Wirtschaft
Aldi und Lidl sind keine schlechteren Arbeitgeber
Von Romeo Regenass. Aktualisiert am 05.01.2010 57 Kommentare
Eine Angestellte sortiert Früchte im Aldi-Supermarkt in Küssnacht. (Bild: Keystone)
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Über die Weihnachtstage hat Migros-Chef Herbert Bolliger in einem Interview im «Sonntag» den brutalen Preiskampf der Harddiscounter in Deutschland gegeisselt und vor den negativen Auswirkungen aufs Personal gewarnt. Die Preisdrückerei schwappe auch auf die Schweiz über.
Ein aktueller Vergleich der Arbeitsbedingungen des Verkaufspersonals im Detailhandel zeigt, dass wir von deutschen Verhältnissen weit entfernt sind. Die deutschen Discounter stellen ihr Personal in der Schweiz zu Bedingungen an, die sich zumindest in der Theorie nicht massiv von den Konditionen anderer Anbieter unterscheiden. In der Praxis entscheiden weitere Faktoren über das Befinden am Arbeitsplatz. Dennoch wagen wir einen Vergleich.
Mindestlohn und Stundenzahl
Ungelernte 20-Jährige verdienen beim zur Migros gehörenden Discounter Denner mit 3850 Franken am besten (siehe Tabelle). Berücksichtigt man aber, dass sie dafür 44 Stunden pro Woche arbeiten, resultieren 21.90 Franken Stundenlohn. Weniger als die Migros, Coop, Lidl und Manor zahlen, aber mehr als Spar. Aldi gibt offiziell keine Anfangslöhne bekannt, sie sollen aber über 4000 Franken liegen. Nach 2 Jahren Anstellung erhalten Ungelernte im Minimum 4162 Franken. Anders als etwa die Discounter zahlen Migros und Coop für Abend- und Sonntagsarbeit jedoch zum Teil grosszügige Zuschläge. Zudem beschäftigen sie auch viele gelernte Angestellte.
Migros und Lidl zahlen in einzelnen Regionen weniger, in Zürich aber mehr Lohn. Manor zahlt in Zürich, Basel und Genf mehr. Seit 1. Juli 2009 haben bei der Migros 10 Prozent (Gastro, Fleischverarbeitung, Logistik, Freizeit, Klubschule) eine 43-Stunden-Woche. Dafür gab es bis zu 6 Prozent Lohnausgleich.
Ferienguthaben
Mit 5 Wochen für alle Altersklassen ist Lidl knausrig; das relativiert den guten Stundenlohn. Aber lange nicht jeder Arbeitnehmer hat so lange Ferien, viele müssen mit vier Wochen auskommen. Am grosszügigsten ist Denner mit 6 Wochen für alle, was die lange Arbeitszeit etwas ausgleicht. Wer über 63 ist, hat es bei Coop mit acht Wochen am besten. Die Migros belohnt treue Seelen. Ab 21 Betriebsjahren bezieht man altersunabhängig 6 Wochen Ferien, ab 31 sogar 7.
Gesamtarbeitsvertrag
Gesamtarbeitsverträge sind im Handel nach wie vor eine Seltenheit. Coop hat einen, die Migros hat gleich zwei: einen Landes-GAV für die Migros (ohne Denner) und 50 angeschlossene Unternehmen, sowie einen für Globus, Herren Globus, Interio und Office World.
Stundenlöhner
Lediglich Aldi und Lidl beschäftigen nur Personal mit festem Pensum, wobei es bei Aldi oft zu Überstunden kommt, die 1:1 ausbezahlt werden. Lidl geht nur auf Wunsch des Arbeitnehmers unter ein Pensum von 60 Prozent, Aldi sieht ein Minimum von 50 Prozent vor. Spar stellt nur zum Brechen von Spitzen Personal im Stundenlohn an.
Alle anderen Händler beschäftigen Personal, das erst Ende Monat weiss, wie viel auf der Lohnabrechnung steht. 29 Prozent des Verkaufspersonals von Coop sind so angestellt. Manor hat 15 Prozent Stundenlöhner, Denner gibt über den Anteil keine Auskunft.
Bei der Migros ist der Beschäftigungsgrad der Stundenlöhner fix. Sie arbeiten ihre Stunden aber im Rahmen einer flexiblen Jahresarbeitszeit ab. Nur 5 Prozent des Verkaufspersonals arbeitet so wenig (maximal einen Tag pro Woche), dass weder GAV noch fixer Beschäftigungsgrad zur Anwendung kommen.
Pensionskasse
Wie die Altersvorsorge geäufnet wird, ist langfristig ein entscheidender Punkt der Anstellungsbedingungen. Gibt es beim versicherten Lohn einen Koordinationsabzug, schmälert das bei Teilzeitern den eingezahlten Betrag zum Teil beträchtlich – oder sie fallen gar nicht unter das Pensionskassenobligatorium. «Für das Verkaufspersonal mit seinen tiefen Löhnen ist es wichtig, einen tiefen oder gar keinen Koordinationsabzug zu haben», sagt Carlo Mathieu von der Gewerkschaft Syna. «Der Koordinationsabzug stellt eine gesetzliche Diskriminierung der Teilzeiter dar.» Die Höhe des Anteils des Arbeitgebers am Beitrag in die Pensionskasse sei zweitrangig.
Keinen Koordinationsbeitrag ziehen nur Denner und Lidl ab. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen aufs volle Gehalt Beiträge ein. Einen flexiblen Abzug, der sich dem Beschäftigungsgrad anpasst, kennen Coop, Migros und Aldi. Einen relativ tiefen Abzug von 12'500 Franken nimmt Manor vor. Lediglich Spar zieht die ganzen, vom Gesetzt vorgesehenen 23'940 Franken ab.
Überstunden
Wer als Teilzeiter im Niedriglohnbereich eine gute Altersvorsorge will, hat ein Interesse daran, dass der Arbeitgeber auch für Überstunden Beiträge an die Pensionskasse zahlt. Da dies dann aber auch der Arbeitnehmer muss, ziehen es viele vor, dass sie den vollen Betrag ausbezahlt bekommen, ohne Abzüge. Für den Gewerkschafter Mathieu ist beides nicht der Idealfall: «Überstunden sollten nach Möglichkeit kompensiert werden.»
Bei Migros, Aldi und Lidl sind grundsätzlich auch die Entschädigungen für Überstunden Teil des versicherten Lohnes. Nicht versichert sind sie bei Coop, Denner, Manor und Spar – wobei Manor betont, dass Überstunden nur selten ausbezahlt werden müssen.
Personalrabatt
Bei tiefen Löhnen kommt ein Einkaufsrabatt gelegen. Am grosszügigsten ist da Manor mit 10 bis 25 Prozent, je nach Warengruppe. Immerhin 10 Prozent aufs gesamte Sortiment gibt Spar, Coop gibt auf Non-Food 10 Prozent, auf Food fünffache Super-Punkte.
Lediglich doppelte bis vierfache Cumulus-Punkte erhält das Personal bei der Migros – auch die sind beim Einkaufen allerdings bares Geld wert. Wenig grosszügig sind die Discounter: Denner gewährt zweimal im Jahr einen 10-Prozent-Gutschein, Aldi und Lidl geben gar keinen Personalrabatt.
Berufsbildung
Ob Lernende ausgebildet werden oder nicht, ist für den einzelnen Angestellten nicht unbedingt von Belang, aber wichtig für die Gesellschaft. Absolut gesehen ist die Migros der grösste Ausbildner von Lernenden im Lande. Prozentual gerechnet nimmt aber Coop mit 5,4 Prozent des Personalbestands die Führung ein, die Migros kommt auf knapp 4. Wenig mehr als ein Jahr nach dem Eintritt in die Schweiz gibt auch Lidl ab August erstmals fünf Jungen die Gelegenheit, einen Beruf zu erlernen, Aldi rechnet für Herbst 2010 mit 120 Lernenden.
Spezialfall Volg
Bei der zur Fenaco gehörenden Volg gelten die Anstellungsbedingungen nur für jene 232 von 546 Läden, die von der Volg Detailhandels AG geführt werden. Alle anderen stehen unter individueller Leitung. Der Mindestlohn beträgt tiefe 3450 Franken – bei 42 Wochenstunden und 5 bis 7 Wochen Ferien, je nach Alter und Firmentreue.
Volg zahlt die Hälfte der Beiträge an die Pensionskasse und nimmt keinen Koordinationsabzug vor. Überstunden sind nicht versichert, die Stundenlöhner machen 45 Prozent des Personals aus. Bei Einkäufen gibt es 10 Prozent Rabatt. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 05.01.2010, 17:57 Uhr
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57 Kommentare
Was mir bei Aldi und Lidl am besten gefällt: Es läuft keine Musik im Laden und an der Kasse werde ich nicht jedes mal gefragt ob ich eine Wolkenkarte oder Suppenkarte habe, oder vielleicht auch noch Märkli sammle. Auf die 1% Rabatt (ein prozent) kann ich gut verzichten. Ausserdem ist das Sortiment sehr übersichtlich, aber die wenigen Produkte sind fast alle gut und günstig. Antworten
Tatsächlich ist die MIGROS sehr träge geworden und längst nicht mehr wirklich günstig. Coop war nie günstig, hat sich aber auch mehr als Bio-Pioneer verkauft. Beide bieten jedoch ein unglaubliches Sortiment an und gerade beim Gemüse/Früchte sehe ich grosse Qualitäts-Unterschiede, hier sortiert Migros schlechte Ware aus, während Aldi alles verkauft. Antworten
Die deutschen Unternehmen sind unsozial! Die nehmen nicht einmal ihre sozialpartnerschaftliche Pflicht eines Gesamtarbeitsvertrages wahr. Viele (Zusatz-)Leistungen wo hier oben nicht aufgeführt sind, sind im GAV geregelt. Aber auch schon in dieser Tabelle zeigt sich der markante Unterschied zwischen Migros/Coop und dem Rest. Für diese "tiefe" Einkommen ist jeder Franken (siehe u.a. PK) Gold wert! Antworten
Entscheidend ist in der Pensionskassendiskussion der Anstellungsgrad. Während Aldi den Grossteil der Mitarbeitenden zu 50% und damit unter der PK Grenze einstellt, gibt Lidl an, die Mitarbeiter zu mindestens 60% einzustellen, was eine PK Zahlung erfordert. Migros sollte vielleicht erstmal anständig Steuern bezahlen, bevor sie an den Nationalstolz appelliert. Heuchler! Antworten
... nochmal kurz in Errinnerung gebracht, Frühjahr 2008 zum Thema vorbildlicher Arbeitgeber: Versteckte Kameras, seitenlange Protokolle: Lidl hat Mitarbeiter in vielen Filialen überwacht. Notiert wurden private Gespräche, Lebenssituation und Arbeitsweise der Angestellten. Dass die heimliche Bespitzelung illegal ist, schien den Lebensmittel-Discounter wenig zu stören. Antworten
Mich würde es interessieren wieviele Teilzeit-Stellen im Monatslohn arbeiten. (in %) Dann erst könnte ich mir ein Bild machen wie gut die Arbeitgeber sind. Ich kenn diverse Mitarbeitende die zurückgestuft wurden z.B. in zwei 50%-Stellen damit gewisse Leistungen nicht mehr erbracht werden müssen. Für Migros und Coop sprechen für mich auch die jährlichen Sponsoringbeiträge die geleistet werden. Antworten
@urs meili Buy Swiss ist doch begrüssenswert! Meistens sind lokale und regionale Produkt ökologischer, weil sie nicht durch ganz Europa gekarrt werde müssen und gibt die Produkton den Menschen hier Arbeit. Da Arbeitsteilung besteht kommen wir natürlich nicht drum rum importierte Güter zu kaufen. Sonst können wir wieder fernsehen noch im Internet surfen... oder eben Auto fahren... Antworten
Arbeit auf Abruf ist die unterste Kategorie im Arbeitsmarkt: Man ist ständig verfügbar, ohne je zu wissen, wieviel man wann arbeiten muss. Und genau so wird in dieser Branche gearbeitet. Es hat genug Skandale gegeben um Aldi und Lidl. Nur weil man in der Schweiz nichts davon mitbekommen hat, heisst das nicht, dass es sie nicht gegeben hat. Es ist das Immaterielle, das hier die Musik macht! Antworten
Fakt ist, Aldi und Lidl sind genau so gut wie Migros und Coop, NUR GÜNSTIGER! Herr Bolliger sieht die Felle davon schwimmen, darum die unqualifizierten Angriffe auf die neue Konkurrenz. Ich lobe mir die Freundlichkeit und Aufmerksamkeit der - zufriedenen - MiarbeiterInnen bei Aldi+ Lidl. Antworten
Coop und Migro sind träge und fett geworden und müssen wieder rennen lernen. Die Mirgos leistet sich mit jeder Genossenschaft einen Wasserkopf der nach eigenen Regeln funktioniert. Der dickste ist der MGB. Dort geht das Geld verlohren, nicht bei den Löhnen der Angestellten. Antworten
Bemerkenswerte Tatsache ist, dass die Migros sich in den letzten Jahren weiter (!) qualitativ verschlechtert hat. Sie ist längst nicht mehr Dienerin der Kunden (und Genossenschafter), sondern des Mammons, wie jede Aktiengesellschaft auch. Mitarbeiter sind nicht mehr wertvolle Repräsentanten des Unternehmens, die stolz sein dürfen, sondern Mittel zum Zweck zur Erreichung guter Zahlen. That's it! Antworten
All jenen, die hier seit längerem mit viel fundiertem Halbwissen mutmassen und engagiert fakten-basierte Emotionen von sich geben, sei sehr zum Lesen empfohlen: "Die Billiglüge" - erhältlich im Buchfachhandel... und für die, die's nicht lassen können, natürlich auch bei Amazon. Soviel sei verraten: 272 Seiten die zu mehr Sachlichkeit und Verständnis gereichen könnten. ;-) Antworten
Dass das Migros-Management schon vor Jahrzehnten den Pfad und Ziele des Gründer verlassen hat ist bestens bekannt. Sich mit COOP ein Scheingefecht der Konkurrenz im Marktmonopol liefert auch und mit dem Denneraufkauf den letzten Schweizerdiscounter (Konkurrenten) mit ehrenhaften Zielen den Markt zusammen mit COOP definitiv beherrschen wollte auch. Nun zeigt das Management das wahre Gesicht! Antworten
Genau Herr Zimmermann: Buy Swiss: Boykottiert deutsche Unternehmen. Und baut eine Mauer um die Schweiz, fahrt nur noch Schweizer Autos, zieht Schweizer Kleidung an und benutzt Schweizer Computer. Und in Kliniken sollen bei Unfaellen und Herattacken nur noch Schweizer Chrirurgen operieren! Oh Gott, in welcher Epoche leben den manche Buenlis immer noch? Antworten
Im deutschen Südbaden wirbt ALDI-Süd auf Plakaten damit, daß sie einen Stundenlohn von 12€ / Stunde bezahlen. Die Mindestarbeitszeit pro Woche wird dabei mit 20 Stunden angeben, was 50% der D-Arbeitszeit entspricht. Insgesamt stehen dem Arbeitnehmer 30 Tage Urlaub zur Verfügung. Ich persönlich finde, daß dies für deutsche Verhältnisse ein fairer Lohn ist. Antworten
Herr Bolliger, zugegeben: Es ist unverschämt von Aldi und Lidl, die Platzhirsche in ihrem Schlaf zu stören und trotzdem bei Lohn und Arbeitsbedingungen nicht schlechter zu sein, bei der Qualität oft die Nase vorn und viele fair eingekaufte Schweizer Produkte im Sortiment zu haben. Da war zu Pionierzeiten Migros ein dickeres Kaliber. Dutti hat nicht selten Lieferanten gleich sturmreif geschlagen. Antworten
@Thomas Zimmermann- Glauben Sie das wirlich, jeder Franken bleibt in der Schweiz? Wie war das denn noch mit Österreich? Der riesige Verlust, mit den "verstaubten" Läden. Und nun wird wieder in Vorarlberg gekauft. Oder mit Deutschland, Frankreich........Ja, ja , wenn man einmal einen Glauben hat wird man ihn nicht mehr los. Antworten
Neben Lohn- und Arbeitsbedingungen (die nicht berücksichtigt wurden), sind auch die Produktionsbedingungen und das Produkt-Angebot eines Detailhändlers wichtig. Ausserdem hat etwa die Migros das "Kulturprozent" ... einige Gründe, weshalb ich als Halb-Deutscher vorwiegend Coop und Migros unterstütze Antworten
Tatsache ist: Aldi wird in den Test sehr häufig beste Qualität attestiert. Lieferanten sind teilweise auch prominente Markenartikelhersteller. Aldi hat nachweislich bereits verschiedene Lieferanten, die in einer finanziellen Notlage waren, unterstützt. Im Gegensatz Migros: Lieferanten werden angeschrieben, dass in Zukunft ein tieferer Preis bezahlt werde, diskutieren sei zwecklos. Antworten
Lieber Herr Zürcher vergleichen Sie doch z.B. Lidl und Denner: 2 Wochenarbeitstunden mehr bei Denner wiegen über's Jahr schwerer als 2 Wochen weniger Ferien bei Lidl (im Extremfall). Offenbar zahlt Lidl sogar einen höheren PK-Anteil. Ist Denner auch auf Ihrer "schwarzen Liste"? Alles vom Einzelhandel geschürte Vorurteile, wie früher die Aussage "Händlergarantie ist besser als Herstellergarantie". Antworten
@ E.Bolliger/R.Lanz-Wenn aber ein Filialleiter ständig höhere Umsätze gegenüber anderen Filialen erzielen will, um seinem Vorgesetzten zu imponieren,dann gibt es kein gutes Team.Das Team wird gegeneinander ausgespielt Es werden Stunden "gestohlen", gemobbt & sonstige Gemeinheiten ausgedacht.Das ist im Verkauf an der Tagesordnung,das merkt kein Kunde.Man muss ja verordnet lächeln & freundlich sein. Antworten
@Adele Gonzalez: ihre Aussagen sind schlicht nur lächerlich und schreierisch: diese Arbeitsbedingungen sind absolut normal in der Schweiz und man kann dabei sicher nicht von "menschenverachtend" sprechen! Oder wie würden sie dann Arbeitsbedingungen in Ländern wie China etc. nennen?? Antworten
Jeder kann einkaufen wo er will und was er will. Jeder hat eigene Massstäbe für Qualität. Also was soll's? Verkauft ein Anbieter weniger, stimmt bei ihm etwas nicht und nicht beim Käufer. Verdient ein Anbieter weniger, liegt es an seiner Kostenstruktur (z.B. zu hohe Verwaltungskosgten, falsche Sortiments- und Einkaufspolitik u.a.). Konkurrenzfähigkeit hängt von der eigenen Leistung ab! Antworten
zulange haben die grossen monopolisten uns hier ausgebeutet. quer durch alle branchen ! wenn alles günstiger wird sind auch die 3700.- franken aufeinmal viel wert, anstelle immer nur die löhne zu erhöhen, den dadurch bleiben immer leute auf der strecke. wir verdienen in der schweiz vielleicht mehr als in Deutschland , heisst aber nicht dass wir uns mehr leisten können. Antworten
Die Arbeitsbedinungungen sind die eine Seite der Medaille. Aus eigener Erfahrung weiss ich, was es heisst, in einem Zulieferbetrieb zu arbeiten. Alle, die bei Aldi und Lidl einkaufen sollten doch einmal vier Monate zusätzlich am Samstag und als Zugabe danach gleich drei Wochen lang sieben Tage arbeiten. Danach frage ich mich, ob diese Konsumenten immer noch bei Aldi und Lidl einkaufen?! Antworten
Aufgrund dieser Fakten kann der "bessere Ausbeuter" nicht ausgemacht werden. Bei Lidl & Co. existieren keinerlei Vollzeitpensen mehr. Überstunden können oftmals nur scheibchenweise kompensiert werden. Es kommt ziemlich oft vor, dass VerkäuferInnen zu Randstunden nach Hause geschickt werden. Antworten
War ja richtig ein schönes Bild: der grosse Migros-Boss so weinerlich am Schimpfen über die böse, billige Konkurrenz. Es war halt früher für unsere Grossen 2 sooo toll ohne echte Mitbeweber uns Konsumenten im Glauben zu lassen, dass sie günstig seien. Und was jetzt? Aldi praktisch immer vor M/COOP in der Qualität und viel günstiger! Herr Bolliger: managen nicht um Pfründe weinen, ist nur lächerlic Antworten
Dass Coop nur auf Nahrungsmittel 10% gibt, ist falsch. Auf Nahrungsmittel gibt es gar keinen Personalrabatt, dafür aber doppelte Superpunkte. Auf Non-Food-Artikel gibt es je nach Kategorie bis zu 20 Prozent Personalrabatt. Dieses auch zum Beispiel im Interdiscount. Antworten
@Adele Conzalez: Zwei Möglichkeiten: Sie kaufen nur in Einzelgeschäften ein (und haben also in finanzieller Hinsicht keine Sorgen) oder aber Sie arbeiten in solch einem "menschenverachtendem" Laden und sind sehr unglücklich dabei. Aber viele andere Menschen sind froh, in solchen Geschäften einkaufen zu können, weil sie sich Einzelgeschäfte nicht leisten können! Antworten
Ich kaufe auch oft im Aldi oder Lidl, die Milch kommt dort auch von den Kühen, der Salat auch von den gleichen Bauern. Nur muss ich den Salat, Gemüse etc. zuhause selber waschen. Und die Angestellten im Aldi und Lidel sind auch freundlich. Aber der Konkurenzneid der Migros ist halt schon vorhanden. Es gibt etliche kleine Migros, sind einfach gruusig wenn man hinein geht. Antworten
Ich habe grundsätzlich überhaupt nichts gegen die Migros aber aus eigener Erfahrung muss ich leider schreiben:Ihre Verantwortlichen berücksichtigen seit Jahren immer nur billigst Anbieter/Lieferanten u.nehmen überhaupt keine Rücksicht darauf ob diese aus der Schweiz kommen oder nicht.Sich als Ritter für CH-Arbeinehmer aufzuführen ist grotesk u.nicht haltbar.Achtung Bumerang lieber Hr. Bolliger! Antworten
Das ist aber eine sehr grosse Überraschung! Nicht wirklich, den Schweizerinnen und Schweizern fehlt es die Bereitschaft über die Landesgrenzen hinauszuschauen, dann wüssten sie, dass Aldi beispielsweise als einer der besten Ausbildner Deutschlands gilt. Migros hat einfach seine Hausaufgaben nicht gemacht und sucht nun den Sündenbock anderswo! Aber auch das ist mittlerweile typisch schweizerisch! Antworten
@Werner Holliger: Da muss ich widersprechen. Ich gehe bei allen Anbietern einkaufen (ex Lidl). Was Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft angeht ist mein Ranking Top CC, Aldi, Coop, Migros. Bei Top CC und Aldi werden mir durchwegs alle Fragen und Auskünfte freundlich und hilfsbereit beantwortet, bei Aldi werde ich generell zum gesuchten Artikel geführt, wenn was felht, gibts alternative Vorschläge. Antworten
Wieso ist Herr Bolliger so sehr auf Preisstabilität erpicht und verschwört die neue Konkurrenz? Es ist inzwischen möglich, dass Migros die Preise senken kann - da frage ich mich, was vor Einzug von Aldi und Lidl war - haben uns die anderen (Migros, Coop, usw.) bisher etwa abgezockt? An den früheren Preisen, die wir gezahlt haben, wurde kräftig verdient, jetzt gehts ans Fleisch - Herr Bolliger! Antworten
@Marcel Zürcher: Ich würde gerne mehr Prozente in die PK einzahlen, denn der Arbeitgeber muss noch mindestens gleichviel dazulegen. Wenn bei Lidl tatsächlich kein Koordinationsabzug existiert, dann Hut ab, wobei natürlich auch die absolute Höhe der Beiträge zählt, d.h. ob nur BVG-Minimallösung oder auch überobligatorische Beiträge (und somit Leistungen), dies wurde offenbar nicht verglichen... Antworten
Die aufgelisteten Lohnbedingungen werden leider von Aldi und Lidl teilweise umgangen indem möglichst wenige Angestellte fest eingestellt werden. Mit jederzeit abrufbaren Teilzeitlern und Stundenlöhnern ohne festen Arbeitsvertrag und Sicherheit lässt sich eben gut bei den Sozialleistungen sparen. Antworten
Nach meinem empfinden sind die Angestellten beim Aldi (ich kaufe oft im Aldi Bern ein) um einiges freundlicher als bei Coop oder Migros. Ob das jetzt an den Arbeitsbedingungen liegt weiss ich nicht, ich schätze, es liegt an den Personen selber. Jedenfalls habe ich beim betreten eines Aldi das Gefühl, dass ich hier fair behandelt werde. Die Waren sind in der Qualität wirklich top und dazu günstig! Antworten
@Lieber Herr Henry Meyer, vielleicht lesen Sie die Zahlen nochmals. Wenn ich 16% mehr Pensionskasse bezahlen muss, auf 5 Wochen Ferien sitze wo andere 6 und 7 geben, kein Gesamtarbeitsvertrag existiert, wo kein Zuschlag auf Sonntags/Abendarbeit besteht, DORT geh ich nicht einkaufen. Gemessen daran, müssten die 2 Discounter wesentlich billiger sein. Geiz ist geil, wenns einem nicht selbst trifft Antworten
@Leo Stern, laufen alle mit den selben Gesichtern im Laden rum, haben sie schon mal darauf geachtet? Haben sie schon mal im Laden verschiedene Personen angesprochen und wie haben sie reagiert? Meine Beobachtung ist: Es gibt Menschen die gehen gerne zur Arbeit, welche die gehen weil sie müssen, aber nicht wollen. Und, welche die auftauen wenn man sie freundlich um Hilfe bittet, oder das Gegenteil Antworten
Ein grosser Faktor die das Arbeitsklima bestimmt ist die Zusammensetzung des Teams. Da ist es egal in welchem Laden man Einkauft. Im nahen Aldi treffe ich immer auf freundliche Angestellte. Das ganze ist Stimmungsmache gegen Aldi und Lidl. Für mich ein Grund mehr dort einzukaufen. Antworten
@Leo Stern: Ja, dieser wichtige Punkt ging schlicht vergessen - aber wenn man die diesbezüglichen Artikel der letzten Zeit in den Medien verfolgt hat, ergibt sich ein ziemlich deutliches Bild. Die Arbeitsverträge sind die eine Seite der Medaille, die Realität ist die andere; und die ergibt bei Aldi und Lidl offensichtlich nicht gerade das beste Bild, was ja auch ihre Beobachtungen zeigen. Antworten
Auch in D hat Aldi und Lidl den Ruf, gute Gehälter zu bezahlen. Die Migros macht nur billig Stimmung gegen Konkurrenten und schwimmt versuchsweise auf einer deutschenfeindlichen Welle mit. Sollen sich lieber um ihre Kunden kümmern bei der Migros. Durch Aldi und Lidl kommt der traege Platzhirsch wenigstens mal ins Schwitzen Antworten
Es werden Lohnbedingungen aufgelistet und verglichen. Wo ist der Vergleich der Arbeitsbedingungen? Ich gehe berufsbedint in alle fünf Läden einkaufen und man muss sich die Gesichter des Personals anschauen; wo nur griesgrämig dreingeschaut wird; wo das Personal freundlich ist; wo man auch Zeit für einen Schwatz hat. Das sind alles Anzeichen des Arbeitsklimas. Antworten


Lucas Starkmann
Aldi Suisse und Lidl Schweiz führen keinen Qualifikationsgesprächen und Protokoll. - Unmotivierte Mitarbeiter - Über-/ Unterforderte Arbeitskraft - Konflikt zwischen über-/ unterforderte Mitarbeiter - keine Entwicklungsschritte - Weiterbildungsbedarf = Schlechte Arbeitgeber Antworten