Wirtschaft

Weshalb die USA niemals pleitegehen

Die Schulden der Weltmacht USA steigen auf beinahe unglaubliche 2000 Milliarden Dollar an – viel stärker als erwartet. Staaten können bankrottgehen. Die USA jedoch nicht. Das hat einen triftigen Grund.

Trotz Billionenschulden auf der sicheren Seite: Barack Obama mit seinen wichtigsten Geldexperten, Finanzminister Timothy Geithner (l.) und Notenbankchef Ben Bernanke.

Trotz Billionenschulden auf der sicheren Seite: Barack Obama mit seinen wichtigsten Geldexperten, Finanzminister Timothy Geithner (l.) und Notenbankchef Ben Bernanke.
Bild: Keystone

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Die Ankündigung von Barack Obama, er wolle die Amtszeit des Notenbankchefs Ben Bernanke verlängern, kam überraschend. Der Präsident weilt eigentlich in den Ferien, und das Geschäft war so dringend nicht. Sofort verbreitete sich deshalb das Gerücht, er wolle ablenken. Tatsächlich wurde am gleichen Tag eine weit unangenehmere Sache bekannt: Die US-Staatsschulden werden in den nächsten zehn Jahren zwei Billionen Dollar mehr betragen als bisher angenommen. 2000 Milliarden Dollar mehr Schulden, wie soll das möglich sein, fragt sich da der Laie. Wann gehen die USA pleite?

Staaten können pleitegehen. Mexiko hat in den 80er-Jahren seine Schulden nicht mehr bezahlen können. Die aktuelle Krise hat dazu geführt, dass Island derzeit vom Internationalen Währungsfond mit Notkrediten über Wasser gehalten wird. Doch Mexiko ist ein Schwellenland und Island ist klein. Die reichen Industriestaaten sind seit dem Zweiten Weltkrieg ihren Verpflichtungen immer nachgekommen.

Das Luxusproblem

Das gilt speziell für die USA. Bis vor Kurzem galten amerikanische Staatsanleihen, T-Bonds und T-Bills als die sicherste Anlage überhaupt. Im Gegensatz zu den Privathaushalten war der amerikanische Staat nur moderat verschuldet. Die entscheidende Kennzahl, das Verhältnis von Staatsschulden zum Bruttoinlandprodukt (BIP), lag unter 50 Prozent, ähnlich wie in der Schweiz übrigens. Zu Beginn dieses Jahrhunderts erzielte die Staatskasse gar noch massive Überschüsse und bescherte den Notenbanken ein Luxusproblem: Wie will man ohne T-Bond und T-Bills eine vernünftige Geldpolitik betreiben?

Dieses Luxusproblem hat sich inzwischen erledigt. Zuerst hat George W. Bush mit Geld um sich geworfen wie ein betrunkener Matrose. Dann brach die Krise aus, und zwar mit einer Heftigkeit, die alle überrascht hat, auch Notenbankchef Bernanke. Nach dem Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers im letzten September ging ein paar Tage gar nichts mehr. Das Finanzsystem hatte einen Herzinfarkt erlitten, ohne Nothilfe wäre es zur absoluten Katastrophe gekommen. Staat und Notenbank mussten rasch handeln, und sie taten es auch. Mit einer gewaltigen Blutinfusion, respektive gewaltigen Geldmengen, wurde das System stabilisiert.

Rapide verschlechtert

Das bedeutete konkret: Die Notenbank stellte den taumelnden Banken nach dem Motto «whatever it takes» mündelsichere T-Bonds und T-Bills zur Verfügung und akzeptierte als Sicherheit Ramschpapiere oder manchmal auch gar nichts. Die Regierung stellte in Windeseile ein Nothilfeprogramm für die Banken in der Höhe von 700 Milliarden Dollar auf die Beine. Nach dem Regierungswechsel kam ein Konjunkturankurbelungsprogramm in der Höhe von 787 Milliarden Dollar und ein Programm zur Unterstützung der Hauseigentümer in der Höhe von 300 Milliarden hinzu.

Das Resultat hat unschöne Spuren in den Büchern hinterlassen: Die Notenbank hat ihre Bilanzsumme beinahe verdreifacht (von rund 800 Milliarden Dollar auf mehr als 2000 Milliarden Dollar) und die Bilanz des Staates hat sich ebenfalls rapide verschlechtert. Das Verhältnis von Schulden zum BIP wird auf über 80 Prozent ansteigen.

Die Gratwanderung

Das wiederum wird Konsequenzen haben: Die Notenbank muss ihre aufgeblähte Bilanz irgendwann wieder runterfahren, der Staat muss seine Schulden so organisieren, dass er weder eine Inflation auslöst noch mit zu hohen Zinsen die Wirtschaft abwürgt. Beides ist leichter gesagt als getan. Bisher jedoch vertrauen die Märkte auf das Geschick von Ben Bernanke und Barack Obama. Nach Bekanntgabe der höheren Schulden bewegten sich die Zinsen für die zehnjährigen T-Bonds nicht.

Selbst wenn die Gratwanderung missglücken sollte, zu einer Staatspleite der USA wird es auf keinen Fall kommen. Mexiko und Island mussten sich in einer fremden Währung verschulden, in Dollar, Euro, Yen oder Schweizer Franken. Die USA hingegen verschulden sich in ihrer eigenen Währung. Und um Dollar herzustellen, braucht die Notenbank nicht einmal mehr Papier. Ein paar Handgriffe am Computer-Keyboard genügen. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 27.08.2009, 15:21 Uhr

38 Kommentare

Ben Müller

28.08.2009, 10:53 Uhr
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Ihr habts schon richtig gesagt weiter unten, spätestens wenn ausserhalb der USA der Dollar als Zahlungsmittel nicht mehr akzeptiert werden sollte (da massiv entwertet) wird das Importland USA tatsächlich riesige Probleme bekommen und könnte bankrott gehen. Nur: dann hat nicht nur die USA ein Problem, sondern wohl beinahe die ganze Welt. Drum werden wir den USA alle schön brav helfen... Antworten


Barbara Berger

28.08.2009, 10:48 Uhr
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Wenn die USA pleite gehen, geht die ganze Welt pleite. Darum wird der Dollar von allen gestützt, obwohl jeder weiss, dass der Dollar - und damit auch der Euro, der Franken usw - langfirstig crashen wird. Wenn man denn Doller fallen lässt, sägt man den Ast auf dem man sitzt ab, wenn man ihn stützt, verschlimmert sich die Situation immer mehr... Antworten


benno schuler

27.08.2009, 23:32 Uhr
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Es ist gut den Dollar Elektronisch zu vermehren statt zu Ducken. Er ist das Papier wo er draufsteht. Jeder kann Pleite gehen. Zb.Schweiz und Frankreich hatten eine 30% Abwertung in der 30ern England in den 50ern. Währungen sind letzendlich halt nur Papier. Ich hoffe, dass unsere "Top Bankster" und Anlagestrateg. der Pensionskass. genug schlau sind, sich von den Amerikanischen Anleihen vernzuhalten Antworten


Max Weber

27.08.2009, 23:20 Uhr
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Die reichen Industriestaaten sind seit dem Zweiten Weltkrieg ihren Verpflichtungen NICHT immer nachgekommen. Ein prominentes Beispiel sind die USA und das Aufgeben der Bindung des Dollars an das Gold – damit kamen die USA einer wesentlichen Verpflichtung plötzlich nicht mehr nach! Antworten


Markus Widmer

27.08.2009, 22:46 Uhr
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Ich bin mit der Meinung des Autors nicht einverstanden. Auch Deutschland hatte aus dem 1. Weltkrieg massiv schulden angehäuft. Der Staat hat sein Schuldenproblem so gelöst, dass er immer mehr Geld druckte und der Dollar bald eine Billiarde Mark wert war. Der Mittelstand verarmte. Auch die USA werden über kurz oder lang ihre Schulden durch eine Inflation abwerten lassen. Antworten


Albert Inglin

27.08.2009, 22:34 Uhr
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Tim Mueller. Das ist mir ja ganz neu, dass die Linken immer die Fehler der Rechten aufraeumen muessen. Sind es denn nicht die Linken, die meistens Loesungen vorschlagen, die kaum finanzierbar und/oder kaum durchfuehrbar sind? Uebrigens, mir ist Obama auch lieber als sein Vorgaenger Bush, ungeachtet ob er nun links oder rechts, Republikaner oder Demokrat ist. Antworten


Samuel Staffelbach

27.08.2009, 22:26 Uhr
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Der Schreiber irrt. Die USA können sehr wohl bankrott gehen. Wenn die ganze Welt nach und nach die Dollars verkauft und die Staatsanleihen verkaufen, dann ist das unglaubliche Privileg der Amerikaner von Bretton Woods zu Ende. Dann ist der Dollar endlich das, was er seit 1971, nach dem Nixon das Goldfenster geschlossen und den Vertrag von Bretton Woods gebrochen hat, ist, wertloses Papier. Antworten


Rolf Schumacher

27.08.2009, 21:32 Uhr
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Die USA kann nicht pleite gehen, weil sie es schon ist. Gesättigter Markt, abnehmende Kaufkraft, steigende Sozialkosten, Ueberbevölkerung damit kann man kein Schuldenloch sanieren. Die Weimarer Republik hat auch versucht ein marodes Deutschland über die Runden zu würgen und ist kläglich gescheitert. Arbeitslosigkeit-Hyperinflation-Fanatismus-Krieg so wird jede DEMOKRATIE zerstört. Antworten


Martin Metz

27.08.2009, 21:14 Uhr
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Kommt es auf hart, spielt es keine Rolle wieviele Papierscheine unter der Madratze liegen, es kommt drauf an wieviel Wasser, Brot, Fleisch, Gemüse und Früchte ich für mein Lebensunterhalt zur Verfügung habe. Deshalb machen es die Chinesen klever: Sie kaufen mit den lumpigen US Dollars fruchtbares Land in Afrika auf. Was machen unsere Politiker? Sie privatisieren den letzten Tropfen Wasser! Antworten


Michael Palomino

27.08.2009, 20:58 Uhr
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Es wird die Zeit kommen, da werden die "USA" zu einem Schwellenland und der Dollar wird nicht mehr "Leitwährung" sein, und dann werden die "USA" sich auch in einer anderen Währung verschulden müssen, und dann werden auch die "USA" gleichbehandelt... Antworten


Sibylle Weiss

27.08.2009, 19:54 Uhr
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Wenn jetzt zuviele Dollars gedruckt werden, kann es passieren, dass dann zuviel Geld im Umlauf und die Hyperinflation vorprogrammiert ist. Demnach muss die USA den richtigen Zeitpunkt erwischen, das zuviele Geld wieder vom Markt abzuziehen. Antworten


Eric Greney

27.08.2009, 18:38 Uhr
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Und ob die pleite gehen koennen. China ist nicht das Allheilmittel, kauft nicht mehr blind US Papiere, sie stossen dollar in grossen Mengen ab (Kauf von Rohstoffe, Land usw). Im Juni wurde Timothy Geithner in einer Rede vor Wirtschaftsstudenten der Universität Beijing ausgelacht als er erklärte, dass die Chinesen zu Recht in Dollar und US-Schatzbriefe investiert hätten...... Antworten


Fabian Müller

27.08.2009, 18:30 Uhr
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Man beachte die letzten 2 Sätze des Artikel in anbetracht dessen, dass Unternehmen, die aus Kostengründen Menschen entlassen müssen, und der Durchschnittsbürger Ihre Schulden REELL (Arbeitseinsatz etc.) zurückzubezahlen haben. Das Zinssystem ist die moderne und gut versteckte Sklaverei, und die Menschen lieben das Geld sogar noch. Antworten


Reinhard Heynen

27.08.2009, 18:11 Uhr
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Die Party geht solange bis die auslaendischen Geldgeber (Creditors) das Vertrauen in die Schuldpapiere verloren haben. Antworten


Reto Friedrich

27.08.2009, 17:14 Uhr
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die usa kann ihr geld drucken. das stimmt, ABER damit kann die usa nur die alten schulden bezahlen. wenn aber potentielle neu-gläubiger sehen, dass sie mit billig gedrucktem geld ohne realem hintergrund abgespiesen werden (inflation), dann wird niemand mehr den usa geld leihen. Antworten


Tim Mueller

27.08.2009, 17:14 Uhr
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Herr/Frau JJ Feller sollte sich mal etwas informieren. Seit dem zweiten Weltkrieg waren es nämlich fast ausnahmslos Republikaner, also "Rechte", die diese immensen Schulden anhäuften. Das aber ist "typisch rechts": Alle Probleme verursachen, dann die "Linken" aufräumen lassen und ihnen auch noch die Schuld dafür geben. Antworten


Fredy Speed

27.08.2009, 17:05 Uhr
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Die Frage ist, wie lange es noch dauert, bis der Dollar weniger Wert ist, als das Papier , auf dem er gedruckt ist. Es fehlt nicht mehr viel ! Diesmal hat man, mit allen üblen Tricks, den Zusammenbruch noch einmal hinausschieben können. Das nächstemal sind einfach einige 1000 Milliarden mehr wertlose Dollars im Umlauf die jetzt gedruckt wurden und das wird dann der grosse Kollaps werden ! Antworten


ROLF BAUMANN

27.08.2009, 17:03 Uhr
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....braucht nicht einmal mehr Papier." Aber die Inflation kommt trotzdem. Das war bisher in der Geschichte noch nicht anders und wir auch so bleiben. Die Lakmeiers sind die $-holders. Antworten


Theo Wandermann

27.08.2009, 17:03 Uhr
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Die Amis sind Überlebenskünstler und hart im Nehmen. Das liegt im Naturell des Durchschnittsamis und kommt wahrscheinlich noch aus der Siedlerzeit. Amerika ist noch keine 250 Jahre alt und trotzdem ist erstaunlich was die schon erreicht haben. Die müssen jetzt nur aufpassen, dass sie nicht das endlose Gejammere und das negativistische Geheule der Europäer lernen. Antworten


Daniel Wigger

27.08.2009, 16:36 Uhr
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Ich traue den USA immer noch mehr zu, dass sie sich aus dieser Krise retten, als allen anderen Staaten: Europa, wo Streikende den Staat erpressen können? Wo man noch 35 Stunden arbeitet? Japan, das seit 15 Jahren in der Krise steckt? China, das nur produziert, um die USA zu beliefern? Die USA wird als erste aus der Krise kommen, und wir trotteln ihr nur hintennach. Antworten


J J Feller Montreal

27.08.2009, 16:00 Uhr
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in ein paar Jahren ist dann BHO nicht mehr im Amt, freut sich an seiner indexierten Pension, seine Cadillac Krankenversicherung, haelt Reden und laesst die Schulden Schulden sein. Typisch linke Einstellung. Auch das ist nicht neu wie das "Yes We Can". Antworten


Peter Broger

27.08.2009, 15:43 Uhr
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Da hat Herr Löepfe in die Keyboardtasten gehauen. Ganz klar, kann die USA hops machen. Sehen Sie sich mal die Zinsen an, wohin die tendieren und was passiert? Dollar runter und ein weitere Ausstieg aus Bonds und Aktien. Aber guten Morgen. Irgendwann kommt der Tag, wo man es nicht mehr richten kann, aber kein Volkswirtschaftler weis wann. Aber was solls? USA ist nicht die Welt. Antworten


karl herz

27.08.2009, 15:35 Uhr
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USA hat keine Goldsicherheit, keine Abstützung durchs Bruttosozialprodukt sondern der Dollar wird mit cruise missiles abgesichert. Antworten


Stephan Loeb

27.08.2009, 15:34 Uhr
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Es ist sehr naiv, zu glauben, dass die massive zusätzliche Verschuldung von 9000 Mrd. USD für die nächsten Jahre, kein massives Problem für die USA darstellt. Viel plausibler ist es, dass die asiatischen und europäischen Staaten sich bei der Schuldenfinanzierung zurückhalten. Die Folge: Der USD wird zuerst leicht und danach markant an Wert verlieren und die Zinsen werden steigen. Antworten


Thibault Schmidt

27.08.2009, 15:34 Uhr
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Eine Währungskriese des USDollars wird kommen. Einzige Chance wie wir uns davor schützen können ist, kein USDollar mehr zu brauchen (ausser um Schulden zu machen ;) Die werden ja auch kleiner wenn der USDollar an wert verliert) Antworten


Roman Günter

27.08.2009, 15:32 Uhr
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"Weg vom Dollar", "..wenn niemand Dollar kauft..."??? Einfache aber einschneidende Lösung und wohl nicht so ganz durchdacht. Wie wenn ich sagte: "Was interessiert mich, wie schnell die Titanic fährt. Ich habe meine Kabine bis New York gebucht." Werden Dollars im grossen Stil verkauft, zahlen wir alle. Woher hat wohl z.B. China all das Geld? Antworten


Volker Seer

27.08.2009, 15:24 Uhr
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Ja, die USA die bösen Schuldenmacher haben ein Verschuldungsrate von 80% und schon geht die Welt unter. Japan hat eine Verschuldungsrate von 160% und lebt sehr gut damit. Tja und die neue Leitwährung, da kann ja nur der € in Frage kommen oder will jemand sein Hab und Gut etwa den Russen oder den Chinesen anvertrauen, die nicht eine demokratische Kontrolle haben? Antworten


Peter Mueller

27.08.2009, 15:24 Uhr
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Die USA gehen nicht Pleite sind es schon, nur hat das anscheinend noch niemand gemerkt bzw man redet nicht darüber..???? Antworten


Aregger Lars

27.08.2009, 15:13 Uhr
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Die Leute sollten langsam beginnen sich über unser Geldsystem Gedanken zu machen. irgendeinmal kommt ein Ereignis und die Flucht aus diesen Papierwerten setzt ein und 95 % der Menschen trifft es hart. Dann werden die Leute merken dass ihre Ersparnisse weg sind und es kommt zur Hyperinflation. Ich sage nur: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Antworten


michail honegger

27.08.2009, 15:09 Uhr
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Sie koennen nicht bankrott gehen, aber eine waehrung kann nahezu wertlos (hyperinflation) werden, was dann fuer die leute auf der strasse einem bankrott sehr nahe kommt. Antworten


Yves Mundorff

27.08.2009, 15:04 Uhr
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Darum wollen ja gewisse Staaten den Dollar als Handels- und Leitwährung ablösen. Antworten


Alexandra Hamilton

27.08.2009, 15:02 Uhr
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Leider falsch und naiv dazu. Die USA können sehr wohl pleite gehen nämlich dann, wenn niemand mehr Geld pumpt T-bills/bonds kauft. Die USA sind eine Importnation. Wenn niemand mehr Dollar nimmt was dann? Ich kann auch eine Zentralbank eröffnen, 'Geld drucken' und bin dann reich nur kann ich mit diesem Reichtum nichts kaufen. Vielleicht recherchieren wir noch weiter, gell Hr. Loepfe. Antworten


Markus Niessen

27.08.2009, 15:00 Uhr
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Das läuft dann ja wohl auf die Enteignung all derer hinaus, die Dollars halten. Zum Beispiel auch die Schweizerische Nationalbank... Antworten


Walter Kuhn

27.08.2009, 14:59 Uhr
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Die USA haben bereits früher Schulden entsorgt, indem sie Inflation zuliessen. Über ein paar Jahre 10 % Inflation, bis die Geldentwertung 50 % erreicht, und schon sind die realen Schulden im Verhältnis zum Steuersubstrat halbiert. So einfach wie das ist, so merkt es doch keiner im Voraus, der T-Bills und US Obligationen kauft, was auf ihn zukommt. Antworten


Jürg Bühler

27.08.2009, 14:57 Uhr
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Ja klar kann das FED alle T-Bills und T-Bonds vom Staat kaufen, wenn dies keiner sonst mehr macht. Nur woher werden die ganzen USD geschaffen für diese Käufe? Aus dem Nichts. Was steht denn auf der anderen Seite der Bilanz? Was ist wenn das FED de facto Pleite ist? Welches ist dann der Wert eines USD? Mexico und Argentinien hätten auch weiter Pesos drucken können, gingen aber trotzdem Pleite. Antworten


Thomas Verasani

27.08.2009, 14:56 Uhr
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Das Wort "NIE" ist so absolut. Ich stimme dem Autor zu, dass sich die USA einfach Geld drucken kann und gut ist. Wenn es ums Geld und den Wert des Geldes geht, gibt es meist keine Freunde. Es ist eine Frage der Zeit, bis das Problem der Überschuldung "gelöst" wird. In der Vergangenheit waren Kriege die Lösung, vielleicht findet man heute kultiviertere Lösungen; weiterverschulden ist keine Lösung. Antworten


Andre-Marie Ruf

27.08.2009, 14:50 Uhr
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Das erscheint mir jetzt ein wenig kurzsichtig. Potentiell - und enorm stark vereinfacht gesagt - kann sich ja jedes Land mittels Inflation in ihrer eigenen Währung verschulden. Die USA tun dies grundsätzlich ja bereits, was mit der Devaluation des Dollars bestätigt wird. Antworten


maurus candrian

27.08.2009, 14:49 Uhr
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je schneller der dollar als weltwährung abgesetzt wird, um so eher kann verhindert werden, dass die restliche welt mit in den strudel hineingerissen wird. europa (inkl. die schweiz) sollte politisch, finanziell und militärisch sich von den usa distanzieren und eigenständig werden. keine usa-hegemonie mehr, sondern globalen pluralismus Antworten



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