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200 Übergriffe auf SBB-Mitarbeiter
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Wie die Zeitung «Sonntag» berichtet, waren im Jahr 2008 noch 40 Fälle mehr registriert worden. Die Abnahme erklären sich die SBB in erster Linie mit den verstärkten Sicherheitsmassnahmen. An Wochenenden begleiten Mitarbeiter der privaten Sicherheitsfirma Securitas mehr als 200 Züge. Zudem ist die Bahnpolizei in Bahnhöfen und Zügen bei Notsituationen präsent.
Um die Sicherheit des Personals zu erhöhen, setzen die SBB laut dem Bericht zudem auf die Zweierbegleitung. Bis 2014 sollen alle Züge im Fernverkehr mit zwei Zugbegleitern verkehren. Dafür werden 125 zusätzliche Stellen geschaffen. «Rekrutierung und Anstellung laufen», sagt SBB-Sprecher Roman Marti gegenüber der Zeitung, «wir gehen davon aus, dass wir bis Ende dieses Jahres 50 der zusätzlichen 125 Stellen besetzen können.»
Lob von der Gewerkschaft
Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) ist damit offenbar zufrieden: «Die zusätzliche Begleitung durch Securitas-Personal und die Bahnpolizei ist wirksam und wird vom Personal geschätzt», wird SEV-Sprecher Peter Moor von der Zeitung zitiert, «vor einem Jahr fiel durchschnittlich jeden Tag ein Zugbegleiter wegen eines Übergriffes aus. Heute sind es noch etwa vier bis fünf pro Woche.»
Zum Teil wird das Personal laut den SBB von Passagieren mit dem Bein getreten oder mit der Faust geschlagen. Als Tätlichkeit gilt auch, wenn ein Fahrgast einen Zugbegleiter anspuckt. Zu solchen Situationen komme es vor allem bei den Kontrollen von Tickets.
(raa)
Erstellt: 10.01.2010, 21:15 Uhr
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