Pensionskassen wollen die Renten kürzen

Weniger Geld im Alter: Die Vorsorgeeinrichtungen der grössten Schweizer Arbeitgeber überprüfen ihre Rentenversprechen.

Rentengelder: Müssen Pensionäre jeden Rappen bald zweimal drehen?(Archiv)

Rentengelder: Müssen Pensionäre jeden Rappen bald zweimal drehen?(Archiv) Bild: Gaetan Bally/Keystone

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Acht Pensionskassen der grössten Schweizer Arbeitgeber haben entschieden, die Verzinsungen der Gelder im sogenannten Über-Obligatorium zu kürzen. Vier weitere prüfen ein solches Vorgehen. Dies berichtet das SRF-Wirtschaftsmagazin «Eco». Zu den Arbeitgebern, die ihre Rentenleistungen kürzen möchten, gehören gemäss Umfrage unter anderem die Schweizerische Post, Swiss und die SBB.

Bislang hätten die Schweizer Pensionskassen an ihren Rentenversprechen festgehalten. Nun zeichne sich jedoch die Trendwende ab. Im BVG-Obligatorium gilt ein gesetzlicher Umwandlungssatz von 6,8 Prozent, im überobligatorischen Teil seien es bereits durchschnittlich 5,7 Prozent und weniger, heisst es im SRF-Bericht. Dies bedeute, dass Versicherte mit Renteneinbussen von rund zwei Milliarden Franken rechnen müssen.

Tiefe Zinsen, hohe Lebenserwartung

Grund für die Rentensenkungen sei das seit langem anhaltende Tiefzinsniveau sowie die weiterhin ansteigende Lebenserwartung der Versicherungsnehmer. Ersteres sorge dafür, dass die Pensionskassen kaum in der Lage seien, möglichst risikoarm die erforderliche Rendite am Kapitalmarkt zu erwirtschaften.

«Im Moment sind die Umwandlungssätze so hoch, dass man eine deutlich höhere Rendite haben müsste als man realistischerweise in Zukunft erzielen kann. Das heisst, wir versprechen Geld, von dem wir ziemlich sicher sind, dass wir es nicht haben werden», sagt Hansruedi Scherer von der Unternehmensberatung PPCmetrics zu «ECO».

(Erstellt: 22.02.2016, 23:11 Uhr)

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