andere Länder (Asien, Amerika...). Antworten


Rolf Müller

18.05.2010, 18:42 Uhr
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Alles richtig, was der Mann sagt! Auch wenn es bei uns und im EU- Raum wohl nur wenige hören wollen (was auch teils an den Reaktionen in den untenstehenden Kommentaren zu sehen ist). Aber eben - sobald die Politik eingreift, werden die markttechnisch sinnvollen Massnahmen ausgehebelt (ich erinnere an die EURO- Stabilitätskriterien). Schliesslich sind bald wieder irgendwo Wahlen. Antworten


Roland Strauss

18.05.2010, 18:42 Uhr
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All dieses angeblich zuviel ausgegebene Geld, wo ist es hin? Zum normalen Durchschnittsbürger jedenfalls nicht, unser Einkommen fällt Jahr für Jahr, gemessen an der Geldmenge. Reiche haben dagegen unglaublich zugelegt. Wohl eher ein Problem der Steuergerechtigkeit. Antworten


Alex Kramer

18.05.2010, 18:36 Uhr
Melden

Aha. Da ist zumindest einer, der ungeschminkt Klartext redet. Chapeau! Und wieder einmal zeigt sich, dass dieses aufgeblähte Europa von Politikern gelenkt wird, deren eigene Lenker in den Chefetagen der Banken sitzen. Ist ein alter Hut, nichts Neues. Man wollte es nur nicht wahrhaben, viele EU-ropäer werden auch diese deutlichen Worte von Willem Buiter weiterhin nicht verstehen wollen. Schade.... Antworten


john walch

18.05.2010, 18:27 Uhr
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und das sagt ein amerikaner. und wer ist der andere besoffene elefant (subprime crisis, 1000 milliarden us hilfspaket, etc...). ist es nicht die USA und der dollar? und die schweiz dazwischen. ach ja, die armen schweizer: alles findet auf der finanzwiese CH statt: wenn sich zwei vollgelaufene elefanten streiten, leidet das gras. Antworten


Roman Günter

18.05.2010, 18:07 Uhr
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@Oliver Bär - oder es könnte genauso gesagt werden, der Staat biete seine Infrastruktur zu billig an. Man könnte viel mehr heraus holen, z.B. Immobilienbewirtschaftung, höhere Bildung nur für Hochleistungsstudenten, Eintrittsgebühren für Immigranten, Ausquartierung von Sozialhilfeempf. in niederpreisige Regionen, u.s.w. Steuern sind immer eine Abgabe und nie ein Geschenk. Antworten


Roman Günter

18.05.2010, 17:52 Uhr
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Es wurde sehr wohl Essentielles angesprochen, aber die Chance eines paneuropäischen Ausgleichsfonds mit Lenkungsfunktion wird sehr wahrscheinlich wieder einmal übersehen und es wird einfach fremdes Geld verteilt. CDS dienen dem Risikoausgleich und Banken müssen Gewinnchancen wahrnehmen, was sie in der Regel auch tun. Leider herrscht hier weitverbreitets Missverständnis diesbezüglich. Antworten


Rudolf Ryf

18.05.2010, 17:49 Uhr
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Einer mehr der Klartext spricht. Warum soll eine Nachlassstundung mit späterem Prozentvergleich für Staaten nicht möglich sein? Als Begleitmassnahme kann die EU kurzfristige Liquiditätsspritzen mit strengen Auflagen gewähren. Antworten


Hans Vögtlin

18.05.2010, 17:41 Uhr
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Endlich ein couragierter Fachmann, der es klar formuliert: Man darf halt nicht mehr Geld ausgeben, als man einnimmt. Das ist der Grundsatz des einfachsten Haushaltbudgets, erst recht eines Staates. Und da geht es um Steuerhinterziehung , Steuerbetrug, Vetternwirtschaft mafiosen Ausmasses. Im antiken Athen, Urbild der Demokratie, wurden verdächtige Politiker durch das Scherbengericht verbannt. Antworten


Stefan Haller

18.05.2010, 17:41 Uhr
Melden

Ich sag's ungern aber er hat recht und doch auch wieder nicht. Es hat nicht nur die Politik versagt, sondern auch die Banken haben versagt und sich nicht an gewisse Richtlinien gehalten (Welche sie teils selbst entwickelt haben). Es lebe hoch die Gier, sei es als einzelner oder als grossverdienender Konzern, denn das Risiko interessiert sie nur gering. Antworten


Herbert Wiedemann

18.05.2010, 17:36 Uhr
Melden

Jörg Schütz, lesen Sie die Kommentare. Erstaunlich wieviele Wähler den Politikern den Schmuss auch jetzt noch 100% abkaufen und den bösen Spekulanten die ganze Schuld geben. Manche lernen es eben nie...Buiter hat doch absolut recht mit seiner Analyse. Zu George Soros schweige ich allerdings. Wenn man nichts gutes zu sagen hat..... Antworten


urs berger

18.05.2010, 17:20 Uhr
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...."Die Obligationenkurse wären trotzdem wie ein Stein gefallen,... es wurden über Jahre zu viel Geld ausgegeben". Und die Banker haben das alle grad jetzt gemerkt und den Stein zum Fallen gebracht. Und grad dann habens auch die Ratingagenturen gemerkt. Fast wie bei den Immobilien. Eines Tages gibts bei den Bankern immer so einen Erleuchtungstag und alles wird anders... Antworten


Rolf Schumacher

18.05.2010, 17:17 Uhr
Melden

Der US und englischen Wirtschaft ging es am besten, als das Pfund bei 8sfr und der Dollar bei 4sfr lag. Weshalb soll also ein starker sfr schlecht sein? Die NB hat eine andere Wahl, wenn sie selbständig zu denken traut!! Die angelsächsich-jüdische(Citigroup) Maschinerie betreibt eine destabilisierende Hatz im grossen Stil gegen das Euro-Land und die Schweiz. Antworten


markus Freuler

18.05.2010, 17:16 Uhr
Melden

Nein, Herr Silberring, auch wenn Sie gerne das Geld anderer kassieren, die Versicherungssumme gibt's nicht. Sie könnten aber, wie bei den CDS Versicherungsanteile kaufen oder verkaufen. Aber, Hauptsache, die Linken haben wieder einen Schuldigen für ihr eigenes Versagen gefunden. Was würden sie bloss machen, wenn's keine Spekulanten gäbe?! Antworten


Werner Wittmann

18.05.2010, 17:13 Uhr
Melden

Experten wie Laien können das gesamte Schuldenproblem drehen und wenden wie sie wollen - schlussendlich stellt sich die Frage, wer die Zeche zu bezahlen hat. Doch hier - und nur hier - sind sich Staaten und Banken einig - zahlen werden die steuerzahlende Arbeitsnehmer/innen, die mit dem Lohnausweis, und ganz sicher nicht die Verursacher, denn die sind doch immer unschuldig, und niemals schuldig. Antworten


Christoph Widmer

18.05.2010, 17:12 Uhr
Melden

Herzlichen Glückwunsch an den Tages-Anzeiger, dass er sich getraut, diesen Artikel zu drucken. Das Gewäsch der Euro-Politiker ist nur noch peinlich und wer das noch ernst nimmt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Ich bin als Verantwortlicher einer Pensionskasse selber so ein böööser "Spekulant". Die hier angesprochenen Tatsachen sind in der Tat sehr unerfreulich, aber kaum wegzudiskutieren. Antworten


Sam Gerber

18.05.2010, 17:11 Uhr
Melden

Natürlich ist dies ein politisches Problem! Genährt durch unrealistische Wahlversprechen und Anspruchsverhalten der vermeintlich Geschützten. Spekulanten sind wie Viren: nicht grundsätzlich schädlich aber sie greifen schwache Organismen an! Das einzige, was man ihnen vorwerfen kann (aus linker Sicht) ist, dass sie die Lügen der Unionisten und deren Einheitswahn entlarvt hat. Antworten


Suzette Preiswerk

18.05.2010, 17:03 Uhr
Melden

Elefanten betrinken sich nicht. Der Euro existiert nun mal und Krisen kommen und gehen. Der Euro hat unter dem Wert vom USD angefangen, war dann lange Zeit 1.20 gegenueber dem USD und ist dann auf 1.43 geklettert und faellt nun wieder. Manchen Euro-Laendern wird nun mehr in die Buecher geschaut und das ist gut um die groessenwahnsinnigen Politikern zur Realitaet zu zwingen. Antworten


eugen bissegger

18.05.2010, 16:54 Uhr
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"weil über Jahre zu viel Geld ausgegeben wurde. Das lässt sich nicht wegdiskutieren". Interessant, weil z.B. Milliarden an Finanzen von: z.B. AHV / IV etc. den Portofolio-Managern zwecks Rendite erwirtschaften in den Rachen geschoben wurden, welche sich dann in Luftblasenkonstrukten auflösten. Wer hat wohl wen über den Tisch gezogen und sich auf Kosten des Volkes bereichert? Moderne Raubritter! Antworten


Marco Poltera

18.05.2010, 16:52 Uhr
Melden

@ Rolf Schumacher: Jede Medaille hat zwei Seiten. Da die Schweiz ein Nettoexporteur ist, überwiegt der Verlust aufgrund des starken Frankens die von ihnen beschriebenen Vorteile. Ökonomengefasel ja, aber immerhin gut begründet. Antworten


Eduard Müller

18.05.2010, 16:38 Uhr
Melden

Es gibt keine Spekulanten die ohne Misswirtschaft der Politiker irgend etwas ausrichten könnten. Aber 9 Jahre Lug und Betrug bei den Griechischen Budgetzahlen und weit und breit keiner in Brüssel der irgendetwas kontrolliert hat. Dann kommen wie im Meer die Haifische und säubern die Umgebung um das Gleichgewicht wieder herzustellen. So müssen nicht nur wir bis 65 Jahre jede Woche 45h arbeiten! Antworten


Marc Bourgeois

18.05.2010, 16:37 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Zeit, dass auch linke PolitikerInnen realisieren, dass der Staat niemals eine eierlegende Wollmilchsau sein kann und man jeden Ausbau an einem Ort mit einem Abbau am anderen Ort kompensieren sollte. Die heute erreichten Staatsquoten haben mit einer Marktwirtschaft kaum mehr etwas am Hut. Antworten


leo schale

18.05.2010, 16:32 Uhr
Melden

BRAVO @Rolf Schumacher ! «Nichts als leere, grobschlächtige Worthülsen von selbstbesoffenen Wirtschaftsmagnaten. Ob Professor, Spekulant, oder CEO alle leiden sie an Grössenwahn. Kaisergleich inszenieren sie sich in Schlips und Kragen und lassen Nichtigkeiten verlauten fürs tumbe Volk, welchem sie unanständig die Lebensgrundlage wegschmarozen. Unbrauchbare, Kartenhausbauer u. Bastarde sind das!» Antworten


Jürgen Simon

18.05.2010, 16:29 Uhr
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Wieder zeigt sich der kaltschnäuzige Zynismus der Bankster im Reinformat. Wenn so einer die Entschuldung der Banken durch den Steuerzahler im gleichen Atemzug mit Zwangsmassnahmen gegen 'insolvente' Staaten nennt, was heisst das dann im Klartext? Wir beuten das Volk aus, wenn die Sklaven nicht spuren gibt's Schläge. Er wird Zeit, dass wir als Volk die Gerechtigkeit an denen vollstrecken. Antworten


Bernhard Stechlich

18.05.2010, 16:25 Uhr
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@Rolf Schumacher: Aus Sicht der Investoren haben sie Recht, aber speziell für produzierende Betriebe ist es bestimmt ein Problem. Aber subventionieren wir lieber weiter die Banken. Sie produzieren zwar ausser Blasen keinen Mehrwert, aber wen interessiert es? Antworten


Peter Thommen

18.05.2010, 16:22 Uhr
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Es wird immer offensichtlicher: Die Steuerzahler sollen den internationalen materiellen Reichtum "retten". Derweil darf die Postfinance keine Konkurrenz zu den Banken sein! ;) Antworten


Reto Huber

18.05.2010, 16:22 Uhr
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Gewisse Politiker gehen wohl immer noch davon aus dass man Nord mit Süd, Ehrlich mit Verlogen, Fleissig mit Faul, Heiss mit Kalt und Arm mit Reich in einem grossen Topf und führungslos zusammenmischen kann. Diesen schreibt mit EU an und alles kommt gut. Das gibt natürlich keiner zu und anstatt einen Kurswechsel vorzunehmen wird versucht die Leiche mit Geld wiederzubeleben. Antworten


Sven Fischer

18.05.2010, 16:18 Uhr
Melden

Es mag ja stimmen, dass es Griechenland auch ohne Finanzkrise schlecht ginge, aber ohne Finanzkrise würden die anderen Euro-Länder durch ihre Unterstützung nicht auch an den Rand des Bankrott gedrängt. Und wieder nur um Banken zu schonen. Und an alle die an die Politiker appellieren, kein Wähler will die Wahrheit hören. Und die laut ausgerufene Marktliberalität hat sich als Trugschluss erwiesen. Antworten


Roland Moser

18.05.2010, 16:17 Uhr
Melden

Buiters hat sicher recht. Nachdem man sich im Kreis herum immer neue Kredite gibt, um alte Kredite und deren Schuldzinsen zu zahlen, verkaufen die Banken nun diese Papiere zu aufgeblähten Preisen den Staatsbanken und das auch im Kreis herum. Gewinn machen die Banken an den aufgeblähten Staatsobligationen usw. und der Steuerzahler zahlt immer mehr und natürlich auch im Kreis herum. Bis zum Big Bang Antworten


Bernhard Stechlich

18.05.2010, 16:15 Uhr
Melden

So, so, 2 Spekulanten sind der Meinung die Spekulanten haben keine Schuld. Da es Milliardäre sind haben sie bestimmt recht ;-). Dazu würde es mich interessieren ob es Zufall war, dass amerikanische Ratingagenturen, welche den Ruf haben staatlich kontrolliert zu sein, immer am schlechtesten Moment noch Öl ins Feuer gegossen haben?! Den Amis kann ein schwacher Euro nur recht sein! Antworten


Leo Ruegg

18.05.2010, 16:05 Uhr
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Vom Saulus zum Paulus. Herr Buiter hat nicht nur die Seiten-, sondern auch die Gesinnung gewechselt. Manche oekonomische Gedanken moegen richtig sein, nur kann man ihm heute sicher die Unparteilichkeit absprechen. Mit den Wolfen reissen, mit den Woelfen heulen. Verschwoert mit Soros und seinesgleichen gegen die Demokratien und die Ersparnisse der Buerger. Die machen Front gegen die EU, wacht auf! Antworten


Rolf Schumacher

18.05.2010, 16:02 Uhr
Melden

Der Citigroupexperte (US-Bankenmoloch ) sieht das total falsch. Der starke Franken drückt sicher auf den Export, aber die Kaufkraft der schweizer Firmen wird ansteigen. Somit sind kluge und gute Investitionen zu machen im Ausland. Der stabile teure Franken interessant für Anleger, somit profitieren unsere Banken. Die NB muss den sfr nicht künstlich schwächen. Das ist Oekonomengefasel. Antworten


Reto La Roche

18.05.2010, 15:54 Uhr
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Dazu kann ich nur sagen "Alter schützt vor Thorheit nicht", das sind doch alles nur leere Phrasen und Feststellungen die sogar ein Laie vor versammelter Menge vorbringen könnte...also weder etwas neues noch etwas spektakuläres! Antworten


Oliver Bär

18.05.2010, 15:38 Uhr
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Zu sagen, zuviel sei ausgegeben wurde, ist tendenziös: genauso könnte gesagt werden, es sei zuwenig eingenommen worden. Es gab ständig (und immer noch) sogenannte "selbstfinanzierende" Steuersenkungen. Steuersenkungen wirken NICHT stimulierend, da haben wir jetzt 30 Jahre glasklare Daten, die das bestätigen. Selbstfinanzierende Steuersenkungen sind ein (bürgerlicher) feuchter Traum. Antworten


hans zumstein

18.05.2010, 15:34 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Als der Chef der deutschen Bank sich während einer Fenrsehshow kürzlich im ZDF über Griechenland in gleichem Sinne geäussert hatte, gab's einen riesigen Aufschrei und viel gespielte Empörung über den bösen Ackermann vor allem unter deutschen Politikern. Und jetzt, da ein anderes Finanz-Schwergewicht dasselbe sagt? Also doch in erster Linie ein Problem der Politiker, oder nicht? Antworten


julian gerber

18.05.2010, 15:13 Uhr
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wer will noch in die EU? es hat freie plätze ... Antworten


Matthias Vogelsanger

18.05.2010, 15:10 Uhr
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Es ist mir nicht aufgefallen, dass Buiter jemals vor der amerikanischen Finanzblase gewarnt hätte. Ein Standardsprüchklopfer aus der anglo-amerikanischen Finanzszene also, der keine besondere Aufmerksamkeit verdient. Das er das Spekulationsproblem verniedlicht ist nur logisch. Wer würde ihn sonst bezahlen? Antworten


Pawel Silberring

18.05.2010, 15:08 Uhr
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Noch so ein Banker, der die Spekulanten reinwäscht. Mag sein, dass Griechenland auch ohne CDS in Schwierigkeiten wäre, aber sicher nicht so, dass sie gleich alles mitzureissen drohen. CDS, bei denen jemand Geld kassiert, wenn ein Dritter einen Schaden erleidet, gehören verboten. Oder darf ich auch eine Versicherungssumme kassieren, wenn meines Nachbarn Haus abbrennt? Darf ich eben nicht. Antworten


Dieter Wundrig

18.05.2010, 14:59 Uhr
Melden

Alle möglichen Schlauberger der Banken kriechen aus den Löchern und verbreiten ihre Botschaft. Was will uns dieser Herr aber nur sagen? Eine Lösung hat er zumindest nicht verbreitet, eher die ganze Ölkanne in das lodernde Feuer geworfen. Schöne Grüsse von Herrn Ackermann! Antworten


Jack Schaess

18.05.2010, 14:54 Uhr
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Auf den Punkt gebracht! Das Banken- und Rentensystem wurde in erster Linie gestützt, nicht Griechenland. Staatspapierkäufe wurden gemacht in der Meinung, dass die Zinsen darauf risikolos kassiert werden können (...- und leider haben sie nach der EU-Intervention recht behalten...). Nun wird die arbeitende und steuerzahlende Bevölkerung nochmals zusätzlich für die Rentiers (inkl. Alten) aufkommen... Antworten


Carlo Schnydrig

18.05.2010, 14:53 Uhr
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Wann leuchtet eigentlich der Politik ein, dass die Bankrisiken durch die Banken selbst zu tragen sind? Wenn dies bereits geschehen sein sollte, warum wir nicht energischer gehandelt und das für den Steuerzahler gefährliche Risiko abgewendet? Vermutlich liegt dies an der Unfähigkeit und Unvermögen der Politik gegenüber den weiterhin tonangebenden Banken und deren Arroganz. "Ziel erkannt-Versagt". Antworten


Rudolf Elmer

18.05.2010, 14:48 Uhr
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Staatsanleihen wurden von Banken vertrieben und verkauft. Solange es nicht zur Griechenlandkrise kam, haben die Banken fette Kommission eingestrichen und nicht auf die Bonität des Schuldners geschaut. Es ist unglaublich, dass der Chefoekonom der Citibank die Schuld den Politikern in die Schuhe schiebt. Auch Buiter´s Kompensation wurde durch die fetten Kommission finanziert. Ehrlichkeit wo bist Du Antworten


Rolf Schumacher

18.05.2010, 14:45 Uhr
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Nichts als leere, grobschlächtige Worthülsen von selbstbesoffenen Wirtschaftsmagnaten. Ob Professor, Spekulant, oder CEO alle leiden sie an Grössenwhn. Kaisergleich inszenieren sie sich in Schlipfs und Kravatte und lassen Nichtigkeiten verlauten fürs tumbe Volk, welchem sie unsanständig die Lebensgrundlage wegschmarozern. Unbrauchbare Kartenhausbauer sinds, haltet ihnen den Spiegel vor. Antworten


Gianni Dal Pont

18.05.2010, 14:45 Uhr
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?n der Hoffnung , dass die SP den letzten Abschnitt gelesen hat (real existierendes Risiko von Staatsbankrotten , da über Jahre zuviel Geld ausgegeben wurde ) , dass ?hr aufgeblaehter Sozialstaat, endlich wieder nur den wirklich Bedürftigen zugute kommt , danke ich Willem Buiter und Hr. Ackermann für die ehrlichen Aussagen , im Gegensatz zu den verlogenen Politiker hierzulande und die in der EU ! Antworten


Jörg Schütz

18.05.2010, 14:30 Uhr
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"Wir haben es mit einem real existierenden Risiko von Staatsbankrotten zu tun, weil über Jahre zu viel Geld ausgegeben wurde. Das lässt sich nicht wegdiskutieren." DANKE! für diese klaren Worte...einfacher kann man es nicht sagen, aber unsere Politiker werden wohl auch in Zukunft den Wählern das blaue vom Himmel versprechen und danach den bösen Banken die Schuld geben. Antworten


Roman Volken

18.05.2010, 14:26 Uhr
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Die Banken verstaatlichen ihre Verluste. Eine unglaubliche Sauerei, die wir hier einfach zulassen. Dagegen muss etwas gemacht werden! Hervorragendes Interview! Antworten


Andreas Schweizer

18.05.2010, 14:21 Uhr
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Buiter redet widersprüchliches, wirres Zeugs. "Einem finanziell angeschlagenen Land müssen harte Sparmassnahmen aufgezwungen werden können." Aber einer Bank nicht? Wer soll diesen Schwachsinn glauben? Antworten


Dieter Wundrak-Gunst

18.05.2010, 14:20 Uhr
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Eine bescheidene Frage, was wollen uns die beiden Herren hier sagen. Meiner Meinung nichts was wir schon lange wissen. Und betreffend Steuerzahler, das ist doch nicht nur in Europa so, sondern doch auch in den USA. Oder kommen die beiden Herren schon vom Himmel herab. Also sage ich es als einfacher Bürger dieses Landes Schweiz: Eine Hand wäscht die andere. Und da sagt sogar das Volk, ja so ist es. Antworten



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