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8300 Opel-Jobs in Europa verschwinden
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Nach dem aktuellen Restrukturierungskonzept von General Motors (GM), das der Nachrichtenagentur AP am Donnerstag vorlag, ist der Wegfall von insgesamt 8313 Stellen geplant. In der Produktion sollen insgesamt 6851 Jobs wegfallen, davon 3261 in Deutschland. Darüber hinaus will GM 1300 Jobs in der Verwaltung sowie 162 Stellen in der Entwicklung streichen. Davon dürften in erster Linie die Opel-Zentrale und das Internationale Entwicklungszentrum in Rüsselsheim betroffen sein. Damit könnten im Zuge der Opel-Sanierung bundesweit bis zu 4700 Stellen wegfallen. GM hält an der Schliessung des Opel-Werks im belgischen Antwerpen fest, hat aber nach eigenen Angaben noch keine abschliessende Entscheidung getroffen.
Nach dem Restrukturierungsplan rechnet GM für das laufende Jahr mit einem Minus von 1,95 Milliarden Euro. Dieses soll sich 2010 auf 1,1 Milliarden Euro verringern. Ab 2012 sollen Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall wieder schwarze Zahlen schreiben. Für die Restrukturierung seines Europageschäfts braucht GM nach eigenen Angaben 3,3 Milliarden Euro. Davon sollen die europäischen Regierungen 2,7 Milliarden Euro bereit stellen. Die restlichen 600 Millionen Euro will GM selbst beitragen. Bis 2014 will der US-Konzern die Staatshilfen zurückzahlen.
Bochum und Rüsselsheim am stärksten betroffen
Für das Werk Bochum plant GM einen Abbau um 1799 Stellen in der Produktion. Bochum soll künftig alleiniger Standort für die Fertigung des Minivans Zafira sein. In den Werken Eisenach und Kaiserslautern sollen jeweils 300 Stellen wegfallen. Im Werk Rüsselsheim sollen in der Produktion 862 Jobs gestrichen werden. Rüsselsheim wird dem Plan zufolge zusätzlich zum Mittelklassewagen Insignia auch eine Variante des Kompaktwagens Astra bauen. Dafür wandert ein Teil der Getriebeproduktion ins Ausland.
Wie zuvor das Bundeswirtschaftsministerium reagierte auch die hessische Landesregierung zurückhaltend auf das Sanierungskonzept. «Die von GM vorgelegte Ideenskizze ist noch weit weg von einer tragfähigen Entscheidungsgrundlage», sagte Finanzstaatssekretär Thomas Schäfer (CDU) der AP: «Der Einsatz von lediglich 600 Millionen Euro eigenem Kapital ist unzureichend. Auf dieser Basis kommt GM keinen Schritt weiter.»
«Es fehlt die übergeordnete Idee»
Schäfer bemängelte auch, dass General Motors mit dem Restrukturierungskonzept keine Marktstrategie verbunden habe: «Es fehlt die übergeordnete Idee, welche Märkte man mit Opel erobern will.» Unklar sei auch noch immer, wie GM einen Abfluss europäischer Staatshilfen in die USA verhindern wolle. Vor diesem Hintergrund werde es bis zu einer Entscheidung über staatliche Hilfen voraussichtlich noch Monate dauern,
GM rechnet in seinem Sanierungskonzept auch mittelfristig nicht damit, dass sich der westeuropäische Markt vollständig erholen wird. Auch 2014 werde das Marktvolumen bei lediglich 16,2 Millionen Fahrzeugen pro Jahr liegen. Damit würde sich der Gesamtmarkt etwa auf dem Niveau des Jahres 1998 bewegen. (vin/ap)
Erstellt: 03.12.2009, 16:45 Uhr
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