Wirtschaft

Portugal verfehlt das Defizitziel

Aktualisiert am 01.09.2012 9 Kommentare

Portugal wird ein höheres Haushaltsdefizit haben als mit seinen Gläubigern abgemacht. Das Sparprogramm macht der Wirtschaft des Landes schwer zu schaffen, die Arbeitslosigkeit steigt.

Portugal kämpft mit der Krise: Ein Bettler sitzt vor einem Spezialitätengeschäft in Lissabon. (31. August 2012)

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Portugal wird zum Jahresende nach Einschätzung von Experten ein weitaus höheres Haushaltsdefizit haben als mit den internationalen Gläubigern vereinbart. Wenn die Schätzungen sich bestätigten, reichten die vorgesehenen Sparmassnahmen nicht aus, um das Defizitziel von 4,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zu erreichen, hiess es in einem Expertenbericht an Mitglieder des Haushaltsausschusses des portugiesischen Parlaments, aus dem die Nachrichtenagentur Lusa heute zitierte.

Demnach dürfte das Staatsdefizit im ersten Halbjahr dieses Jahres zwischen 6,7 und 7,1 Prozent des BIP erreichen. Die Experten machten vor allem den deutlichen Rückgang an Steuereinnahmen für das Verfehlen des Sparziels verantwortlich.

Arbeitslosigkeit steigt auf 15 Prozent

Vertreter der internationalen Gläubiger aus EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank hatten am Dienstag ihre fünfte Mission in Portugal begonnen, um die Umsetzung des zugesicherten Sparprogramms zu überprüfen. Das Reformprogramm war Bedingung für die Gewährung internationaler Finanzhilfen in Höhe von 78 Milliarden Euro. Doch die Konsolidierungsmassnahmen machen der Wirtschaft des Landes schwer zu schaffen, und die Arbeitslosenquote erreichte mit derzeit 15 Prozent ein Rekordhoch. (ses/AFP)

Erstellt: 01.09.2012, 21:27 Uhr

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9 Kommentare

Linus Huber

02.09.2012, 00:15 Uhr
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Es gibt nur eine wirkliche Lösung für diese überschuldeten Länder: Insolvenzverfahren verbunden mit der Abschreibung eines grossen Teils ihrer Schulden, sowie dem nachträglichen Zwangs eines ausgeglichenen Staatshaushalts.
Alles andere sind Scheinlösungen, welche die Prinzipien der Marktwirtschaft, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie schrittweise untergraben.
Antworten


will williamson

02.09.2012, 00:54 Uhr
Melden 21 Empfehlung 0

Da wird der Schulz wohl demnächst eine Sonderwirtschaftszone unter EU-Aufsicht vorschlagen. Antworten



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