Wirtschaft
Reiche Briten fliehen in die Schweiz
Keine Lust auf hohe Steuern: Denis Hennequin, Chef McDonald's Europa, zogs in die Schweiz.
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Der Exodus hat eingesetzt: Je näher der 1. April 2010 rückt, desto mehr reiche Briten setzen sich in die Schweiz ab. Das schreibt die Westschweizer Zeitung «Le Temps». Ab diesem Tag werden in Grossbritannien die Steuern massiv erhöht: Wer mehr als 260'000 Franken verdient, muss 51 Prozent davon dem Staat abgeben. Zudem müssen in Grossbritannien wohnhafte Personen neu auch Steuern für Gelder entrichten, die im Ausland verdient wurden. Diese müssen nun deklariert oder durch eine Zahlung von 52'000 Franken abgegolten werden.
Verlässliche Zahlen, wie viele Briten sich bereits in die Schweiz aufgemacht haben, gibt es allerdings nicht. Laut Steuerberater der Sovereign Group haben diesen Schritt schon 1000 Kunden gemacht. Die Beratungsfirma Kinetic Partners spricht von zusätzlich 23 abgewanderten Alternativfonds. Die Berater beider Firmen sind sich einig, dass die Abwanderungswelle weitergehen wird.
Staat braucht Geld
Das Budgetdefizit Grossbritanniens beläuft sich zurzeit auf 12 Milliarden Franken und soll auf 9 Prozent des Bruttoinlandprodukts ansteigen – da lassen höhere Steuern für Reiche das Manna fliessen. Bereits in die Schweiz geflüchtet ist der Chef von McDonald's Europa, der Franzose Denis Hennequin. Dabei hat er sein ganzes Kader mitgenommen. (cha)
Erstellt: 27.08.2009, 11:33 Uhr
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