Wirtschaft
Junge Arbeitnehmer trifft die Krise stärker
Von Rolf Zenklusen. Aktualisiert am 09.03.2009 3 Kommentare
Junge Leute sollten sich wegen der Wirtschaftskrise nicht entmutigen lassen.
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Die Krise trifft junge Arbeitnehmer härter als ältere. Ende Januar 2009 betrug die Arbeitslosenquote über alle Altersklassen im Stadtkanton 3,5 und auf dem Land 2,7 Prozent. Weit höher sind die Anteile bei Jugendlichen: In Basel-Stadt hatten Ende Januar 4,2 Prozent und in Baselland 3,3 Prozent der 15- bis 24-Jährigen keine Stelle.
Hohe Quote verheerend
Im Vergleich zum Vormonat stieg die Jugendarbeitslosigkeit in Basel-Stadt um 4,7 und im Baselbiet gar um 12,1 Prozent. «Diese hohe Quote bei den Jungen ist verheerend», findet Melike Cakal, Jugendsekretärin bei der Gewerkschaft Unia.
Die 15- bis 19-Jährigen, die sich noch in der Ausbildung befinden, sind gemäss Cakal zurzeit weniger von der Krise betroffen. «Bis heute haben Firmen in der Region Basel keine Lehrstellen aufgrund von Sparmassnahmen aufgehoben», fährt Cakal fort. Bei der Unia Nordwestschweiz seien letztes Jahr jedoch Lehrlinge vorbeigekommen, deren Lehrfirma Konkurs ging. «Wir konnten Lösungen finden und neue Lehrstellen vermitteln.»
Viel mehr Sorgen macht sich Cakal für den Herbst 2009, wenn die Ausgelernten auf den Arbeitsmarkt drängen. «Die Lehrabgänger werden höchstwahrscheinlich Probleme haben, eine Stelle zu finden», sagt die Jugendsekretärin.
Die 20- bis 24-jährigen, naturgemäss noch weniger erfahrenen Mitarbeiter seien auch eher von Entlassungen betroffen, wenn die Wirtschaft schlechter laufe.
Ab 2010 geht es aufwärts
«Die Erfahrungen zeigen, dass die Jugendarbeitslosigkeit in einer Rezession stärker ansteigt als in anderen Altersklassen», sagt Alexis Körber, Ökonom bei der Konjunkturforschungsstelle BAK Basel Economics. Körber fordert die Jugendlichen auf, sich nicht entmutigen zu lassen. «Wir erleben gerade eine konjunkturelle Ausnahmesituation.
Für 2010 erwarten wir aber eine Erholung. Dann wird auch das Risiko von Arbeitslosigkeit zurückgehen.» Die Region Basel dürfte nach Einschätzung von Körber sowieso besser wegkommen als andere Gegenden der Schweiz – dank der relativ konjunkturunabhängigen Basler Life-Sciences-Industrie. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 09.03.2009, 10:07 Uhr
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3 Kommentare
Wir stellen nach wie vor junge Mitarbeiter ein. Jetzt ist die Zeit da, sich noch vermehrt den Jungen anzunehmen damit sie dann, wenn die Wirtschaft wieder anzieht, besser ausgebildet sind. Auf der anderen Seite stellen wir keine Jugendliche ein die kaum Deutsch sprechen, keine Sätze formulieren können, weder mündlich noch schriftlich, und keinen Einsatzwillen zeigen. Das ist die Realität ! Antworten
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Sibylle Weiss
Man redet IMMER nur von den Jungen. Und vor lauter Elan vergisst man die Mitfünziger, welche auch auf Arbeitssuche sind und NICHTS kriegen, weil sie "reif sind für das Altersheim". Ich kenne Junge, die die Stelle behalten konnten und der ältere Bewerber aussen vor blieb. Was sagen wir denn dazu? Als ob Leute anfang 50 kein Anspruch mehr hätten auf einen Job und sich quasi damit abfinden müssen. Antworten