Merkel zerzaust Ackermanns Rettungsfonds-Idee

Aktualisiert am 20.11.2009

Die deutsche Kanzlerin redet den Bankern ins Gewissen. Und das ganz speziell dem Schweizer Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann.

Alle Einlassungen der Politik seien in den vergangenen Jahren «mit einem müden Lächeln» abgetan worden, sagte Merkel bei einer Veranstaltung der «Süddeutschen Zeitung». «Insofern ist das eine sehr ernste Situation.» Sie könne nur «dringend bitten, dass wir hier weiter auf einem konstruktiven Weg bleiben», sagte Merkel.

Merkel wies auch Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann mit seiner Forderung nach einem Notfallfonds in die Schranken. «Einfach nur mal einen Fonds einzurichten aus einer Mischung aus Steuer- und Bankengeldern, um gewappnet zu sein für die nächste Katastrophe, reicht nicht. Das sage ich ganz eindeutig.» Am Montag hatte Ackermann in einer Rede vor einem Bankenkongress in Frankfurt am Main einen derartigen Fonds angeregt. Dieser soll von Staat und Finanzinstitutionen gespeist werden und Banken im Krisenfall stützen.

Nachdem die akute Gefahr vorbei sei, riskiere manch einer im Finanzsektor schon wieder «eine ziemlich grosse Lippe», sagte die CDU-Vorsitzende am Freitag vor Führungskräften der Wirtschaft in Berlin. (cpm/ap)

Erstellt: 20.11.2009, 15:10 Uhr

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