Wirtschaft

Pensionskassen wollen die Renten kürzen

Aktualisiert am 23.02.2016 135 Kommentare

Weniger Geld im Alter: Die Vorsorgeeinrichtungen der grössten Schweizer Arbeitgeber überprüfen ihre Rentenversprechen.

Rentengelder: Müssen Pensionäre jeden Rappen bald zweimal drehen?(Archiv)

Rentengelder: Müssen Pensionäre jeden Rappen bald zweimal drehen?(Archiv)
Bild: Gaetan Bally/Keystone

Artikel zum Thema

Teilen und kommentieren

Stichworte

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Acht Pensionskassen der grössten Schweizer Arbeitgeber haben entschieden, die Verzinsungen der Gelder im sogenannten Über-Obligatorium zu kürzen. Vier weitere prüfen ein solches Vorgehen. Dies berichtet das SRF-Wirtschaftsmagazin «Eco». Zu den Arbeitgebern, die ihre Rentenleistungen kürzen möchten, gehören gemäss Umfrage unter anderem die Schweizerische Post, Swiss und die SBB.

Bislang hätten die Schweizer Pensionskassen an ihren Rentenversprechen festgehalten. Nun zeichne sich jedoch die Trendwende ab. Im BVG-Obligatorium gilt ein gesetzlicher Umwandlungssatz von 6,8 Prozent, im überobligatorischen Teil seien es bereits durchschnittlich 5,7 Prozent und weniger, heisst es im SRF-Bericht. Dies bedeute, dass Versicherte mit Renteneinbussen von rund zwei Milliarden Franken rechnen müssen.

Tiefe Zinsen, hohe Lebenserwartung

Grund für die Rentensenkungen sei das seit langem anhaltende Tiefzinsniveau sowie die weiterhin ansteigende Lebenserwartung der Versicherungsnehmer. Ersteres sorge dafür, dass die Pensionskassen kaum in der Lage seien, möglichst risikoarm die erforderliche Rendite am Kapitalmarkt zu erwirtschaften.

«Im Moment sind die Umwandlungssätze so hoch, dass man eine deutlich höhere Rendite haben müsste als man realistischerweise in Zukunft erzielen kann. Das heisst, wir versprechen Geld, von dem wir ziemlich sicher sind, dass wir es nicht haben werden», sagt Hansruedi Scherer von der Unternehmensberatung PPCmetrics zu «ECO».

Erstellt: 22.02.2016, 23:11 Uhr

135

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

135 Kommentare

Ambros Harder

22.02.2016, 23:32 Uhr
Melden 251 Empfehlung 31

Der nächste Raubzug der Pensionskassen auf die Renten.
Vor Jahren waren die Versicherungsvertreter bei Frau Metzler und zogen sie über den Tisch. Die Aktion ist noch als "Rentenklan" bekannt.
Seit jenem Zeitpunkt vergeht kein Jahr ohne dass die mit Abzügen und Verwaltungskosten nicht gezeienden Pensionskassen immer wieder den Raubzug auf die (zukünftigen) Renter, gnädig von unsereren bürgerlichen Politiker unterstützt, versuchen und tätigen.
Die Einzahlenden sind verpflichtet ihr Geld dort zu verlochen - ohne Möglichkeit selber zu entscheiden, wem sie das Geld anvertrauen möchten.
Das System ist zu ändern: weg von den x Pensionskassen hin zu einer vom Bund, zusammen mit der AHV verwalteten Kasse, die jedem Renter ein würdiges Dasein garantiert. All die unverschämten Zocker gehören weg!!
Antworten


Rolf Heiniger

23.02.2016, 01:45 Uhr
Melden 169 Empfehlung 20

Die Pensionskassen sprich Versicherungen und Banken zahlen sich riesige Löhne aus und zahlen Jahr für Jahr noch grössere Gewinne an ihre Aktionäre und Inhaber. Die Versicherten sind nur noch Milchkühe, die man dank unserem Gesetz gnadenlos melken können. Rechte haben die Versicherten keine und jedes Jahr kürzt man ihre Renten und das dank unseren bürgerlichen Politiker. Staatlich garantierte Raub an der Bevölkerung und niemand macht etwas. Eine Tragödie. Antworten