Wirtschaft

30 Hybridloks für SBB Cargo

Aktualisiert am 14.10.2011 28 Kommentare

Die Stadler Winterthur hat erstmals die neue, umweltfreundliche Lok Eem 923 für SBB Cargo präsentiert. Das neue Modell wird ab Anfang 2012 im Strecken- und Rangierdienst eingesetzt.

Die neue Hybridlok ist aufgegleist: SBB Cargo macht ein klares Bekenntnis zum Wagenladungsverkehr.

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Die neu entwickelte Rangierlokomotive stelle einen Meilenstein in der Produktionsgeschichte des Unternehmens dar, sagte Hartmut Dietrich, Chef der Stadler Winterthur AG, vor den Medien. Es sei derzeit das modernste und innovativste Produkt auf dem Markt.

Die zweiachsige Lok basiert auf der Rangierlok Ee 922, die bei den SBB bereits beim Personenverkehr für Rangieraufgaben im Einsatz steht. Die Hybridversion für SBB Cargo verfügt über zwei Elektromotoren sowie einen ergänzenden Diesel-Hilfsantrieb für das Bedienen von Anschlussgleisen ohne elektrischen Fahrdraht. Die Investitionen für die 30 bestellten Loks belaufen sich auf rund 88 Millionen Franken.

Bessere Ökobilanz

Für die Bedürfnisse von SBB Cargo sei der Hybridantrieb ideal, erklärte Michel Henzi, Gesamtprojektleiter bei SBB Cargo. «Wir gewinnen damit in der Produktion spürbar an Flexibilität und Effizienz.» Zudem sei die Ökobilanz im Vergleich zu den rein dieselbetriebenen Rangierfahrzeugen deutlich besser.

Laut Jürgen Mues, Mitglied der Geschäftsleitung von SBB Cargo, wurde bewusst auf eine umweltfreundliche Lok gesetzt. Wenn alle 30 bestellten Rangierfahrzeuge ab 2013 im Einsatz seien, könne der CO2-Ausstoss um mehr als 4000 Tonnen pro Jahr reduziert werden. Die Neubeschaffung sei zudem ein «klares Bekenntnis von SBB Cargo zum Wagenladungsverkehr in der Schweiz».

Bekenntnis zum Wagenladungsverkehr

Mit einer Maximalgeschwindigkeit von 100 km/h ist es gemäss Henzi wesentlich einfacher, auf dem stark ausgelasteten schweizerischen Schienennetz freie Trassen zu benutzen. Zudem könne die Flottenvielfalt im Rangier- und Zustelldienst weiter reduziert werden.

Die neuen Hybridloks lösen in den nächsten zwei Jahren die bestehenden Rangierloks des Typs Bm 4/4 sowie verschiedene dreiachsige Loktypen und Traktoren ab. Diese seien veraltet und entsprächen nicht mehr den heutigen Anforderungen, sagte Henzi. (rub/sda)

Erstellt: 14.10.2011, 16:39 Uhr

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28 Kommentare

Felix Furrer

14.10.2011, 17:14 Uhr
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Ein grosser Schritt für S-Rail muss kein grosser sein für die SBB.
Erinnere da an Tem II, Tem III und Eem 6/6.
Bloss sprach damals noch NIEMAND von Hybriden!
Da warens eben noch "2-Kraft-Lokomotiven", oder so!
:-(
Antworten


Carlo Schnydrig

14.10.2011, 17:54 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Kann mir jemand den Unterschied zur "Anschaffungswut" zwischen der Armee oder SBB erklären? Es gibt wahrscheinlich keinen, BEIDE SIND BUNDESBETRIEBE und aus Steuergelder finanziert. Antworten



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