Wirtschaft

Islands Wirtschaft schrumpft

Aktualisiert am 05.03.2010

Das einstige Musterland im Norden Europas kommt nicht aus der Krise. Die Isländer konsumierten letztes Jahr deutlich weniger, was zu einem weiteren Wirtschaftseinbruch führte.

(Quelle: Reuters)

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Die Wirtschaft im krisengeschüttelten Island ist im vergangenen Jahr so stark geschrumpft wie noch nie. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) brach um 6,5 Prozent ein, wie die nationale Statistikbehörde am Freitag mitteilte. 2008 war die isländische Wirtschaftsleistung noch um 1,0 Prozent gewachsen, 2007 sogar um 6,0 Prozent.

Der Einbruch im vergangenen Jahr geht auf einen massiven Rückgang der Konsumausgaben zurück. Die Konsumenten gaben 14,6 Prozent weniger aus als im Jahr davor. Die Staatsausgaben sanken um 3,0 Prozent. Die Bruttoinvestitionen brachen gar um 49,9 Prozent ein.

Der isländische Finanzsektor, dessen Vermögen zwischenzeitlich das Elffache des BIP betragen hatte, war im Herbst 2008 mit der Pleite gleich mehrerer Grossbanken im Sog der Finanzkrise zusammengebrochen. In der Folge verlor die isländische Krone massiv an Wert, die Arbeitslosigkeit stieg, und die Regierung trat zurück.

Auch ausländische Anleger litten unter der Krise: Sie vertrauten ihr Geld isländischer Banken an, da diese hohe Zinsen versprachen. (vin/sda)

Erstellt: 05.03.2010, 15:05 Uhr

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